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Alltagsbegleiter„Gut versorgt in Bergisch Gladbach“-App für Senioren ist online

3 min

Werbung für die neue App: (v.l.) Lisa Klemt, Bürgermeister Frank Stein, Michael Bley, Antje Borm-Flammersfeld, Daniel Beer.

Bergisch Gladbach – Ein digitaler Zugang spart Zeit und Kraft – gerade für Senioren. Eine App will älteren Menschen in Bergisch Gladbach das Leben leichter machen. In Zusammenarbeit mit dem Seniorenbüro und der Entwicklerfirma „Gut versorgt in…“ wurde die Gesundheits- und Senioren-App individuell an die Stadt angepasst. Die App richtet sich gezielt an Menschen über 60 und ist gedacht als mobiler Alltagsbegleiter.

„Unser Ziel ist es, den Menschen für jeden Lebensabschnitt die Teilhabe zu sichern“, sagt Lisa Klemt, Leiterin des städtischen Seniorenbüros. Dies gelte gerade in einer Stadt wie Bergisch Gladbach mit einer ländlichen Infrastruktur: „Wir müssen alle Leute abholen, wo sie sind, sonst sind sie irgendwann abgehängt.“

Das erste digitale Angebot für Gladbacher Senioren

Bürgermeister Frank Stein betont beim Pressetermin im Rathaus den Nutzen der Service-App für die ganze Stadtgesellschaft: „Die Infos helfen, sich frühzeitig darum zu kümmern, wie man im Alter leben möchte.“ Alle Bürgerinnen und Bürger und Angehörige profitierten von dem neuen Angebot. Die App „Gut versorgt in Bergisch Gladbach“ ist das erste digitale Angebot für Senioren. In Bergisch Gladbach leben 35.000 Menschen im Alter über 60 Jahren.

Bereits in 40 Städten online

Die App „Gut versorgt in...“ kann kostenlos in den App-Stores von Google und Apple heruntergeladen werden und ist frei von Werbung. Eine Registrierung ist nicht notwendig. Nach dem Download muss in der Suchfunktion „Bergisch Gladbach“ eingegeben werden. In insgesamt 40 Städten gibt es die App bereits, bislang schwerpunktmäßig in Nordrhein-Westfalen, sie soll aber sukzessive bundesweit angeboten und mit mehr Funktionen ausgestattet und weiterentwickelt werden. Der Kunden-Service des Unternehmens hilft bei der Nutzung und Installation: montags bis freitags, 9 bis 16 Uhr, unter der Nummer: (05221) 994450. (ub)

In neun Rubriken sind über 900 Informationen, Ratgebertexte und Hinweise zusammengefasst: Notrufnummern, ein lokales Adressverzeichnis mit Kontakten zu Apotheken, Ärzten und anderen Dienstleistungen, Beratungsangeboten der Stadtverwaltung sowie Informationen zu Kultur-, Freizeit-, Job- und Bildungsangeboten.

„Als Wegweiser zum Älterwerden, mit Themen zu Gesundheit und Pflege, aber auch ein Magazin mit Themen zu Familie, Mode oder Veranstaltungen“, erläutert Michael Bley, Projektleiter bei „Gut versorgt in...“, Dienstleistungsunternehmen mit Sitz in Herford. Einzelne Artikel sind mit dem Adressverzeichnis verlinkt und führen direkt zu lokalen Ansprechpartnern in Bergisch Gladbach. Seit April 2020 gibt es auch eine eigene Kachel mit Informationen zur Corona-Pandemie.

Für die Bedienung der App sind keine Vorkenntnisse nötig

„Die Bedienung ist leicht. Auch wer bisher wenig oder keine digitale Erfahrung gemacht hat, kommt damit klar“, betont Geschäftsführerin Antje Borm-Flammersfeld. Dafür sorgten die immer gleichen Benutzeroberflächen sowie Vorlese- und Sprachsuchfunktionen. Nutzer können mit der App Einrichtungen, Dienstleister oder die Stadtverwaltung direkt anrufen oder per E-Mail anschreiben.

Vorausgesetzt wird dabei, dass alle Leute ein Smartphone oder Tablet besitzen, was aber nicht so ist. „Es ist uns klar, dass wir nicht alle erreichen“, sagt Lisa Klemt. Sie sieht aber in der App die Chance, älteren Menschen die Angst vor den Geräten zu nehmen. Die Bedienung könne in den Senioren-Begegnungsstätten geübt werden.

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Das Evangelische Krankenhaus (EVK) ist mit allein 30 Einträgen vertreten. „Wir haben uns gerne an dem Projektbeteiligt. Die App bietet uns die Möglichkeit, alle unsere Angebote übersichtlich zu bündeln“, sagt Daniel Beer vom EVK. Für Artikel, die umfangreicher aufbereitet sind, wird eine Gebühr verlangt, so das Finanzierungsmodell der App. Der Stadt entstehen keine Kosten.