Abo

Kampf gegen StraßenkriminalitätPolizei erhöht Präsenz in Bergisch Gladbacher Innenstadt

2 min
Polizeieinsatz in der Innenstadt (Symbolfoto)

Polizeieinsatz in der Innenstadt (Symbolfoto)

Um die Straßenkriminalität zu bekämpfen, führt die Polizei gezielte Maßnahmen in Bergisch Gladbach durch.

Die Polizei hat in den vergangenen zwei Wochen ihre Präsenz in der Innenstadt von Bergisch Gladbach deutlich erhöht und gezielte Maßnahmen zur Bekämpfung der Straßenkriminalität durchgeführt. Damit reagiert die Polizei Rhein-Berg auf die gestiegenen Fallzahlen in diesem Bereich.

Marc André Linden, Leiter der Direktion Kriminalität, sagte dazu: „Mit den ersten Schwerpunkteinsätzen in diesem Jahr haben wir ein sichtbares und spürbares Zeichen gesetzt. Die gezielten Maßnahmen waren aus polizeilicher Sicht sehr erfolgreich und werden fortgesetzt.“

Straßenkriminalität in 2025 gestiegen

Hintergrund der Maßnahmen ist der Anstieg der Straßenkriminalität im Rheinisch-Bergischen Kreis um 7,8 Prozent im vergangenen Jahr im Vergleich zu 2024. Laut Polizei ereignete sich jede zweite Straftat in Bergisch Gladbach, viele davon im Innenstadtbereich.

„Wir verstehen, dass diese Zahlen manche Menschen verunsichern könnten“, so Linden. Er betonte jedoch: „Der Rheinisch-Bergische Kreis gehört nach wie vor zu den sichersten Kreisen in ganz Nordrhein-Westfalen. Wenn wir von gestiegener Straßenkriminalität sprechen, dann reden wir vor allem von gestiegenen Fallzahlen bei Diebstählen im öffentlichen Raum.“ Darunter fielen beispielsweise Fahrraddiebstähle oder aufgebrochene Pkws.

Verdrängung der Drogenszene aus Köln

Als einen Grund für den Anstieg nennt die Polizei die Bekämpfung der Drogenkriminalität am Kölner Neumarkt. „Ein Teil der Drogenszene wurde dadurch in das gut erreichbare Bergisch Gladbach verdrängt. Und das merken wir eben an der gestiegenen Beschaffungskriminalität“, erklärte Linden. Gestohlene Fahrräder würden beispielsweise verkauft, um die eigene Drogensucht zu finanzieren.

Bilanz der Einsätze: Festnahmen und Strafanzeigen

Bei den Schwerpunkteinsätzen seit dem 12. Mai, die offen und verdeckt stattfanden, kontrollierten Polizistinnen und Polizisten insgesamt 42 verdächtige Personen. Fünf von ihnen wurden vorläufig festgenommen. Zudem schrieben die Beamtinnen und Beamten zwölf Strafanzeigen, unter anderem wegen Ladendiebstahls, des Besitzes von gestohlenen Fahrrädern, Drogenbesitzes und Verstößen gegen das Waffengesetz. In sieben Fällen wurden Platzverweise erteilt.

Die Polizei verfolge mit den Maßnahmen mehrere Ziele. „Wir erhöhen spürbar den Druck auf Kriminelle. Unsere Botschaft ist klar: Für sie ist in Bergisch Gladbach kein Platz“, sagte Linden. Gleichzeitig solle das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger gestärkt werden.

Die ersten Einsätze seien sehr erfolgreich gewesen, auch durch den Einsatz vieler ziviler Kräfte. „Das haben die Bürgerinnen und Bürgern vielleicht nicht direkt bemerkt - die Straftäter bis zur Festnahme aber auch nicht! Nicht jede Präsenz oder jede Maßnahme von uns ist sichtbar, wir sind aber trotzdem da!“, fasste der Direktionsleiter zusammen. Weitere Sonderkontrollen sind für dieses Jahr geplant. (red)

Dieser Inhalt wurde mit Hilfe von KI erstellt.