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„höchste Priorität“Klassenräume der GGS Refrath sind laut Stadt nicht von Schimmel befallen

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Alte Schulstühle stehen vor einer Wand mit Schimmelbefall.

Schon seit einiger Zeit ist der Mehrzweckraum der GGS Refrath aufgrund von Schimmel geperrt. Auf die Räume darüber hat das laut Stadt keine Auswirkung.

Fachgutachter geben vorerst Entwarnung bezüglich des befürchteten Schimmelbefalls. Die Ergebnisse eines PCB-Tests stehen noch aus.

Massiver Schimmelbefall an den Wänden im Souterrain eines Anbaus, ein abgesperrter Mehrzweckraum, darüber in den Klassenzimmern der Unterricht: Die Zustände an der GGS Refrath machten kurz vor den Sommerferien aufgrund der Zustände Schlagzeilen. Daraufhin führte die Stadt Bergisch Gladbach nach eigenen Angaben im Juli zusätzliche Raumluftuntersuchungen durch unabhängige Fachgutachter durch. Jetzt liegen die Ergebnisse vor: „In keinem der untersuchten Räume wurden erhöhte Schimmelpilzkonzentrationen festgestellt“, teilt die Stadt mit.

Somit bestehe nach aktuellem Kenntnisstand keine akute Gesundheitsgefährdung in den Räumen, die aktuell von der Schule genutzt werden. Allerdings hatten seit gut einem Jahr Kinder über Ausschläge, Kopf-, Hals- und Augenschmerzen geklagt. Eine Lehrerin hatte berichtet, dass sich die Krankschreibungen der Kinder gegenüber dem ersten Schuljahr, das die Kinder in einem anderen Gebäude verbracht haben, fast verdreifacht hätten.

Die aktuellen Untersuchungsergebnisse bestätigen damit die bisherige Einschätzung der Stadtverwaltung, dass weder weitere Maßnahmen noch Einschränkungen des Schulbetriebs erforderlich sind
Aus der Mitteilung der Stadt Bergisch Gladbach

Nach Angaben der Stadt wurde nun die Raumluftqualität in die niedrigste Kategorie des Schimmelleitfadens eingestuft. „Hintergrundbelastung, Innenraumquelle unwahrscheinlich“, zitiert die Stadt. Auch eine gemeinsame Vor-Ort-Begehung mit dem Gesundheitsamt habe nicht auf Auffälligkeiten oder eine Belastung durch Schimmelsporen in den genutzten Klassenräumen hingewiesen.

„Die aktuellen Untersuchungsergebnisse bestätigen damit die bisherige Einschätzung der Stadtverwaltung, dass über die bereits erfolgte Schließung des betroffenen Mehrzweckraums hinaus weder weitere Maßnahmen noch Einschränkungen des Schulbetriebs oder die Auslagerung weiterer Klassen erforderlich sind“, betont die Stadt.

Ergebnisse für den Test auf eine PCB-Belastung stehen noch aus

Eine Sanierung der vom Schimmel befallenen Räume plant die Stadt nicht, denn vor einigen Jahren wurden ebenfalls PCB-Schadstoffbelastungen festgestellt. Deshalb lautete der Beschluss, diesen Gebäudeteil der GGS Refrath abzureißen und durch einen Neubau zu ersetzen. Allerdings soll ein Containerbau zur Auslagerung des Unterrichts, wenn die Abbrucharbeiten starten, in etwa einem halben Jahr stehen.

Ende Juli seien die darüberliegenden Räume auch auf PCB und flüchtige organische Verbindungen untersucht worden, so die Stadt. Hier fehlen noch die Ergebnisse, sie sollen voraussichtlich Ende August vorliegen. Je nachdem, was dabei rauskommt, werden die Kinder nach den Sommerferien wohl wieder in die Klassenzimmer zurückkehren. Die Stadt jedenfalls teilt zu dieser Untersuchung nur mit: „Sollten sich daraus Erkenntnisse ergeben, die weitere Maßnahmen erforderlich machen, wird die Stadt unverzüglich handeln.“

Es ist mir bewusst, dass die bestehende Situation Geduld erfordert und insbesondere für betroffene Familien und die Familien zukünftiger Schülerinnen und Schüler nicht einfach nachvollziehbar ist
Thore Eggert, Schulbaudezernent

Schulbaudezernent Thore Eggert betont in diesem Zusammenhang, dass die Gesundheit der Schülerschaft und auch der Beschäftigten „für uns als Stadtverwaltung selbstverständlich höchste Priorität“ habe. „Es ist mir bewusst, dass die bestehende Situation Geduld erfordert und insbesondere für betroffene Familien und die Familien zukünftiger Schülerinnen und Schüler nicht einfach nachvollziehbar ist“, sagt er und fügt hinzu, dass das der Grund sei, warum die Verwaltung „die Hinweise aus der Schulgemeinschaft aufgegriffen und zusätzliche Untersuchungen veranlasst“ habe.

Die Stadtverwaltung will nach eigenen Angaben im engen Austausch mit der Schule und dem Gesundheitsamt bleiben. Parallel würden die Planungen für den Neubau des Mehrzweckraumes und der Klassenräume planmäßig vorangetrieben. Zum Beginn des neuen Schuljahres in einigen Wochen soll es dann einen Austausch mit der Schule geben, bei dem die Verwaltung den aktuellen Stand des Projekts und die nächsten Schritte präsentieren will.