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Jugendfeuerwehr und THW-JugendWo die Zukunft der Retter ihre Zelte aufschlägt

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Kinder, Jugendliche und Betreuer von Jugendfeuerwehr und THW stehen mit Vertretern von Feuerwehr, Politik und Förderern auf dem großen Zeltlagerplatz des Kreisjugendfeuerwehrzeltlagers..

500 Kinder, Jugendliche und Betreuer von Jugendfeuerwehr und THW begrüßten die Vertreter von Feuerwehr Politik und Förderern.

Ohne sie gäb’s Retter nicht: Kreiszeltlager von Feuerwehr- und THW-Nachwuchs wurde in Bergisch Gladbach-Paffrath eröffnet.

Kaum ist das Kreisjugendfeuerwehrzeltlager am Mittwochabend offiziell eröffnet, heißt es auch schon: „Wasser marsch!“ Allerdings nicht aus Feuerwehrschläuchen, sondern von oben. Der einsetzende Regen kann die Stimmung auf der Wiese an der Paffrather Mühle jedoch nicht trüben.

Mehr als 500 Kinder, Jugendliche und Betreuer von Feuerwehren aus dem gesamten Rheinisch-Bergischen Kreis, aus Leverkusen sowie von den THW-Jugendgruppen Bergisch Gladbach und Wermelskirchen haben dort für fünf Tage ihre Zeltstadt aufgebaut – und damit eines der größten Treffen des Feuerwehrnachwuchses in der Region begonnen.

Ihr seid die Zukunft.
Peter Czychun, Kreisjugendfeuerwehrwart

„Ihr seid die Zukunft“, rief Kreisjugendfeuerwehrwart Peter Czychun den Jugendlichen bei der Eröffnung zu. Um sie gehe es an diesem Wochenende. „Schön, dass ihr hier seid.“

Jugendfeuerwehrleute stehen vor ihren Zelten in Bergisch Gladbach-Paffrath.

In einer Zeltstadt werden die Nachwuchsretter das Wochenende verbringen.

Tatsächlich standen die jungen Nachwuchsretter im Mittelpunkt aller Ansprachen. Kreisfeuerwehrverbandsvorsitzender und Gladbachs Feuerwehrchef Jörg Köhler machte deutlich, welche Bedeutung die Jugendfeuerwehren für die Zukunft des Ehrenamts haben. „Ohne euch gäbe es Feuerwehr eigentlich nicht mehr“, sagte er. Der überwiegende Teil des Nachwuchses für die aktiven Einheiten komme aus den Jugendfeuerwehren. „Ihr seid die Zukunft der Stadt, ihr seid die Zukunft unserer Feuerwehren.“

Jugendfeuerwehr Bergisch Gladbach feiert 60-jähriges Bestehen

Das diesjährige Zeltlager hat einen besonderen Anlass: Die Jugendfeuerwehr Bergisch Gladbach feiert ihr 60-jähriges Bestehen und ist Gastgeber der Veranstaltung. Für die Stadt gratulierte der stellvertretende Bürgermeister Josef Willnecker – der nur wenige hundert Meter vom Zeltplatz entfernt wohnt. Seit sechs Jahrzehnten lernten junge Menschen bei der Jugendfeuerwehr Gemeinschaft, Verantwortung und Hilfsbereitschaft, sagte er. „Ein Zeltlager ist viel mehr als nur Feuerwehrtechnik und Wettbewerbe. Es geht um Freundschaften, Teamgeist und gemeinsame Erlebnisse.“

Overaths Stadtjugendfeuerwehrwart Thorsten Merkel und seine Frau Kerstin braten Reibekuchen.

Für Verpflegung sorgen Betreuer wie Overaths Stadtjugendfeuerwehrwart Thorsten Merkel und seine Frau Kerstin sowie ein Küchenteam.

Auch der stellvertretende Landrat Peter Lautz stellte die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements heraus. Mehr als 500 Jugendliche und Betreuende an einem Ort seien „beeindruckend und nicht selbstverständlich“. Die Jugendfeuerwehren leisteten einen unverzichtbaren Beitrag für den Brand- und Katastrophenschutz der Zukunft. Vize-Kreisbrandmeister Sven Jansen lobte die Jugendfeuerwehr als „eine der wichtigsten Institutionen in einer Freiwilligen Feuerwehr, die man weiter fördern und unterstützen muss“.

Finanzspritze für den Nachwuchs der Feuerwehr von Kreis und Kreissparkasse

Neben den Grußworten gab es auch konkrete Unterstützung. Der Rheinisch-Bergische Kreis überreichte einen Zuschuss von 800 Euro für das Zeltlager. Für Jubel sorgte anschließend die Kreissparkasse Köln: Anlässlich des 60-jährigen Bestehens der Jugendfeuerwehr Bergisch Gladbach übergab Regionalvorständin Christiane Bechem einen Spendenscheck über 7500 Euro. „Für uns als Sparkasse ist es immer wichtig, das Ehrenamt und die Jugend zu fördern“, sagte sie.

Bergisch Gladbachs Stadtjugendfeuerwehrwart Daniel „Danny“ Martini erhält eine Plakette.

Dank an Bergisch Gladbachs Stadtjugendfeuerwehrwart Daniel Martini (l.) und sein Team für die Vorbereitung.

Während die Erwachsenen noch über Finanzierung, Organisation und Nachwuchsgewinnung sprachen, warteten die Jugendlichen längst auf den eigentlichen Beginn ihres Zeltlager-Abenteuers. In dem stehen Workshops, Wettbewerbe, feuerwehrtechnische Übungen und jede Menge gemeinsame Freizeit auf dem Programm. Allein für das Frühstück werden täglich 900 Brötchen benötigt, wie Kreisjugendfeuerwehrwart Peter Czychun verriet und auch die Vorbereitung vor Ort durch Gladbachs Stadtjugendfeuerwehrwart Daniel „Danny“ Martini mit seinem Team lobte.

Erster Jugendfeuerwehrwart der ersten Jugendfeuerwehr im Kreis  zu Besuch

Dass das Zeltlager weit mehr ist als eine Freizeitveranstaltung, zeigt auch seine Geschichte. Bereits vor 60 Jahren wurde in Bensberg die erste Jugendfeuerwehr im damaligen Rheinisch-Bergischen Kreis gegründet.

Rhein-Bergs erster Stadtjugendfeuerwehrwart Hermann Vahland (l.) mit Henry Fiedler und Franz-Josef Adrian (r.)

Rhein-Bergs erster Stadtjugendfeuerwehrwart Hermann Vahland (l.) mit dem heutigen Jugenfeuerwehrwart in Bensberg, Henry Fiedler, und einem weiteren Jugendfeuerwehrmann der ersten Stunde, Franz-Josef Adrian (r.)

Mit dabei war damals auch Hermann Vahland, der erste Jugendfeuerwehrwart der Einheit. Nun verfolgte er die Eröffnung als Ehrengast. „Ich gehöre hierhin“, sagte der inzwischen über 80-Jährige mit einem Lächeln.

Und so verband die Eröffnung in Paffrath Vergangenheit und Zukunft zugleich: Die Pioniere der ersten Stunde blickten auf eine neue Generation von Feuerwehrleuten, die in den kommenden Tagen nicht nur Schläuche ausrollen und Wettbewerbe bestreiten, sondern vor allem eines erleben werden, was die Feuerwehr seit jeher ausmacht – Kameradschaft.