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Begegnungszonen geplantArbeiten für Erddeponie in Kürten sind gestartet – Hachenberger Weg gesperrt

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Eine Sperrung steht auf dem Hachenberger Weg.

Die kommenden vier Wochen ist der Hachenberger Weg in Kürten gesperrt. 

In Höchsten wird bis zum Jahresende eine neue Erddeponie entstehen. Für Kürten ist es das Ende einer langen Debatte zum Standort.

Am Montagmorgen sollten die ersten Baustellenfahrzeuge anrollen. Das taten sie aber nicht, noch wogten sich die Maisfelder und Wiesen in der glühenden Sommersonne. Trotzdem: Für die neue Erddeponie nahe dem Ortsteil Höchsten begannen die Arbeiten vor Ort, Ingenieure steckten mit Pollern die Zufahrtsstraße ab, mehrere Umleitungsschilder erinnerten Autofahrer an die jetzt geltende Sperrung des Hachenberger Wegs ab Hachenberg und Rettungswache/Bauhof. Für Kürten ist es auch das Ende einer langen Debatte zum Standort. In Höchsten wird bis zum Jahresende die neue Erddeponie entstehen.

Autofahrer, die von Neuensaal aus in Richtung Hachenberg und Kürten wollten, mussten eine Umleitung nehmen. In den kommenden vier Wochen wird der Hachenberger Weg (K30) verbreitert, damit Lkw, die zur Erddeponie möchten, aneinander vorbei kommen. Vorgelegt hat der Bergische Abfallwirtschaftsverband BAV ein umfassendes Konzept, das sechs „Begegnungszonen“ vorsieht.

In den kommenden Wochen wird ein Sozialcontainer errichtet

Im Bereich der Häuser „Hau“, in einer langen Kurve, hat der Abfallverband diese aus Sicherheitsgründen bewusst länger angelegt. Für zwei Kurvenbereiche werden außerdem neue Vorrangzonen mit Verkehrszeichen angelegt. Die Zufahrt zur Deponie wird später ausschließlich von Neuensaal aus gestattet sein. Die Anlieferung aus Süden über Hachenberg wird mit einem amtlichen Durchfahrtverbot strikt unterbunden.

Eine Sperrung steht auf dem Hachenberger Weg.

Die Kreisstraße wird für die neue Erddeponie verbreitert.

Der Baustart beendet das Hin und Her um einen möglichen Deponie-Standort in Kürten. Die Fläche in Höchsten, so der BAV, sei die einzige, die in Kürten zur Verfügung stehe. Mit der Straßeneinrichtung beginnt auch die Vorbereitung der Deponie. In den kommenden Wochen werden ein Sozialcontainer errichtet, eine Reifenwaschanlage für die Anlieferfahrzeuge und eine Entwässerungsanlage gebaut. Auch wird die Fläche der Deponie eingezäunt.

Anwohner hatten sich gegen den Standort in Höchsten ausgesprochen

Die Zufahrt zur Deponie wird von einem Feldweg aus eingerichtet, eine Anfahrt über die Wohnstraße der Anlieger ist nicht vorgesehen. Zwischen 7.30 und 16 Uhr soll die Deponie ab dem vierten Quartal 2026 in Betrieb sein, kalkuliert wird durchschnittlich mit 19 Anlieferungen pro Tag, angenommen wird ausschließlich Erdaushub aus Baumaßnahmen, es entspricht der niedrigsten Deponie-Gefahrenklasse DK 0. Verfüllt wird innerhalb von zehn Jahren eine Fläche von 294.000 Kubikmetern, anschließend wird alles rekultiviert und landwirtschaftlich genutzt. Anwohner hatten sich gegen den Standort in Höchsten ausgesprochen, weil sie den Hachenberger Weg nicht als geeignet für die Zufahrt ansehen.

Mit dem Straßenausbau will der BAV den Einwänden entgegentreten. Die Erddeponie in Höchsten ist Nachfolger der vollgelaufenen Anlage südlich der B 506. Tief- und Landschaftsbauer hatten sich für die Deponie ausgesprochen, damit sie anfallenden Erdaushub ohne weite Strecken fahren zu müssen ablagern können. Ohne die Deponie wären Wege bis ins Oberbergische erforderlich geworden.