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MotorradlärmCDU Odenthal will Lage für Anwohner der Serpentinen an der L 310 verbessern

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Ein Motorradfahrer fährt durch eine Serpentine.

Nicht alle Motorradfahrer knattern lärmend durch die Serpentinen in Odenthal. Doch die, die es tun, belasten durch ihr Verhalten die Anwohner.

Die Christdemokraten beantragen, alle Möglichkeiten zu prüfen, die mehr Lärmschutz bringen. Doch die Kommune kann allein nichts durchsetzen.

Anwohner der serpentinenreichen Strecke der L 310, die von Blecher hinunter nach Altenberg und auf der anderen Talseite wieder hinauf bis Grimberg, Hüttchen und Neschen führt, klagen schon seit vielen Jahren über den Lärm von Motorrädern. Versuche dagegen anzugehen, wurden von der Kommune Odenthal in der Vergangenheit mehrfach unternommen, etwa durch bauliche Veränderungen oder Tempolimits auf der Hauptstraße, doch das Thema blieb virulent. Erschwert wird die Situation seit jeher durch die Zuständigkeiten, die nicht in erster Linie bei der Gemeinde liegen.

Nun will die CDU-Fraktion einen neuen Versuch wagen, das Lärmproblem zu entschärfen. In einem Antrag an den Ausschuss für Umwelt, Mobilität, Wirtschaft und Kultur fordert die CDU ein Maßnahmenpaket „zur Reduzierung von vermeidbarem Motorradlärm und zur Verbesserung der Verkehrssicherheit entlang der L 310“. Dazu soll es ein erneutes Gespräch mit dem Rheinisch-Bergischen Kreis als Straßenverkehrsbehörde, der Kreispolizeibehörde, dem für die Landstraße zuständigen Landesbetrieb Straßen NRW, dem Landrat und bei Bedarf weiteren fachlich beteiligten Stellen geben.

Nicht alle Motorradfahrer sorgten für die belastende Situation

Dabei soll unter anderem geklärt werden, „welche Maßnahmen an besonders belasteten Wochenenden, Feiertagen, Abendstunden und bei gutem Wetter rechtlich, praktisch und personell umsetzbar sind“, so Fraktionschefin Nicola Ciliax-Kindling im CDU-Antrag. Das Anliegen richte sich ausdrücklich nicht „gegen normalen und rechtmäßigen Motorradverkehr“, sondern „gegen vermeidbare Lärmspitzen, deutlich auffälliges Beschleunigen, wiederholtes Auf- und Abfahren, hochtourige Fahrweise und sonstiges verkehrsgefährdendes oder ordnungswidriges Verhalten“, betont sie.

Geprüft werden soll nach den Wünschen der CDU ein ganzes Paket von möglichen Maßnahmen, unter anderem, ob Geschwindigkeits- und Lärmmessungen sowie sichtbare Polizeipräsenz und Kontrollen die Situation verbessere und welche Kontroll- und Sanktionsmöglichkeiten bestünden.

„Die Belastung durch Motorradlärm beschäftigt Anwohnerinnen und Anwohner entlang der L 310 seit Jahren. Besonders an Wochenenden, an Feiertagen, bei gutem Wetter und in den Abendstunden entsteht der Eindruck, dass einzelne Motorradfahrer die Strecke wiederholt und mit hoher Lautstärke befahren. Es geht nicht um eine pauschale Kritik an Motorradfahrenden. Rechtmäßiger Motorradverkehr bleibt unberührt. Es geht um vermeidbaren Lärm, wiederholte Lärmspitzen und die spürbare Belastung der Menschen, die an der Strecke wohnen“, erläutert Kindling. Ziel des Antrags sei „kein symbolischer Beschluss“. Ziel sei eine „realistische, belastbare und abgestimmte Prüfung konkreter Lösungen“.