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OdenthalWo die Märchenwesen im Märchenwald Altenberg wohnen

3 min
Kinder mit Keschern vor einem Brunnen, auf dem ein großer Keramik-Froschkönig sitzt

Über dem Froschkönig lag ein böser Zauber. Zwischen den goldenen Kugeln schwammen ganz viele weitere Froschkönige. Um den Bann zu brechen und den einzig wahren zu finden, nahmen die kleinen Märchenhelden den Kescher zur Hand, angelten sich einen Frosch und warfen ihn mit Schwung in den Brunnen.

Im Parcours durch die Märchenwelt: Das Altenberger Märchenwaldfest punktet mit Aufgabenparcours, Kinderschminken und einer Überraschung

Es war einmal ein Märchenwaldfest, wo die kleinen Besucher zu Rittern, Feen, Drachenjägern und Prinzessinnen wurden und mutig den Märchenparcours mit geheimnisvollen, kniffligen und spannenden Aufgaben bewältigten. Dazu lud der Altenberger Märchenwald an zwei Wochenenden ein und ließ Erzählungen lebendig werden.

Über dem Froschkönig lag ein böser Zauber und plötzlich schwammen zwischen den goldenen Kugeln ganz viele weitere Froschkönige. Um den Bann zu brechen und den einzig wahren zu finden, nahmen die kleinen Märchenhelden den Kescher zur Hand, angelten sich einen Frosch und warfen ihn mit Schwung in den Brunnen. Dafür gab es den ersten von insgesamt zwölf Stempeln des Parcours und der Marsch ging weiter, vorbei an den Häuschen von Rumpelstilzchen, den sieben Raben und Schneewittchen. Schon vor dem ersten Stempel wurden die Kinder zu Beginn mit einer goldenen Mut-Krone ausgestattet, die sie auf dem Weg begleitet und verziert werden durfte, mit edlen Glitzersteinchen.

Das ist toll, dass jemand bereit ist, sowas für Kinder zu machen und es soll unbedingt erhalten bleiben
Drei Besucher des Altenberger Märchenwaldes

Lord Merlin, die Hexe aus der Rhön und Fotofee Gudrun begrüßten die Besucher mit einem Hauch Magie. Lord Merlin machte aus Werbeschnipseln Geldscheine. „Weder Werbung noch den Euro gibt es bei uns im Mittelalter, der König ist nicht so erfreut, denn er kann beides nicht gebrauchen“, sah der Mittelalterzauberer ein und nahm seine Kräfte zusammen, um Blattgold aus den Schnipseln zu machen. „So darf ich heute Abend zurück auf die Burg und bekomme was zum Essen“, war er zufrieden und zeigte den nächsten Trick. „Man ist nirgends so dicht am Zauberer wie im Märchenwald. Die Figuren sind zwar sicher hinter einer Scheibe, mit mir hat man dagegen wen zum Anfassen“, meinte Lord Merlin. „Wo warst du auf der Zauberschule?“, wollte Daiji wissen. „Ich mag Zauberer, weil sie Tricks können und ich kann das auch“, so der kleine Besucher.

Einige der Besucherinnen hatten sich besonders feingemacht und trugen edle Kleider und glänzendes Geschmeide, dank Kinderschminken mit 3-D-Effekt. Jungen wie Mädchen stellten sich den Prüfungen, ob Schleuder, Dosenwerfen oder dem Wettstreit um Rapunzels Turm. Prinz oder böse Schwiegermutter hieß es beim Geschicklichkeitsspiel und wer eine Pause brauchte, lauschte den Märchen.

Jede Generation entdeckt den Märchenwald wieder neu

Oben im Märchenwald angekommen, hatten es sich David, Caro und Vanessa auf einer Bank gemütlich gemacht und nutzten die Zeit, um in Erinnerungen zu schwelgen. „Wir waren schon als Kinder hier, jetzt sind wir selbst Eltern. Der Märchenwald ist gerade deshalb so schön, weil er so alt ist. Das ist toll, dass jemand bereit ist, sowas für Kinder zu machen und es soll unbedingt erhalten bleiben. Wir sind in der Natur und das macht die Sache noch authentischer“, so das Trio. „Mein Sohn hat sich auf Rapunzel gefreut und sie schon gerufen“, so Vanessa über eine der beliebtesten Stellen für die Besucher, um zu erleben, wie Rapunzel den Zopf auf Zuruf aus dem Fenster wirft. „Die Stationen des Parcours sind schön gemacht, es ist für alle Altersklassen was dabei. Gut ist auch, dass es Spiele gibt, wo es nicht auf Anhieb klappt“, meinten Caro und Vanessa. „Am genialsten ist, dass der Parkplatz zwar brechend voll war, aber es sich total verläuft. Woanders hat man 20 Leute vor, 20 hinter sich und noch 30 in der Hosentasche“, lachte David.

Für den zweiten Teil des magischen Parcours ging es zum Wolkenschießen bei Frau Holle, vorbei am goldspeienden Esel und echten Ziegen zum Streicheln und durch Dornröschens Rosenhecke. Wer alle zwölf Stempel hatte, den erwartete eine Überraschung. Gekrönt waren die kleinen Helden schließlich schon von Anfang an.