Der SV Bessenich gerät beim A-Kreisligisten Altenberg zunächst in Rückstand, kann die Partie aber drehen und zieht in die zweite Runde ein.
Fußball-MittelrheinpokalDie JSG Erft 01 scheidet in einem dramatischen Spiel aus

Verpasst in dieser Szene aus guter Position knapp: Luc-Seal Roggendorf, der in der 63. Minute ausgewechselt wurde.
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Aus fünf mach zwei: Nur die beiden Römerstadt-Teams Zülpich und Bessenich, gleichzeitig auch die beiden Kreispokalfinalisten der Vorsaison, haben sich in der ersten Runde des Mittelrheinpokals durchgesetzt. Zülpichs Derbygegner Mechernich sowie Frauenberg und die JSG Erft sind hingegen ausgeschieden.
JSG Erft 01 Euskirchen – FC Dynamo Erkelenz 4:5 n. V. (0:1, 3:3, 4:3)
In einem dramatischen Spiel kämpfte sich die JSG Erft 01 Euskirchen zurück ins Spiel, rettete sich in die Verlängerung, in der sie zur Halbzeit sogar führte, nur um am Ende doch mit leeren Händen dazustehen. „Wer heute ein spannendes Spiel sehen wollte, hätte nach Kuchenheim kommen sollen. Das war nichts für schwache Nerven“, sagte Erft-Trainer Christopher Kockerols.
In der ersten Halbzeit zeigte sein Team gegen den Bezirksligisten aus der Staffel 4 keine gute Leistung. „Wir sind gar nicht ins Spiel gekommen, hatten auch keine eigenen Ballbesitzphasen und waren sehr passiv. Der Gegner hat uns an die Wand gespielt“, beschreibt es Kockerols. Der Rückstand durch Tobias Wilhelm (33.) war die Folge.
Wer heute ein spannendes Spiel sehen wollte, hätte nach Kuchenheim kommen sollen. Das war nichts für schwache Nerven.
Nach Umstellungen und drei Wechseln in der Pause lief es dann zwar besser für die JSG, die allerdings die Gäste durch individuelle Fehler zu Gegentoren einlud, was diese auch dankend annahmen. Armando Nakamura (60.) und erneut Wilhelm (72.) schraubten die Führung in die Höhe. Doch die JSG warf nun alles nach vorne. Moustapha Thior (83.), Leo Richerzhagen (89.) und Gian Luca Cardinale (90.+6) stellten noch in der regulären Spielzeit den Ausgleich her.
In der ersten Halbzeit der Verlängerung ging die JSG laut Kockerols verdient in Führung, das Tor erzielte Nicolas Kiedrowski (92.). „Da ging es dann darum: Zähne zusammenbeißen und machen“, sagte Kockerols. In der 112. Minute hatte Erft die Riesengelegenheit, die Führung auszubauen. Stattdessen glich Wilhelm mit seinem dritten Treffer für Erkelenz postwendend aus. Danach sei das Spiel ein offener Schlagabtausch gewesen, in dem die Gäste durch Ranel Barth in Führung gingen (117.). Kurz vor dem Schlusspfiff hatte Erft die Chance, per Kopf noch auszugleichen, was aber nicht gelang. Gästespieler Aaron Post sah noch die Gelb-Rote Karte (120.)
„Es war ein heißer Pokaltanz. Jetzt haben die Jungs erst einmal bis Dienstag frei. Es war ein erkenntnisreicher letzter Test vor dem ersten Spieltag“, fasst Kockerols die Partie zusammen.
SV Altenberg – SV Rhenania Bessenich 1:2 (1:0)
Gegen den A-Ligisten aus Odenthal hat sich Bezirksligist Bessenich zunächst schwergetan. Oder um es mit den Worten von Bessenichs Trainer Can Celik, der ein „Spiel mit Höhen und Tiefen“ sah, zu sagen: „Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen und viele Fehler gemacht.“
Ein solcher führte auch zur Führung kurz vor der Halbzeitpause für die unterklassige Mannschaft. Im Spielaufbau passte ein Bessenicher den Ball in den Fuß des gegnerischen Stürmers Norwin Kühn, der kurz vor der Pause zum 1:0 traf (45.+2).
Das war ein klassischer Arbeitssieg. Nur die erste Halbzeit möchte ich schnell abhaken.
Nach Wiederanpfiff spielte die ersatzgeschwächte Rhenania dann aber so, wie es der Trainer sich gewünscht hatte. „Wir waren dominant, haben die Bälle festgemacht und gut gespielt“, so Celik. Erjon Hoxhaj erzielte den Bessenicher Ausgleich durch einen direkten Freistoß (60.). Einen schönen Spielzug schloss Ilah Muhaj mit dem 2:1-Siegtreffer ab (76.). Emrah Fikaj hatte sich zuvor bis zur Grundlinie durchgetankt und Muhaj eingesetzt. Kurz vor Schluss sah Fabian Bentata noch die Ampelkarte.
„Altenberg hat es uns wirklich schwer gemacht. Das war ein klassischer Arbeitssieg. Nur die erste Halbzeit möchte ich schnell abhaken“, sagt Celik, der froh ist, mit seiner Mannschaft weiter im Mittelrheinpokal vertreten zu sein.

