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KarnevalEmotionen prägen die Proklamation des Rösrather Dreigestirns

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Print, Bauer und Jungfrau stehen nebeneinander auf der Bühne und reißen die Hände hoch.

Drei im Glück: Prinz Bryan (Sterzenbach), Bauer Karsten (Hegener) und Jungfrau Sarah (Sascha Lemmert), das Rösrather Dreigestirn 2026.

„Alaaf – mer dun et för Rösrath“, rufen Prinz Bryan (Sterzenbach), Bauer Karsten (Hegener) und Jungfrau Sarah (Sascha Lemmert) vom Club des Frohsinns Forsbach ihrem jecken Publikum zu.

Mit einer feierlichen Prunksitzung ist am Samstagabend das neue Dreigestirn der Stadt Rösrath offiziell proklamiert worden. Die Aula war bis auf den letzten Platz gefüllt, die Stimmung ausgelassen und emotional.

Bereits im November waren vom Club des Frohsinns der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Nun dürfen die drei jungen Karnevalisten ganz offiziell im Ornat die Bühnen der Session erobern – unter ihrem Motto: „Alaaf – mer dun et för Rösrath“.

Der Sessionsspruch in diesem Jahr stellt das Ehrenamt in den Mittelpunkt: „Ob Karneval, ob Ehrenamt, das alles geht nur Hand in Hand. Drum lasst uns stets zusammenstehn und unsren Weg gemeinsam gehn. Denn Frohsinn lautet die Devise, zu jeder Zeit, in jeder Krise.“ Mit ihrem ehrenamtlichen Engagement bei der Freiwilligen Feuerwehr und beim Deutschen Roten Kreuz wissen Prinz, Bauer und Jungfrau genau, wovon sie sprechen.

Bürgermeister Steinbach überreicht feierlich die Insignien

In einer Prunksitzung mit hochkarätigem Programm wurde das Dreigestirn feierlich in der Aula begrüßt. Begleitet von den Fidelen Bröhlern, den Falkenjägern genossen die drei sichtlich die Begeisterung des Publikums. Die Vorfreude auf die Session war Prinz, Bauer und Jungfrau beim Einmarsch deutlich anzusehen.

Mit breitem Grinsen und strahlenden Augen ließen sich die drei feiern. Die Proklamation wurde von Jörg Schallenberg, Vorsitzender des Karneval-Komitees Rösrath, sowie dem Ersten Bürger der Stadt, Yannick Steinbach, geleitet. Feierlich wurden die Insignien und die Proklamationsschrift überreicht.

Der Prinz breitet die Arme aus und hält Rosen in der Hand.

Strahlt vor Freude: Prinz Bryan I. vom Club des Frohsinns Forsbach.

Eine Neuerung gab es in diesem Jahr an der Spitze des Programms: Nach acht Jahren verabschiedete sich Achim Kaschny als Sitzungspräsident und verfolgte die Veranstaltung nun als Gast. Für sein langjähriges Engagement dankte ihm Schallenberg ebenso herzlich wie seiner Ehefrau.

Die Sitzungsleitung übernahm nun Boris Müller von den Roten Funken, der gerne und leidenschaftlich in einer Hommage an „Doof Noss“ Hans Hachenberg aus Bergisch Gladbach erinnerte, der souverän und mit viel Witz durch den Abend führte.

Auch das ehrenamtliche Engagement im Rösrather Karneval wurde gewürdigt. Mit der Ehrennadel des KKR ausgezeichnet wurde unter anderem Birger Happ, der seit Jahrzehnten den Forsbacher Karnevalszug organisiert. Eine besondere Ehrung war Schallenberg ein persönliches Anliegen: Dirk Schulte, Zweiter Vorsitzender des KKR und in dieser Session zudem Prinzenführer des Dreigestirns, erhielt ebenfalls die Ehrennadel.

Traditionell eröffnet die Rösrather Bürgergarde das Programm

Im Anschluss konnte das Publikum in der proppenvollen Aula bei den Krätzchen von Martin Schopps das Lachen kaum zurückhalten. Auch der zweite Redner des Abends war kein Unbekannter: Guido Cantz ließ sich den Auftritt an diesem schneereichen Samstag nicht nehmen.

Nicht fehlen durften in diesem Jahr die Kammerkätzchen, die seit vielen Jahren fester Bestandteil der Prunksitzung sind. Für großen Jubel sorgte der erste Auftritt des neuen Oberkammerdieners Tim Bosbach. Für den Rösrather war es ein Heimspiel, das vom Publikum lautstark gefeiert wurde.

Musikalisch war diese Sitzung kaum zu übertreffen. Lupo heizte dem Publikum in der ersten Hälfte kräftig ein. Spätestens bei Cat Ballou und den Klüngelköpp als Schlussakt hielt es niemanden mehr auf den Stühlen. Ob alte Klassiker oder neue Sessionshits – die Aula feierte ausgelassen. Bei „Eau de Cologne“ von Cat Ballou wollte das Publikum gar nicht mehr aufhören zu singen.

Für das Rösrather Dreigestirn selbst war der Abend überwältigend. „Diese Proklamation war einfach unglaublich“, sagte Bauer Karsten nach dem Ausmarsch. Im Foyer nahm sich das Dreigestirn anschließend Zeit für Familie, Freunde und Gäste, stand für Fotos bereit und nahm zahlreiche Glückwünsche entgegen.

Am Sonntag ging es direkt weiter mit der Hofburgeinweihung in Forsbach. In der kurzen Session blickt Jörg Schallenberg erwartungsvoll auf eine lebendige und fröhliche Karnevalszeit mit vielen bunten und unvergesslichen Momenten: „Lasst uns gemeinsam die Traditionen feiern und dazu beitragen, dass unser Rösrath in dieser besonderen Zeit erblüht.“