In Bedburg und im Kreis Wesel haben Polizeibeamte drei Wohnungen durchsucht. Ein 40-Jähriger wurde erkennungsdienstlich behandelt.
Neue SpurenMordfall von 2017 wird neu aufgerollt – Bergheimer erschossen

Nach der Tat veröffentlichte die Polizei dieses Luftbild vom Tatort in der Hoffnung, Zeugen könnten Hinweise liefern.
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In die Ermittlungen eines neun Jahre alten Mordfalls ist unerwartet Bewegung gekommen. Wie Staatsanwaltschaft Köln und die Kriminalpolizei im Rhein-Erft-Kreis am Freitag (28. August) mitteilten, wird der Mord aus dem Jahr 2017 an einem damals 46-jährigen Bergheimer neu aufgerollt.
Einsatzkräfte haben am frühen Donnerstagmorgen (27. August) drei Privatwohnungen in Bedburg sowie im Kreis Wesel durchsucht. In einer Wohnung in Kamp-Lintfort trafen die Ermittler auf einen 40-jährigen Mann, der anschließend erkennungsdienstlich behandelt wurde. Inwieweit er an der Tat beteiligt gewesen sein könnte, ist Gegenstand weiterer Ermittlungen.
Mehrere sichergestellte Mobiltelefone werden ausgewertet
Bei den Durchsuchungen stellten die Beamten mehrere Mobiltelefone sicher. Die kriminaltechnische Untersuchung und Auswertung der Geräte stehen noch aus. Auch sind die Hintergründe der Tat weiterhin unklar.
Am Morgen des 25. November 2017 hatte ein Spaziergänger den 46-jährigen Mann mit einer schweren Schussverletzung in seinem VW Golf auf dem Wanderparkplatz „Peringsmaar“ in Bedburg entdeckt. Rettungskräfte brachten den Schwerverletzten zunächst in eine Klinik. Im August 2018 verstarb er an den Folgen seiner Verletzung.
Ermittlungen hatten zu keinem konkreten Tatverdacht geführt
Im Zuge der damaligen Tatortaufnahme stellten Ermittler mehrere Einschusslöcher in umliegenden Verkehrsschildern sowie an dem Wagen des Opfers fest. Nach bisherigen Ermittlungen geht die Kriminalpolizei aber heute davon aus, dass die Tat bereits zwei Tage vor dem Auffinden des schwerverletzten Mannes begangen worden war.
Die Ermittlungen der damals eingerichteten Mordkommission hatten bislang zu keinem konkreten Tatverdacht geführt.
Zeugen, die Hinweise geben können, werden weiterhin gebeten, sich telefonisch unter 0221 229-0 oder per E-Mail an die Polizei zu wenden. (jtü)
