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Wrack geborgenFeuerwehrleute finden menschliche Knochen am Rhein bei Königswinter

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Ein verrostetes Autowrack am Rheinufer.

Dieses Wrack eines Fiat 126 ließ das Wasser- und Schifffahrtsamt Mitte August bergen.

Nach der Bergung eines Fiat 126, der wohl schon Jahre im Rhein lag, haben Feuerwehrleute am Ufer menschliche Knochen gefunden. Ein Fall für die Kripo.

Eine unerwartete Wendung hat die Bergung eines womöglich schon vor Jahren im Rhein bei Niederdollendorf versenkten Fiat 126 genommen: Mitglieder der Löscheinheit Niederdollendorf der Freiwilligen Feuerwehr Königswinter entdeckten nahe des Ortes der Bergung am Rheinufer zahlreiche Knochen.

„Die Knochen sind menschlichen Ursprungs“, bestätigte ein Polizeisprecher auf Anfrage dieser Zeitung. Die Bonner Kriminalpolizei hat Ermittlungen aufgenommen. Feuerwehrleute um den Einheitsführer Thilo Hoffmann hatten Anfang August bei Übungsfahrten mit ihrem neuen Rettungsboot schon das Autowrack entdeckt, das man zunächst für einen großen Stein gehalten hatte, wohl weil erst nur ein Teil der Motorhaube zu sehen gewesen war.

Bei anderen Lichtverhältnissen weitere Knochen am Rheinufer gefunden

Am 18. August ließ das Wasser- und Schifffahrtsamt das Wrack, das sich als Fiat 126 entpuppte, vom Ufer aus mit einem Bagger bergen. Dabei wurde das verrottete Fahrzeug offenbar auch einmal umgedreht. Mehrere Tage blieb der Fund vor Ort liegen. Etwa im Schwenkbereich des Baggers, so Thilo Hoffmann auf Anfrage, habe man später die Knochen entdeckt.

Sie hätten den ersten Fund zu dritt begutachtet und ihn zu 95 Prozent sicher als menschlich identifiziert. Hoffmann: „Wir verstehen alle was von Medizin.“ Einen Tag später habe man drei weitere Knochen gefunden und die Polizei gerufen. Ein Kripo-Beamter habe sich kümmern wollen, so Thilo Hoffmann.

Wieder einen Tag später – bei wieder anderen Lichtverhältnissen – habe man 17 weitere Stücke gefunden. Ein Sprecher der Bonner Polizei sprach am Donnerstag von Splittern, Fragmenten und zerfetzten Knochen, die bei Niederdollendorf entdeckt worden seien. Die Kripo beziehungsweise die Spurensicherer der KTU waren demnach auch selbst vor Ort und haben ebenfalls menschliche Knochen gefunden.

Alle seien der Rechtsmedizin in Köln zur weiteren Untersuchung übergeben worden. Man müsse abwarten, ob sich daraus noch DNA extrahieren lasse, so der Bonner Polizeisprecher. Die Polizei in Duisburg, die pressetechnisch auch für die Wasserschutzpolizei in Duisburg zuständig ist, hatte am 19. August von der Bergung berichtet.

„Hinweise auf Kapitaldelikte oder Vermisstenfälle lagen nicht vor“

Wie eine Sprecherin am Donnerstag auf Nachfrage erklärte, sei die Wasserschutzpolizei bei Bergungen wie der in Königswinter eingebunden, sichere die Einsatzstelle ab oder sperre auch mal den Fluss. Für die Funde sei dann aber die jeweilige Landespolizei zuständig. Im Falle Königswinter ist das die Polizei in Bonn.

Im Bericht vom 19. August hatte die Duisburger Behörde erklärt, dass bei dem Fiat 126 – er wurde vermutlich zwischen 1976 und 1984 produziert – „aufgrund der starken Korrosion und des schlechten Zustands“ des Fahrzeugs „keine Hinweise auf den letzten Besitzer erkennbar“ gewesen seien. Vermutlich habe der Kleinwagen schon seit Jahren im Wasser gelegen.

„Hinweise auf Kapitaldelikte oder Vermisstenfälle lagen nicht vor“, hieß es seinerzeit auch zu dem zweiten Fund, einem Toyota bei Köln, der am 12. August geborgen wurde. „Die Autoleichen dürfen nun fachgerecht entsorgt werden.“ Das ist im Falle des Fiat 126 zum Glück noch nicht passiert – die Kripo hat das Wrack sichergestellt, bestätigte der Polizeisprecher.