Die andauernden Bauarbeiten im Rahmen des Insek sorgen bei einigen für Frust. Die Stadt will mit die Stellen kulturell bespielen.
„Tom spielt Klimperpop“Kunst soll Bergheimer mit den Bauzäunen in der City versöhnen

Tom spielt Klimperpop trat für die Reihe „Kunst an der Baustelle“ in der Innenstadt auf.
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Straßenmusik mit einer Kulisse aus Strandliegen und Bauzäunen: Wo sonst eher der Krach von Baggern, Presslufthammern oder anderen Gerätschaften zu hören ist, sorgte am Mittwochabend (28. Mai) „Tom spielt Klimperpop“ mit Gitarre und Gesang für Wohlklänge. Er trat für die Reihe „Kunst an der Baustelle“ vor dem Citybüro in der Innenstadt auf.
So füllen sich phasenweise die Liegestühle mit Zuhörern, die Toms Sitimme lauschen: „Um den Kopf freizukriegen, komme ich hierher, runter ans Meer.“ Gerade die jüngeren Zuhörerinnen und Zuhörer wurden schnell auf den Musiker aufmerksam. Wo sie von ihren erwachsenen Begleitern zum Weitergehen animiert wurden, reckten sie die Köpfe nach hinten, um ja nicht zu viel zu verpassen.
Bergheim: Baustellen des Insek mit Kunst begleiten
Mit „Kunst an der Baustelle“ will die Kreisstadt einzelne Bereiche der Innenstadt kulturell bespielen und sie zu Orten der Begegnung machen. Denn die andauernden Bauarbeiten des „Integrierten Städtebaulichen Entwicklungskonzept“ (Insek), mit dem die Innenstadt als Standort für Handel, Aufenthalt und Begegnung gestärkt werden soll, sorgen mit Bauzäunen und Lärm auch für Frust.
Wenn Tom nun also an der Baustelle singt: „Es wird Zeit, wir setzen die Segel in ein neues Leben“, dürften das auch der eine oder andere Gastronom fühlen. Denn ihre Kundschaft muss phasenweise erst Slaloms durch Bauabsperrungen zurücklegen, um zu ihnen zu finden.
Zuspruch für „Kunst an der Baustelle“
„Die Maßnahmen in der Innenstadt sind mit Veränderungen verbunden, die im Alltag spürbar sind. Uns ist wichtig, diesen Prozess nicht ausschließlich baulich zu gestalten, sondern zu begleiten“, hatte Volker Mießeler in einer Pressemitteilung die Kunstreihe an der Baustelle erklärt. Ziel sei es, die Innenstadt auch während der Bauphase als Aufenthaltsort erlebbar zu halten.
Zuspruch findet die Aktion etwa bei Daniela Kellershohn und ihrer Enkelin Annalena. „Ich finde das wunderschön“, sagt Daniela Kellershohn. Sie habe gehört, dass die lange Bauphase für die Geschäfte herausfordernd ist. Aber sie finde den neuen Boden schön und rege sich nicht über die Baustellen auf.
Die nächsten Termine für „Kunst an der Baustelle“ sind für den 11. und 18. Juni geplant.
