Schon zu Beginn des Jahres wurde der Gemeinde bereits mitgeteilt, dass der Standort aufgegeben werde.
Abbruch steht noch nicht festDie Zukunft der Lutherkirche in Elsdorf ist ungewiss

Die Lutherkirche soll samt Gemeindezentrum aufgegeben werden. Ob sie abgebrochen wird, ist noch nicht entschieden.
Copyright: Dietmar Fratz
Die Lutherkirche und das benachbarte Gemeindezentrum stehen zur Disposition. Der Evangelische Kirchenverband Köln und Region hat beschlossen, gemeinsam mit Investoren für das Areal eine zukunftsfähige und wirtschaftlich tragfähige Nutzung zu entwickeln, wie der Verband auf Anfrage mitteilt. Ob die Gebäude abgebrochen werden, steht demnach noch nicht fest, aber offenbar im Raum.
Bedburger Friedenskirche und Bergheimer Gemeindehaus bleiben
Schon zu Beginn des Jahres wurde der Gemeinde bereits mitgeteilt, dass der Standort aufgegeben werde. Auch für Bergheim wird an Planungen gearbeitet, die Christuskirche samt Nebengebäuden abzubrechen und dort ein Wohnkarree zu errichten. Und auch die Quadrath-Ichendorfer Petri-Kirche soll im Zuge des Gesamtkonzepts für die Trinitatis-Gemeinde, zu dem die Sprengel Bergheim, Bedburg, Elsdorf und Quadrath-Ichendorf vor fünf Jahren zusammengelegt wurden, aufgegeben werden.
Übrig bleiben sollen künftig die Bedburger Friedenskirche und das Bergheimer Gemeindehaus „Arche“, auf die das Gemeindeleben der Trinitatis-Gemeinde konzentriert werden soll. Hintergrund dieser Entscheidungen sind laut Kirchenverband die „erheblichen Investitionen“, die an mehreren Standorten notwendig wären.
Elsdorf: 1,8 Millionen Euro für Sanierung
Für Elsdorf veranschlage eine Machbarkeitsstudie für die energetische Sanierung von Kirche und Gemeindezentrum geschätzte 1,8 Millionen Euro. Hinzu kämen schwere Wasserschäden im Kirchenkeller. Der Verzicht auf die bestehenden Gebäude bedeute eine „notwendige Neuordnung der Standorte angesichts begrenzter finanzieller Ressourcen, steigender Bau- und Energiekosten sowie hoher Investitionsbedarfe“.
Ob die Planungen eine „vollständige Niederlegung“ der bestehenden Gebäude umfassen werde, hänge von den Vorhaben künftiger Investoren ab „und steht zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend fest“, teilt Sammy Wintersohl vom Kirchenverband weiter mit. In die Überlegungen einbezogen werden demnach sowohl der Kirchraum der Lutherkirche als auch das Gemeindezentrum.
„Welche Gebäude gegebenenfalls erhalten, umgenutzt oder niedergelegt werden, ist Teil der laufenden Prüfungen und Verhandlungen.“ Der Kirchengemeinde sei dennoch „wichtig, kirchliches Leben auch künftig in Elsdorf zu ermöglichen“. Dies könne etwa durch die Nutzung oder Anmietung anderer Räume vor Ort geschehen.
Wann die Pläne umgesetzt werden, ist noch nicht bekannt. Von den Pfarrern Gerhard Müller und Martin Trautner waren unter schmallippigem Verweis auf den Verband keine Stellungnahmen zu erhalten. Kommentar
Im Jahr 1954 wurde die Lutherkirche geweiht
Die Lutherkirche wurde 1954 geweiht, als mit den Ostvertriebenen mehr Protestanten ins Rheinland kamen. Vor 13 Jahren wurde der Zweckbau saniert und bekam auch eine neue Orgel spendiert. Dafür wurde dem Gebäude an der Köln-Aachener Straße, das rund 200 Gläubigen Platz bietet, der Architekturpreis der Evangelischen Kirche im Rheinland verliehen. (ftz)
