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Klinik-Insolvenz in ErftstadtCDU-Politiker: „Für Erhalt muss alles Erdenkliche getan werden“

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Zu sehen ist der Eingang des Marien-Hospitals Erftstadt.

Vor rund zwei Wochen hatte die Klinikleitung einen Insolvenzantrag eingereicht.

Gregor Golland erschließe sich nicht, wieso ein modernisiertes Krankenhaus nur zwei Jahre nach der Wiedereröffnung Insolvenz anmelden müsse.

Nachdem die Klinikleitung des Marien-Hospitals Erftstadt-Frauenthal vor rund zwei Wochen einen Insolvenzantrag beim Amtsgericht Köln eingereicht hat, erkundigt sich der CDU-Landtagsabgeordnete Gregor Golland nach den Einflussmöglichkeiten des Landes NRW.

„Mir erschließt sich nicht, wieso ein modernisiertes Krankenhaus nur zwei Jahre nach der Wiedereröffnung Insolvenz anmelden muss“, äußerte sich der Landtagsabgeordnete am Montag.

Erftstadt: Golland erkundigt sich bei NRW-Gesundheitsminister Laumann

Wie Golland mitteilte, habe er sich beim NRW-Minister für Arbeit, Gesundheit und Soziales, Karl-Josef Laumann, nach dem aktuellen Sachstand des Insolvenzverfahrens erkundigt. So erfragte er nach eigenen Angaben etwa, wie das Land die Klinik wirtschaftlich unterstützen könne und welche Einflussmöglichkeiten die Landesregierung auf das Insolvenzverfahren und die derzeitige Führungsaufsicht der Klinik habe.

Weiter wolle er wissen, ob zusätzlich zur Wiederaufbauhilfe durch das Land eine Übergangshilfe für die Zeit des Wiederaufbaus gezahlt worden sei und ob der Insolvenzantrag rechtzeitig beim Amtsgericht eingereicht worden sei. Golland betonte: „Für den Erhalt des Marien-Hospitals muss alles Erdenkliche getan werden.“ Auch er werde sich dafür weiterhin politisch einsetzen.

Das Marien-Hospital war im November 2023 nach umfassendem Wiederaufbau infolge der schweren Flutkatastrophe wiedereröffnet worden. Die Kosten für den Wiederaufbau beliefen sich auf mehr als 80 Millionen Euro. Einen Tag vor Heiligabend hatten die rund 400 Beschäftigten erfahren, dass die Klinikleitung einen Insolvenzantrag eingereicht hat. (eva)