Köttinger GewerbegebietTiefbauer Canönde zieht in den Lechenicher Wirtschaftspark
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Erftstadt – Das Tiefbau-Unternehmen Canönde wird nächstes Jahr umziehen. Das etwa 5000 Quadratmeter große Betriebsgelände „Am Giezenbach“ im Köttinger Gewerbegebiet wird aufgegeben. Neuer Standort wird ein knapp 9200 Quadratmeter großes Areal am Carl-Benz-Ring im Wirtschaftspark. Das Gelände am Lechenicher Ortsrand befindet sich neben dem Betriebsgelände des Logistikers Adloq.
Der Ausschuss für Stadtentwicklung hat dem Verkauf des städtischen Grundstücks an Canönde zugestimmt und hervorgehoben, dass dadurch auch langfristig die Zukunft des expandierenden Unternehmens mit seinen Arbeitsplätzen gesichert sei. Der Kaufpreis für das Grundstück beläuft sich auf rund 640 000 Euro.
Wie Firmenchef Murat Canönde (46) berichtet, hatte es am Standort in Köttingen keine Erweiterungsmöglichkeiten mehr gegeben. Er müsse aber wegen der guten Auftragslage mehr Maschinen anschaffen. Canönde ist Vertragspartner sowohl der Stadtwerke als auch des Energieversorgers RWE. Seit Jahren werden im Stadtgebiet alle Neubaugebiete von Canönde erschlossen und die Versorgungsleitungen verlegt.
Die Tiefbaufirma hat etwa 70 Mitarbeiter. Einschließlich der Subunternehmer beträgt die Zahl der Beschäftigten je nach Auftragslage 120 bis 150 Mitarbeiter. Das Unternehmen beschäftigt neben Baufachkräften auch Ingenieure und Mitarbeiter im kaufmännischen Bereich. „Wir würden auch gerne im Tiefbau- und Straßenbaubereich ausbilden, doch leider meldet sich keiner“, bedauert der Firmenchef.
Ein großes Problem sei auch, dass viele Bewerber einen neuen Führerschein besäßen. Der berechtige aber nicht mehr, wie in früheren Jahren, ein Fahrzeug bis 7,5 Tonnen zu lenken. Den dafür erforderlichen Führerschein nun zu machen, koste mehrere Tausend Euro verbunden. Das schrecke viele ab.
Ständig in Bereitschaft
Dennoch setzt Canönde auf Expansion, vor allem aber auf eine Verbesserung der Betriebsabläufe. Geräte sollen sofort zur Verfügung stehen, zumal das Unternehmen als Auftragspartner in ständiger Bereitschaft sein muss. Etwa dann, wenn Versorgungsleitungen repariert werden müssen.
Der Neubau im Wirtschaftspark umfasst zwei Hallen mit einer Fläche von insgesamt 1540 Quadratmetern. Hinzu kommen soll laut Canönde ein architektonisch ansprechendes Bürogebäude mit einer Größe von rund 740 Quadratmetern. Überdies ist auf dem Areal eine Tankstelle nebst Waschplatz für den eigenen Fuhrpark vorgesehen.
Teil der Hallen an Rohrleitungsbauer
Weiterhin geplant ist eine Tüv-Anlage für Lastwagen, die auch für Fremdfahrzeuge zugänglich sein soll. Ein Teil der Hallen wird an einen Rohrleitungsbauer vermietet, der auch bereits auf dem Betriebsgelände von Canönde in Köttingen ansässig ist. „Und ich plane, noch ein weiteres Unternehmen aus der Automobilbranche am neuen Firmensitz unterzubringen“, kündigt der Unternehmer an.
Die künftige Nutzung des Betriebsgeländes am Giezenbach ist laut Canönde noch offen. „Ich bin mit der Stadt im Gespräch über eine sinnvolle Verwendung. Wir werden gemeinsam eine vernünftige Lösung finden. Ob im gewerblichen Bereich oder aber für andere Zwecke.“