Rund sechs Wochen nach dem Raubüberfall nimmt die Polizei einen Verdächtigen fest.
Maskenmann war KollegeMitarbeiter soll Porta-Möbelhaus in Frechen überfallen haben

Die Polizei hat einen 61 Jahre alten Tatverdächtigen festgenommen.
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Der Raubüberfall auf das Porta-Möbelhaus in Frechen hat Anfang April hohe Wellen geschlagen. Jetzt kann die Polizei im Rhein-Erft-Kreis einen Fahndungserfolg vermelden: Ein Verdächtiger sei ermittelt worden. Dabei handelt es sich um einen 61-jährigen Mann, der am Montagmorgen festgenommen werden konnte.
Der Verdächtige war zum Tatzeitpunkt Mitarbeiter des Möbelhauses in Frechen und soll Geldsorgen gehabt haben. Er schmiedete laut Polizei den Plan, seinen eigenen Arbeitgeber zu überfallen und seine Kolleginnen und Kollegen in Angst und Schrecken zu versetzen.
Frechen: Täter versteckte sein Gesicht hinter Sturmhaube und Skibrille
Um seine Identität zu verschleiern, hatte der Täter versucht, sich so zu verkleiden, dass ihn seine Kolleginnen und Kollegen nicht erkennen, so die Polizei. Er trug Handschuhe und versteckte sein Gesicht unter einer schwarzen Sturmhaube sowie hinter einer dunklen Skibrille, als er am 2. April gegen 17 Uhr durch den Verwaltungstrakt an der Europaallee ging. In der Hand hielt er eine Waffe, mit der er die Kollegen bedrohte. Währenddessen lief der Verkauf im Hauptgebäude weiter. Niemand ahnte zunächst etwas von dem Überfall.
Der 61-Jährige soll die Kollegen in den Verwaltungsbüros gezwungen haben, den Tresor zu öffnen. Mit mehreren 10 000 Euro flüchtete er schließlich. Doch so ganz konnte er seine Identität nicht verbergen. Er wurde erkannt, und dadurch wusste die Polizei, nach wem sie suchen musste. Die Beamten suchten zunächst weitere Zeugen und nannten trotz der Maskierung bei der Tat Einzelheiten zu seinem Aussehen. Die Beamten wussten, dass der Gesuchte einen dunklen Bart trägt, gaben die Haarfarbe bekannt und veröffentlichten sogar, dass die Haarspitzen gefärbt waren.
Am Montagmorgen wurde der Tatverdächtige dann von den Beamten zu Hause überrascht. Sie präsentierten ihm den Haftbefehl und nahmen ihn fest. Die Kündigung soll ihm schon vorher zugestellt worden sein, hieß es. (be)
