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Tour durch FischenichRätselwanderung führt von der Burgruine über Pilgerpfade in Hürth

6 min
Zwei Menschen gehen eine Allee entlang.

Rätseltour führt über die Allee an der Weilerstraße.

Auf dem etwa fünf Kilometer langen Weg sind Buchstaben versteckt. Wer das Lösungswort findet, kann Karten für ein Open-Air-Konzert gewinnen.

Das erste Wochenende der Osterferien ist eine gute Gelegenheit, die Wanderschuhe zu schnüren. Die Rätselwanderung führt durch den südlichen Hürther Ortsteil Fischenich. Zwischen einer mittelalterlichen Ruine, einem barocken Kirchturm und idyllischen Weihern verstecken sich die zehn Buchstaben, aus denen sich das Lösungswort zusammensetzt.

Vom Villehang aus bieten sich tolle Ausblicke auf die Kölner Bucht. Start und Ziel der Rätselwanderung ist der Stadtbahnhaltepunkt Fischenich an der Bonnstraße. Dort hält die Stadtbahnlinie 18, die von Köln über Brühl nach Bonn und umgekehrt führt. Für Autos steht ein Pendlerparkplatz zur Verfügung.

Hürth: Start der Tour ist am Zugang zum Pendlerparkplatz

Los geht's am Zugang zum Pendlerparkplatz. Wir überqueren die Bonnstraße und folgen auf der anderen Seite geradeaus der Raiffeisenstraße. Direkt an der Ecke befindet sich eine traditionsreiche Gaststätte. Von deren Namen notieren wir den zweiten Buchstaben. Weiter geht's vorbei an einer Bushaltestelle.

Der zweite Buchstabe des Straßennamens, nach dem die Haltestelle benannt ist, gehört zum Lösungswort. Kurz vor dem Ende der Straße biegen wir nach rechts auf den Weg, der über den Rosellenplatz führt. Wir folgen dem Weg vorbei an den urigen Platanen. (Bild 1)

Das Bild zeigt die Platanen auf dem Rosellenplatz.

Bild 1 der Rätselwanderung durch Fischenich.

Am Ende des kleinen Parks, der nach dem Fischenicher Pfarrer und Kirchenhistoriker Robert Wilhelm Rosellen (1829 bis 1909) benannt ist, halten wir uns links, biegen dann rechts auf die Gennerstraße und sofort wieder rechts auf die Augustinerstraße ab. Nach einer Linkskurve erreichen wir ein historisches Highlight: die Ruine der alten Wasserburg Fischenich, die als älteste erhaltene Burganlage am Vorgebirge zwischen Köln und Bonn gilt. (Bild 2)

Das Bild zeigt die Burgruine der alten Wasserburg an der Augustinerstraße.

Bild 2 der Rätselwanderung durch Fischenich.

Der zum Teil aus Gussbetonblöcken der antiken römischen Wasserleitung errichtete ovale Rundbau mit ehemals vier Türmen aus dem 12./13. Jahrhundert thronte einst majestätisch am Hang, wurde aber bereits im 16. Jahrhundert zerstört. Eine Stele informiert über die bewegte Geschichte der Burg.

Ganz oben auf der Tafel steht der Name eines Wanderwegs, wir notieren davon den vierten Buchstaben. Hinter der Burgruine biegen wir nach links auf die Jakobstraße, am Ende dann rechts auf die Gennerstraße und schließlich auf der anderen Straßenseite direkt wieder scharf links auf die Straße „An St. Martin“ ab. Auf der Anhöhe befindet sich die im Jahr 1890 errichtete Martinuskirche. (Bild 3)

Das Bild zeigt die Pfarrkirche St. Martinus.

Bild 3 der Rätselwanderung durch Fischenich.

Besonders markant ist der gedrungene Westturm, der noch vom früheren Barockbau aus dem Jahr 1728 stammt. An einem gemauerten Zaunpfeiler vor der Kirche weist ein gelbes Schild auf eine Blumenroute am Jakobspilgerweg hin. Der erste Buchstabe in der zweiten Zeile des Schildes wird gesucht.

Auf die Kirche folgen Pfarrhaus und Kindergarten, dahinter liegt der alte Fischenicher Friedhof. Auf der Wiese hinter einer Rundmauer erinnert eine Steinplatte an die Friedhofsgeschichte. Wir notieren den ersten Buchstaben oben links. Bevor wir weitergehen, werfen wir einen Blick auf das Gräberfeld. (Bild 4)

Das Bild zeigt den Alten Friedhof.

Bild 4 der Rätselwanderung durch Fischenich.

Eine Stele dient dem Gedenken an die Ordensschwestern des Fischenicher Cellitinnen-Klosters St. Josefhaus (1906 bis 1978). Der erste Buchstabe auf der an der Stele angebrachten Tafel gehört zum Lösungswort. Wir verlassen nun den alten Friedhof, folgen der Straße weiter und biegen am Ende rechts auf die Schmittenstraße ab.

Nach einer lang gezogenen Linkskurve geht es rechts weiter die Backesstraße bergauf. An der Kreuzung mit dem großen, runden Bodenpflaster halten wir uns links über die Platzstraße bis zur früheren Gaststätte Haus Hülsenbusch, dann biegen wir links auf die Gennerstraße ab. Der Blick fällt dort auf die Filiale einer Genossenschaftsbank.

Auf einem Schild steht unterhalb eines Logos der Bank der abgekürzte Name. Wir schreiben davon den ersten Buchstaben auf. Von der Gennerstraße biegen wir wieder nach links ab auf die Straße „Am Druvendriesch“. Dort passieren wir die Martinusschule, deren architektonisch markanter Anbau durch eine schräge Fassade ins Auge fällt. (Bild 5)

Das Bild zeigt die Martinusschule „Am Druvendriesch“.

Bild 5 der Rätselwanderung durch Fischenich.

Auf Höhe des Eingangs biegen wir erst rechts auf die Heinrich-Fuß-Straße, dann sofort links auf das Gartengäßchen ab. Nach gut 30 Metern folgen wir dem Gartengäßchen nach rechts. Wir gehen den Pfad weiter bis zur Schmittenstraße, überqueren diese, gehen dann ein paar Schritte nach rechts und biegen links auf die Straße „Zu den Weihern“ ein. Ihr folgen wir geradeaus und dann über den Feldweg, der auf die Fischenicher Teiche zu führt. (Bild 6)

Das Bild zeigt die Fischteiche.

Bild 6 der Rätselwanderung durch Fischenich.

Wir folgen dem Weg „Am Bruch“ nach links bis zum Ende. Dort steht eine Informationstafel, die allerhand Wissenswertes liefert. Zwei Gewässer werden oben auf der Tafel benannt, wir notieren den vierten Buchstaben des ersten Namens. Anschließend biegen wir nach rechts auf die Vochemer Straße ab und folgen ihr bergauf bis zum alten Landgut, auf dem die Bischoffs-Brauerei mit einer Eventlocation beheimatet ist. (Bild 7)

Das Bild zeigt die Bischoffbrauerei Weilerhof.

Bild 7 der Rätselwanderung durch Fischenich.

Dazu gehört auch ein altes Herrenhaus. An der Zufahrt befindet sich eine Tafel mit dem Namen des Anwesens. Gesucht ist der dritte Buchstabe aus der unteren Zeile. Jetzt wandern wir die Allee an der Weilerstraße hinunter (Bild 8), überqueren die Bahngleise, biegen dahinter links auf die Bonnstraße ab und gehen weiter bis zum „Aldi-Kreisel“.

Das Bild zeigt die Allee Vochemer Straße.

Bild 8 der Rätselwanderung durch Fischenich.

Hinter dem Kreisverkehr listet ein Schild die Namen der Hürther Partnerstädte auf. Vom Namen der drittletzten Stadt schreiben wir den ersten Buchstaben auf. Nun folgen wir der Bonnstraße einen guten Kilometer weiter bis zum Ausgangspunkt an der Stadtbahnhaltestelle. In die richtige Reihenfolge gebracht, ergeben die Buchstaben das Lösungswort.


Die Route

Etwa fünf Kilometer lang ist diese Rätselwanderung und in ungefähr eineinhalb bis zwei Stunden zu bewältigen. An einigen Stellen sind Steigungen zu überwinden, die Tour führt außerdem auch über unbefestigte Feldwege. Einkehrmöglichkeiten gibt es im Breitenbacher Hof an der Ecke Bonnstraße/Raiffeisenstraße und im Café der Bäckerei Klein am Kreisel Bonnstraße, das auch sonntags von 7 bis 17 Uhr geöffnet ist.


Wandern und gewinnen

Wer die Buchstaben gesammelt hat, sie zum richtigen Lösungswort zusammensetzt und am Gewinnspiel teilnimmt, dem winkt mit etwas Glück ein besonderes musikalisches Erlebnis.

Wir verlosen dreimal zwei Karten für ein Open-Air-Konzert mit dem Jazz- und Pop-Pianisten Andy Houscheid, dem weltbekannten Perkussionisten Rhani Krija, der schon Sting, Sarah Connor und Max Mutzke auf den großen Bühnen begleitet hat, und einem Überraschungsgast am Bass.

Das Konzert findet am Freitag, 21. August, um 20 Uhr auf dem Jazzyard am Jazzkeller in Hürth-Gleuel, Hermülheimer Straße 12-14, statt. Die Karten für die Verlosung stellt der Jazzclub Hürth zur Verfügung.

Mitmachen ist einfach: Senden Sie das Lösungswort bis einschließlich Mittwoch, 8. April 2026, per E-Mail an die Redaktion. Die Gewinnerinnen und Gewinner werden unter allen richtigen Einsendungen ausgelost. (aen)