Abo

Ausbau und ElektrifizierungErftbahn: Pläne für Kerpen liegen aus

Die Bahn legt die Pläne für den Abschnitt Kerpen–Quadrath-Ichendorf bis 26. November aus; Einwendungen sind bis 8. Dezember möglich.

Von

Die RB38 soll zur S-Bahn werden.

Die Deutsche Bahn spricht von einem wichtigen Zwischenschritt für den Ausbau und die Elektrifizierung der Erftbahn: Die Planungsunterlagen für den Abschnitt zwischen Kerpen und Bergheim-Quadrath-Ichendorf sind offengelegt worden. Man kann sie bis einschließlich 26. November einsehen. Bürgerinnen und Bürger können sich nun eingehend über die geplanten Maßnahmen informieren. Außerdem haben sie die Gelegenheit, zu prüfen, ob eigene Rechte oder Belange berührt werden – etwa durch die Nutzung von Grundstücken, durch Schall und Erschütterungen oder durch während der Bauzeit benötigte Flächen.

Erftbahn wird zur S-Bahn-Strecke

Die Erftbahn soll zukünftig zu einer elektrifizierten S-Bahn-Strecke ausgebaut und in das Kölner S-Bahn-Netz eingebunden werden. Der Abschnitt zwischen Kerpen und Bergheim-Quadrath-Ichendorf ist Teil dieses Gesamtvorhabens. Er gehört zum Planfeststellungsabschnitt 2 (PFA 2).

Das sieht der Abschnitt im Detail vor

Darin sind unter anderem die Stromversorgung und der Bau der für die Elektrifizierung erforderlichen Oberleitungsanlagen vorgesehen. Hinzu kommen Anpassungen an Gleisen und Bauwerken, der Umbau des Bahnübergangs Sandstraße in Quadrath-Ichendorf, ein Unterwerk für die Bahnstromversorgung sowie Schallschutzmaßnahmen. Für die Umsetzung sind außerdem Baustelleneinrichtungsflächen und weitere vorübergehend benötigte Flächen eingeplant.

Im 20-Minuten-Takt

Ziel des Gesamtprojekts ist es, eine schnellere und komfortablere Bahnverbindung zwischen Köln und Bedburg zu schaffen. Die Strecke der Erftbahn (RB38) von Horrem bis Bedburg wird für einen S-Bahn-Verkehr mit 20-Minuten-Takt ausgebaut. Dafür muss sie vollständig elektrifiziert und vor den Stationen in Bedburg und Bergheim auf zwei Gleise erweitert werden. Die RB 38 wird dann zur S12.

Wie die Deutsche Bahn schon vor einiger Zeit erläuterte, stellt der „unruhige Boden“ beim Ausbau der Erftbahn eine besondere Herausforderung dar. Im Kohleabbaugebiet seien tief liegende Erdschichten in Bewegung. Dies gelte es zu berücksichtigen. Anspruchsvoll sei unter anderem das Vorhaben, in Horrem ein großes „Überwerfungsbauwerk“ zu bauen – eine Konstruktion, die den S-Bahn-Verkehr auf einer Brücke über die Schienen des Fernverkehrs Richtung Bergheim und Bedburg leitet.

Unterlagen online einsehbar

Die vollständigen Unterlagen für den Abschnitt, der nun in die Offenlage geht, werden auf dem Antrags- und Beteiligungsportal des Bundes für Verkehr und Offshore-Vorhaben veröffentlicht. Dazu gehören unter anderem Lage- und Grunderwerbspläne sowie Untersuchungen zu Schall, Erschütterungen, Umwelt und Artenschutz.

Einwendungen bis zum 8. Dezember möglich

Wer durch das Vorhaben in eigenen Rechten oder Belangen berührt ist, kann bis einschließlich 8. Dezember Einwendungen erheben. Die Einwendungsfrist endet damit nach dem Zeitraum der Offenlage, so die Deutsche Bahn. Einwendungen können digital über das Portal oder per E-Mail eingereicht werden.

https://beteiligung.bund.de/DE/

VorhabenFindenUndBeteiligen/

VorhabenSuche/form.html

Kanzlei-Sb1-esnkln@eba.bund.de