Abo

Brandstiftung vermutetFahrzeug der Braunkohlegegner ausgebrannt

Lesezeit 2 Minuten
Mit Löschschaum bekämpfte die Feuerwehr die Flammen. Das Fahrzeug der Braunkohlegegner brannte vollständig aus.

Mit Löschschaum bekämpfte die Feuerwehr die Flammen. Das Fahrzeug der Braunkohlegegner brannte vollständig aus.

Kerpen – Ein geparkter Lkw ist in der Nacht zu Sonntag an der Merzenicher Straße in Buir ausgebrannt. Bei dem Fahrzeug handelt es sich um einen ausrangierten, umgebauten Feuerwehrwagen, der von Braunkohlegegnern bei Demonstrationen und Mahnwachen für den Erhalt des Hambacher Forsts eingesetzt wurde.

Der Lkw stand nach Angaben der Feuerwehr im Vollbrand, als die Einsatzkräfte gegen 1 Uhr eintrafen. Ein Trupp unter Atemschutz bekämpfte den Brand, mit Löschschaum wurde das Ausbreiten der Flammen verhindert. 14 Einsatzkräfte des Löschzugs Buir und der hauptamtlichen Wache aus Kerpen waren im Einsatz. Die Kriminalpolizei beschlagnahmte das Fahrzeugwrack und ermittelt nun zur Brandursache.

Andreas Büttgen von der Initiative „Buirer für Buir“ vermutet Brandstiftung. Dafür spreche, dass das Feuer nicht im Motorraum, sondern im hinteren Teil des „Bündnismobils“ ausgebrochen sei, heißt es in einer Mitteilung. Die Polizei bestätigte dies zunächst nicht.

Alles zum Thema Olaf Scholz

Das könnte Sie auch interessieren:

Erneut sind am Wochenende am Hambacher Forst Polizeibeamte angegriffen worden. Auf der alten Trasse der Autobahn 4 warfen nach Polizeiangaben Unbekannte am Samstag Steine in Richtung von Polizisten und schossen mit Zwillen. Verletzt worden sei niemand, ein Polizeifahrzeug sei beschädigt worden. Die Angreifer flüchteten in den Wald. Bei Kontrollen in der Gegend des Hambacher Forsts, der von der Polizei als „gefährlicher Ort“ eingestuft wurde, stoppten Beamte am Samstag ein mit Paletten beladenes Fahrzeug. Die Paletten, die als Baumaterial für Barrikaden nutzbar seien, wurden sichergestellt, die Fahrerin wurde zur Feststellung der Personalien auf die Wache gebracht und anschließend wieder entlassen.

Unterdessen stattete Bundesfinanzminister Olaf Scholz am Freitag dem Rheinischen Revier einen Besuch ab. Der SPD-Mann ließ sich vom Leiter des Tagebaus Hambach durch das Abbaugebiet und die Rekultivierungsflächen an der Sophienhöhe führen.

KStA abonnieren