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PersonalmangelErftlagune in Kerpen-Sindorf bleibt über die Ferien geschlossen

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Das Foto zeigt ein Schwimmbad, davor ein Fahrrad.

Die Erftlagune in Kerpen-Sindorf.

Der Runde Tisch Bäder arbeitet derzeit an einer Lösung dazu, wie der öffentliche Bäderbetrieb nach den Ferien weitergehen soll.

Schlechte Nachrichten für Kerpen: Die Erftlagune in Sindorf öffnet voraussichtlich erst nach den Sommerferien. Trotz langanhaltender politischer Diskussionen, in denen man wohl noch am ehesten von Einigkeit sprechen konnte, wenn es um die schnellstmögliche Öffnung des Bads in den Sommerferien ging, gehen die Bürgerinnen und Bürger nun leer aus. Dabei hatten sich viele Kerpener beschwert, die Erftlagune solle endlich wieder öffnen. Nun wird sie voraussichtlich erst nach dem Ende der Sommerferien den Betrieb aufnehmen – und dann direkt als Schul- und Vereinsschwimmbad. Das ergibt sich aus einem Schreiben der Stadtverwaltung, die den Fraktionsvorsitzenden präsentiert wurde und der Redaktion vorliegt.

Ob nach den Ferien überhaupt wieder ein Besuch für den Durchschnittsbürger möglich ist, ist noch nicht abschließend geklärt. Zwar sah der Beschluss, der schließlich durch den Rat ging, eine Öffnung etwa an Wochenenden als möglich an. Eine Öffnung für die Bevölkerung nach den Ferien, so heißt es in dem Schreiben, ist das erklärte Ziel. Der Runde Tisch Bäder arbeite derzeit mit Hochdruck an einer Lösung dazu, wie der öffentliche Bäderbetrieb nach den Ferien weitergehen soll.

Kerpen: Personal konnte laut Verwaltung nicht früher angeworben werden

Der Grund für die lange Schließung ist der Stadtverwaltung zufolge das fehlende Personal sowie anhaltende Reparaturen. Hierzu hatte sich die Verwaltung bereits kürzlich geäußert. Zu diesem Zeitpunkt hatte es noch geheißen, der Abschluss der Arbeiten sei bis zum 27. Juli geplant. Und weiter: „Damit die Erftlagune im Anschluss an die Arbeiten öffnen kann, ist die Verfügbarkeit der benötigten Fachkräfte für Bäder erforderlich. Die Suche nach diesen Kräften auf dem Arbeitsmarkt, sowie auch aushilfsweise in den Nachbarkommunen findet zurzeit mit Hochdruck statt.“ Eine frühere Ausschreibung und Suche des benötigten Personals sei aufgrund des fehlenden Haushaltes und Ratsbeschlusses nicht möglich gewesen.

Nun war zu lesen, dass das entsprechende Fachpersonal jedoch weder auf dem Arbeitsmarkt noch über Personaldienstleister akquirierbar sei. Würde man Personal aus dem Freibad Türnich in der Erftlagune einsetzen, so sei zudem der Freibadbetrieb nicht mehr gesichert. 

Nachdem sich in den vergangenen Tagen abgezeichnet habe, dass die Suche nach Fachpersonal erfolglos bleiben könnte, habe Bürgermeister Thomas Jurczyk kurzfristig eine Konferenz der Fraktionsvorsitzenden einberufen, an der auch die Gruppen des Stadtrates beteiligt waren. Klar sei dabei gewesen, dass wegen des Personalmangels in den Sommerferien nur eines der beiden Bäder öffnen könne.

In der Sitzung habe der Bürgermeister verschiedene Möglichkeiten für den weiteren Badebetrieb vorgestellt. Nach Abwägung aller Vor- und Nachteile der vorgestellten Szenarien hätten sich alle Fraktionen und Gruppen einstimmig für die Variante entschieden, das Freibad Türnich weiter für die Sommersaison geöffnet zu lassen. Dies bestätigen mehrere Kerpener Politiker unabhängig voneinander gegenüber dieser Redaktion.