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Familien-Sport-BundLäufer begrüßten den Frühling am Zieselsmaar in Kerpen

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Zu sehen sind mehrere Läufer auf Rasen an einem See.

Zum 30. Lauf am Zieselsmaar hatte der Familien-Sport-Bund Erftstadt-Ville e.V. eingeladen, etwa 65 Läufer kamen zur Laufveranstaltung auf der Naturstrecke.

Am Zieselsmaar bei Kerpen-Brüggen waren 65 Teilnehmer auf verschiedenen Strecken mit von der Partie.

Zum „zieselsmaarischen Frühlingsanfang“ begrüßten der Vorsitzende des Familien-Sport-Bundes Erftstadt-Ville, Thomas Kümpel, Laufwart Wolfgang Krämer und die Sportwartin Christine Borschke rund 65 Teilnehmer beim 30. Lauf rund um das Zieselsmaar. Strecken von 250 Metern für Kinder, zehn Kilometer für Läufer und fünf Kilometer für Geher und Läufer waren vorbereitet, ebenso wie die 1200 Meter lange Zieselsmaarrunde.

Zufrieden zeigte sich Wolfgang Krämer mit der Beteiligung: „Wir sind kein Köln-Marathon und wollen es auch nicht sein.“ Für manche gehört der Lauf der Familiensportgemeinschaft zum jährlich wiederkehrenden Sportereignis, etwa für Mario Harrer aus Alfter, der seit 20 Jahren mitläuft. Andere kannten die Strecke noch nicht, wie der Frechener Thomas Junk: „Bei gutem Wetter läuft es sich schön“, freute sich Junk.

Kerpen: Die Hauptläufe führten fast ausschließlich über Waldboden

Rund 400 Mitglieder Für die Hauptläufe führte der Weg bis auf 50 unvermeidliche Meter auf Asphalt über Waldboden, eine „Naturstrecke“, sagt Krämer. Das größte Starterfeld mit über 45 Teilnehmern setzte sich aus Gehern und Läufern über fünf Kilometer zusammen. Der Dank der Veranstalter galt dem Bereitschaftsteam des DRK Kerpen, das Hilfe für Notfälle anbot.

Der Lauf unterstreiche den sportlichen Einsatz der Familiensportgemeinschaft, sagte Thomas Kümpel, deren Freikörperkultur-Tätigkeit immer noch von vielen mit „Schmuddeligkeiten“ assoziiert werde. Davon könne keine Rede sein, vielmehr drehe sich im ausgesprochen konservativen Verein alles um Bewegung, Sport, Natur, Licht, Luft, Sonne und Wasser, so Kümpel. Der Ursprung des FKK gehe auf das Ende des 19. Jahrhunderts zurück und habe sich als Gegenbewegung zur Ausbeutung von Arbeitern in dunklen Fabrikhallen und dem Lebensstil des preußischen Bürgertums verstanden, das starken Regularien unterworfen gewesen sei.

Rund 400 Mitglieder pflegen und unterhalten das Badegelände am Zieselsmaar ehrenamtlich, bei kostenlosem Eintritt seien alle Mitglieder zu wenigstens acht ehrenamtlichen Arbeitsstunden verpflichtet, beispielsweise zur Pflege des Geländes und Klubheims. Allein die Rasenfläche messe 30.000 Quadratmeter, sagte Geländewart Philip Mecke.