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FörderbescheidMinisterin bringt 28 Millionen Euro für InnoQuartier in Kerpen

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Zu sehen sind Kreisbaudirektor Dr. Andreas Koch, Ministerin Ina Scharrenbach und Landrat Frank Rock (v.l.) bei der gemeinsamen Begehung der ehemaligen Klosterkapelle Mater Salvatoris, die künftig als Veranstaltungsraum genutzt werden soll.

Kreisbaudirektor Dr. Andreas Koch, Ministerin Ina Scharrenbach und Landrat Frank Rock (v.l.) bei der gemeinsamen Begehung der ehemaligen Klosterkapelle Mater Salvatoris, die künftig als Veranstaltungsraum genutzt werden soll.

Das einstige Kloster Mater Salvatoris in Horrem soll saniert und zu einem Beratungsstandort umgebaut werden.

Der Kreis hat für das Projekt „InnoQuartier Rhein-Erft“ (IQREK) vom Land eine gewaltige Förderung erhalten: Ina Scharrenbach, NRW-Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Digitalisierung hat Landrat Frank Rock den Förderbescheid über 28 Millionen Euro übergeben. Damit ist der größte Teil der Gesamtkosten, die nach Angaben des Rhein-Erft-Kreises bei 34 Millionen Euro liegen sollen, gedeckt.

Die Übergabe des Bescheids fand im ehemaligen Kloster Mater Salvatoris in Kerpen-Horrem statt, dem künftigen Standort des IQREK. Das Projekt hatte zunächst den Titel „Haus der Bildung“ getragen. Die Förderung stammt aus dem Investitionsgesetz Kohleregionen (InvKG) und wird von Bund und Land bereitgestellt. Mit den Fördermitteln wird das alte, leerstehende Klostergebäude saniert und umgebaut.

Rhein-Erft-Kreis: Beratungsstandort im Herzen des Rheinischen Reviers

Das IQREK soll ein „inklusiver Entwicklungs- und Beratungsstandort im Herzen des Rheinischen Reviers“ werden, teilt der Kreis mit. So könnten hier beispielsweise das Hochbegabten-Zentrum Rheinland, das Heinrich-Meng-Institut (Sozialpädiatrisches Zentrum), die Agentur für Arbeit und das Kommunale Integrationszentrum des Kreises untergebracht werden. 

„Die Neugestaltung des Klostergebäudes Mater Salvatoris hin zum modernen ‚InnoQuartier Rhein-Erft-Kreis‘ in Kerpen-Horrem steht für vieles, was wir im Rheinischen Revier erreichen wollen. Identität bewahren und Zukunft bauen“, sagte Ministerin Scharrenbach bei der Übergabe des Förderbescheids. Das Klostergebäude sei„ ein Haus mit Geschichte, das Geschichte trägt und in dem nun Zukunft verabredet wird“.

Für Landrat Frank Rock ist Bildung essenzieller Bestandteil des Strukturwandels. „Bildung ist der Schlüssel zu Teilhabe, Selbstbestimmung und echten Zukunftschancen – gerade hier im Rheinischen Revier, wo der Strukturwandel unsere Region tiefgreifend verändert“, sagt Rock. „Mit dem InnoQuartier schaffen wir ein zukunftsgerichtetes Angebot das Perspektiven eröffnet und Potenziale hebt. Wer den Wandel in unserer Heimat gestalten will, muss ihn verstehen – und das beginnt mit Bildung.“

Das IQREK soll  ein zentraler und gut erreichbarer Anlaufpunkt im Rhein-Erft-Kreis für Fragen rund um persönliche Weiterentwicklung, Integration und berufliche Orientierung sein. „Ziel ist es, die individuelle Selbstbestimmung zu fördern und durch Milderung des Fachkräftemangels zur langfristigen wirtschaftlichen und sozialen Stabilität der Region beizutragen“, teilt der Kreis mit.

Klostergebäude wird grundlegend saniert und umgebaut

Beispielsweise würden Eltern hier „zuverlässige Ansprechpartner zu Themen wie Entwicklungsverzögerungen oder besonderen Begabungen“ ihrer Kinder finden. „Die Kombination aus geschützten Beratungsräumen, Flächen für Veranstaltungen und offenen Bereichen für gemeinsames Arbeiten schafft ein Umfeld, das positives Lernen und produktives Arbeiten gleichermaßen unterstützt“, teilt der Kreis mit.

Das Klostergebäude Mater Salvatoris wird demnach in den kommenden Jahren grundlegend saniert und umgebaut. Neben einer barrierefreien Erschließung sind energetische Verbesserungen wie der Einbau einer Luft-Wasser-Wärmepumpe und einer Photovoltaikanlage vorgesehen. Auch die Klosterkapelle wird umgebaut und künftig als Veranstaltungs- und Tagungsraum genutzt.