Mit einem Antrag wollen die Sozialdemokraten anregen, bereits am 10. Juni über die Zukunft der Erftlagune zu diskutieren.
Kompromiss sei „unsozial“SPD will Schließung der Erftlagune in Kerpen verhindern

Die Erftlagune ist derzeit vorübergehend geschlossen (Archivfoto).
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Mit einem Antrag für den Sport-, Freizeit- und Kulturausschuss am Mittwoch, 10. Juni, will die Kerpener SPD erneut eine Schließung oder Teilschließung der Erftlagune verhindern. Ein Haushaltsbeschluss und damit auch die Entscheidung über die Zukunft des Schwimmbads ist in der Ratssitzung am Dienstag, 30. Juni zu erwarten – womöglich auch ohne Zustimmung der SPD, wie die CDU in einem früheren Gespräch deutlich machte.
Sollte das Ansinnen der SPD im Sportausschuss eine Mehrheit finden, könnte die Idee, das Schwimmbad in ein reines Schul- und Vereinsbad umzuwandeln, verhindert werden. Denn in ihrem Antrag nennt die SPD folgenden Beschlussvorschlag: „Es wird festgestellt, dass es keine komplette Schließung der Erftlagune für die Öffentlichkeit geben darf (Umwandlung der Erftlagune in ein reines Schul- und Vereinsbad), solange keine Anschlussversorgung mit einem Schwimmbad gesichert ist.“
Kerpen: SPD schlägt alternative Sparmaßnahmen vor
Unter anderem hatten allerdings die Grünen zuvor betont, es sei stets nur von einer Teilschließung und nie von einer kompletten Schließung die Rede gewesen. Auch hatten Fraktionen und Gruppen in zwei interfraktionellen Gesprächen einen Kompromiss ins Spiel gebracht, der besagt, das Bad tagsüber als Schul- und Vereinsbad zu nutzen und in den Abendstunden sowie an einem Tag an den Wochenenden für die Öffentlichkeit zu öffnen. Die SPD lehnt jedoch, wie in ihrem Antrag zu lesen ist, auch die werktägliche Öffnung allein in den Abendstunden als „unsozial“ ab. Stattdessen befürworten die Sozialdemokraten eine Öffnung ab der Mittagszeit.
Die SPD schlägt, um Geld zu sparen, einige andere Maßnahmen vor. Dies betrifft etwa das Frühschwimmen, das nur noch in einem Bad stattfinden, evaluiert und gegebenenfalls gestrichen werden soll. Auch soll die Verwaltung prüfen, ob etwa das Frühschwimmen von einem Verein oder eine Interessensgemeinschaft übernommen werden kann. Auf keinen Fall sparen wollen die Sozialdemokraten hingegen am Sicherheitspersonal.
Auch soll die Verwaltung nur noch in das Bad investieren, wenn dies zwingend notwendig ist und sich nach günstigeren Alternativen umschauen, etwa beim Ticket-System. Weiter unterstützt die SPD einen Vorschlag der Grünen, eine Bürgerbefragung durchzuführen und will den Bürgermeister beauftragen, eine interkommunale Zusammenarbeit anzustreben. Aus dieser könne womöglich ein interkommunaler Schwimmbad-Neubau hervorgehen, so die Idee.
