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DiamanthochzeitJubilar aus Pulheim fand seinen „Goldschatz“ beim Tanzen

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Eine Frau und ein Mann lächeln in die Kamera, er hält sieim Arm.

Sie würden einander jederzeit wieder heiraten: Christel und Kurt Langer feiern Diamanthochzeit. 

Beim ersten Treffen stellten Christel und Kurt Langer viele Gemeinsamkeiten fest – und sie waren in derselben Firma beschäftigt.

„Ich hatte Musik im Blut“, verrät Kurt Langer (81) und schmunzelt. Das war wohl sein Glück, als er im Jahre 1963 im Sintherner Tanzsaal „Prang“ an einen Tisch mit jungen Damen trat. Er hatte Christel im Blick und fragte sie: „Darf ich bitten?“ Er durfte. „Das ist mir sehr schwergefallen, ich war ziemlich schüchtern und musste mir erst ein Herz fassen“, gesteht der Jubilar.

Es sollte wohl so sein
Christel Langer, Jubilarin

Die Dame seiner Wahl war von seinen Tanzkünsten begeistert, es wurde ein langer Abend. „Dabei stellten wir viele Gemeinsamkeiten fest“, erzählt Christel Langer (81). Die beiden waren in derselben Maschinenfabrik beschäftigt, Kurt Langer als Schlosser und seine spätere Ehefrau in der Verwaltung. Außerdem züchteten die Familien der beiden Tauben und kannten einander. „Es sollte wohl so sein“, sinniert die Ehefrau.

Sie gingen weiterhin mit Begeisterung gemeinsam tanzen, spazieren und ins Kino. Eine schöne Zeit, die mit der Einberufung von Kurt Langer nach Bayern ihr vorläufiges Ende fand. Liebesbriefe gingen hin und her und schnell war klar: Nach der Bundeswehrzeit wird geheiratet. Am 27. Juni 1966 fand die standesamtliche Trauung statt. Ein Jahr später heiratete das Paar kirchlich in der Sintherner Pfarrkirche St. Martinus. Heute feiern Christel und Kurt Langer diamantene Hochzeit.

Ein Brautpaar, sie trägt einen weißen Schleier.

Das Paar gab sich in der Sintherner Pfarrkirche St. Martinus das Jawort.

„Ich weiß, dass ich einen Goldschatz in meiner Frau gefunden haben“, schwärmt Kurt Langer und lächelt seine Ehefrau an. Das Ehepaar zog nach der Hochzeit in das Elternhaus der Ehefrau in Pulheim-Sinthern, in dem es auch heute noch lebt. 1969 wurde Sohn Frank geboren, es folgten zwei Jahre später die Zwillinge Dirk und Bernd. „Die Familie steht bei uns immer an erster Stelle“, sagt Kurt Langer, der sich über Besuche der 17-jährigen Enkelin Jona freut.

Die Eheleute waren beide beruflich erfolgreich. Christel Langer besuchte nach der Volksschule die Handelsschule in Köln. Der Ehemann war nach seiner Bundeswehrzeit bei der „Bundesstelle für Außenhandelsinformationen“ beschäftigt, wurde Beamter und wechselte später zum Innenministerium nach Bonn, wo er die Abrechnungen von Ministern und Mitarbeitern im In- und Ausland bearbeitete.

Pulheim: Paar engagierte sich ehrenamtlich

Seine Karriere als Amtsinspektor fand vor 30 Jahren, bedingt durch eine Krankheit, ein Ende. Doch Kurt Langer fand im privaten und sportlichen Bereich neue Erfüllungen. Zahlreiche Pokale und Urkunden im Haus dokumentieren seine Erfolge. 1971 gründete er gemeinsam mit seinem Bruder den Tischtennisclub „Blau-Rot Geyen“. Er war 40 Jahre lang Spielführer und Vorsitzender und ist dort immer noch aktiv.

Ein Jahr später gründete er gemeinsam mit Freunden den 1. Sintherner Skatclub, hat unzählige Clubmeisterschaften gewonnen und war achtmal für die Endrunde der Deutschen Meisterschaft qualifiziert. Außerdem war er 34 Jahre lang Schiedsrichter, auch in der Bezirksliga. „Ich habe das alles nicht nur für mich, sondern auch für meine Sportsfreunde gemacht“, erklärt Kurt Langer. 

Die Ehefrau pflegte die Eltern und Schwiegermutter und ist bei den KFD-Frauen in Geyen und in der Caritas aktiv. Früher ging es mit den Kindern im Sommer nach Holland, Griechenland oder Italien und gemeinsam in den Winterurlaub. Und das Geheimnis ihrer 60-jährigen Ehe? „Wir haben uns immer unsere Freiheiten und Hobbys gelassen“, erklärt Kurt Langer. „Ich bin meiner Ehefrau sehr dankbar.“

Christel Langer lächelt und ergänzt: „All die Jahre habe ich mich immer bei ihm wohl und gut aufgehoben gefühlt. Wir wissen beide, was wir aneinander haben und würden jederzeit wieder heiraten.“