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Rat soll entscheidenPulheim will vierten Wohncontainer für Geflüchtete im Abteiort bauen

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Zwei Gebäudekörper mit weißer Fassade.

Die Unterkunft für Geflüchtete an der Bernhardstraße 77 ist Ende des zweiten Quartals fertig. (Archivbild)

Das Gebäude an der Bernhardstraße 77 soll bis zu 100 Personen Platz bieten. Die vier Wohncontainer werden aber nur temporär dort stehen.

Die Situation ist weiterhin angespannt. Aktuell leben mehr als 1500 Geflüchtete in Pulheim, davon sind 925 in städtischen Unterkünften untergebracht. Das alte Hallenbad dient weiterhin als Notunterkunft, die 61 Plätze sind belegt. Angesichts der globalen politischen Lage rechnet die Stadt nicht damit, dass sich die Situation entspannt.

Hinzu kommt, dass einige Interimsgebäude im Zentralort – beispielsweise die containerartigen Unterkünfte an der Straße „Zur offenen Tür“ 1 und 17 – laut Stadtverwaltung „am Ende der maximal möglichen Nutzbarkeit“ sind. Sie sollen durch feste und dauerhafte Unterkünfte ersetzt werden, für die mit einer Planungs- und Bauzeit von bis zu fünf Jahren zu rechnen sei.

Pulheim: Politik muss entscheiden

Um zu verhindern, dass baufällige Unterkünfte geschlossen und Geflüchtete in Turnhallen untergebracht werden müssen, möchte die Verwaltung ein viertes Containergebäude auf dem Gelände zwischen Bernhardstraße und Laurentiusweg errichten lassen. Aus Gründen der Wirtschaftlichkeit war es in der Ausschreibung für die Unterkünfte auf dem ehemaligen Aschenplatz enthalten, die seit Mitte 2025 bewohnt sind.

Den für das vierte Gebäude erforderlichen politischen Beschluss soll der Stadtrat am Dienstag, 14. Juli, fassen. Der vierte Wohncontainer an der Bernhardstraße 77 soll bis zu 100 Personen Platz bieten. Die Kosten belaufen sich auf 3,15 Millionen Euro. Der nun in Rede stehende Wohncontainer ist, wie die anderen drei, als temporärer Standort geplant.

Wie in der Masterplanung Schulen vorgesehen, soll die Richezaschule auf das Gelände ziehen, während an ihrem alten Standort an der Mathildenstraße ein Neubau entsteht. Sobald die neue Schule fertig ist, soll das Grundstück vermarktet werden, mit dem Ziel, dort öffentlich geförderte Wohnungen zu errichten.