Abo

Familien-AttraktionTausende Besucher beim Frühlingsfest auf Rittergut Haus Orr in Pulheim

2 min
Das Foto zeigt Menschen im Garten eines Ritterguts.

Entspannen, genießen, informieren: Das Frühlingsfest des Fördervereins lockte Tausende Ausflüglerinnen und Ausflügler in den idyllischen Park des Pulheimer Ritterguts Haus Orr.

Bei guter Musik entdeckten Jung und Alt das weitläufige Areal des Ritterguts. Das Programm bot Historie, Kunst und Unterhaltung.

„Die ersten Gäste kamen schon eine Stunde vor der offiziellen Eröffnung, und am Ende werden sicher wieder an die 3000 Leute unser buntes Frühlingsfest besucht haben“, freute sich Ed Werner vom Förderverein des Rittergutes Haus Orr am Sonntag über den großen Andrang.

Am Zugang zum Park verteilte Werner gut gelaunt Programmbroschüren, die die Vorfreude auf genussreiche Stunden im Grünen anheizten. Tatsächlich wartete in idyllischer Umgebung wieder eine bunte Mischung aus Spiel, Spaß, Historie, Kunst, Musik, Unterhaltung und Kulinarik auf die vielen Besucherinnen und Besucher.

Pulheim: Matinee im rustikalen Festsaal

Los ging's aber nicht an der frischen Luft, sondern mit einer Matinee im rustikalen Festsaal des Orrer Herrenhauses, das der Bankier Peter Daniel Koch um 1838 erbauen ließ. In eben diese Blütezeit der Biedermeier-Ära entführte der renommierte Kulturhistoriker Professor Dr. Dieter Schütz die Zuhörerschaft mit seinem kurzweiligen wie informativen Vortrag „Bürgertum zwischen Status, Bildung und Gemeinsinn“.

Vorher, nachher und zwischendurch sorgten die jungen Musikerinnen und Musiker vom Flötenquartett Sonor, dem Holzbläserquintett Les Images und dem Stardust Harfen-Ensemble für die musikalische Begleitung. Im Erdgeschoss zeigte der zur Stammbesetzung des Frühlingsfestes gehörende Rheinische Sammlerkreis eine Ausstellung über die Geschichte der Niederwildjagd. Den Schwerpunkt bildeten Einblicke ins alte Flintenbauhandwerk.

Süßes von der Imkerei bei Jazz- und Blasmusik

Draußen warteten weitere Attraktionen, etwa Livemusik der Jazzband Blue Note und des Blasorchesters Sinners Blow auf der Herrenhaus-Terrasse. Im Park mit seiner großen Blumenwiese und den beiden Weihern konnte man nach Herzenslust flanieren und entspannen und dank Eberhard Maurers Buchkunst-Installation „Vom Nichts zum Nichts“ auch auf eine faszinierende Gedankenwanderung gehen.

Am Stand der Imkerei Sester, die einige Stöcke am Haus Orr platziert hat, gab's neben süßen Köstlichkeiten auch Informationen rund um die Bienenzucht. Die jungen Gäste zog es aber eher zum Zelt und zum Tummelplatz des Kölner Spielecircus oder zur rollenden Waldschule der Kreisjägerschaft. „Unser Fest soll schließlich ein Spaß für die ganze Familie sein“, erklärt Constanze Ballauff vom Fördervereinsvorstand, „besonders erfreut sind wir über große und kleine Gäste, die zum ersten Mal kommen und staunend entdecken, welch faszinierendes landschaftliches und historisches Kleinod am Pulheimer Stadtrand verborgen ist. Wir achten sehr darauf, dass das Fest nicht zu rummelig und kommerziell wird.“

Neben Kuchen und Leckereien vom Grill war die Zuckerwatte, die das internationale Cateringteam des Vereins Begleitung geflüchteter Menschen feilbot, besonders begehrt. „Das ist eine ganz tolle Gruppe“, freute sich Constanze Ballauff, „die machen nicht nur ihr eigenes Ding, sondern sind schon ganz früh mit 20 Leuten angerückt, um beim Aufbau mitzuhelfen.“