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Neue KitaAn der Parkstraße in Eitorf ist jetzt Platz für 75 Kinder in vier Gruppen

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Nach nur einem halben Jahr Bauzeit konnte die Kita Parkstraße an den Betreiber, die Arbeiterwohlfahrt (Awo) übergeben werden.

Nach nur einem halben Jahr Bauzeit konnte die Kita Parkstraße an den Betreiber, die Arbeiterwohlfahrt (Awo) übergeben werden.

Die Gemeinde Eitorf hat für das Bauvorhaben rund 5,3 Millionen Euro investiert, am 12. Januar beginnt der Betrieb.

Erst hat es ein bisschen gedauert: Mehrfach musste die neue Kindertagesstätte an der Parkstraße in Eitorf umgeplant werden, mal ein-, mal zweigeschossig. Aber nach der Ausschreibung im November 2024 und der Auftragserteilung im März 2025 ging es zügig voran, wie Bürgermeister Rainer Viehof bei der offiziellen Eröffnung erzählte.

Im Juli 2025 war Baubeginn, bereits am 9. Januar 2026 wurde das fertige Gebäude an den Bauherrn, eben die Gemeinde, übergeben. Und Viehof konnte gleich den Betreiber, die Arbeiterwohlfahrt, begrüßen. Einrichtungsleiterin Rosemarie Melzer-Cantoni und ihr Team sind mitten in der Vorbereitung für den Start am Montag, 12. Januar. Insgesamt 14 Stellen gibt es, eine ist noch unbesetzt,

Das Team von Rosemarie Melzer-Contani (3.v.r.) machte mit den Vertretern der Firma Kleusberg (l. und r.) einen Rundgang durch die Einrichtung.

Das Team von Rosemarie Melzer-Contani (3.v.r.) machte mit den Vertretern der Firma Kleusberg (l. und r.) einen Rundgang durch die Einrichtung.

„Wir arbeiten in Modulbauweise“, antwortete Lara Neumeister, Bauleiterin des Projekts von der Wissener Firma Kleusberg, auf die Frage, warum der Neubau so zügig über die Bühne gegangen sei. Vorgefertigte Elemente können bei diesem Verfahren auf- und nebeneinander gesetzt und miteinander verbunden werden. 5,3 Millionen Euro hat die Gemeinde investiert, inklusive der Inneneinrichtung und der Außenanlagen, die noch hergerichtet werden.

Das zweigeschossige Gebäude hat eine Nutzfläche von rund 920 Quadratmetern und steht auf einem gut 3200 Quadratmeter großen Grundstück. Nach dem Interim in Baucontainern freut sich Melzer-Contani darauf, in den angrenzenden Park gelangen zu können, ohne die viel befahrene Poststraße, die in die Hochstraße übergeht, queren zu müssen. 

Das Dach ist begrünt und mit einer Photovoltaikanlage belegt

Auf dem begrünten Dach ist eine Photovoltaikanlage installiert. Zwei Wärmepumpen betreiben die Warmwasserversorgung und die Fußbodenheizung. Die Lüftungsanlagen sind mit Wärmerückgewinnung ausgestattet. Das Büro „Architektur vor Ort“ aus Engelskirchen hat die Planung mit dem Bauamt der Gemeinde entwickelt. Den Planungs- und Ausschreibungsprozess hat das Büro „PlanBar Generalplanungsgesellschaft“ aus Köln unterstützt.

Der Neubau bietet Platz für etwa 75 Kinder von derzeit elf Monaten bis sechs Jahren in vier Gruppen, die nach einem teiloffenen Konzept betreut werden. Sie haben noch Stammgruppen, können sich aber in unterschiedlichen Konstellationen, auch gruppenübergreifend, beschäftigen. Der pädagogische Ansatz ist partizipativ und inklusiv. Die Gruppen haben keine verniedlichenden Tiernamen mehr, sondern werden nach Farben benannt.

Auf jeder der beiden Etagen gibt es ein Bistro für die Frühstückspausen. Zwei Rampen, die das im Überschwemmungsgebiet von Sieg und Eipbach gelegene und deshalb auf einen Sockel gesetzte Gebäude erschließen, machen den Zugang barrierefrei. Ein Aufzug fährt in das Obergeschoss. Eine Profiküche steht für das Mittagessen, das zunächst noch angeliefert wird, zur Verfügung. Geplant ist, einen Koch oder eine Köchin einzustellen. 

Die Inneneinrichtung ist nach neuesten Kriterien auf den Bedarf von Kleinkindern abgestimmt.

Die Inneneinrichtung ist nach neuesten Kriterien auf den Bedarf von Kleinkindern abgestimmt.

Janina Knott, bei der Awo Betriebsleitung für Frühkindliche Elementarpädagogik, erinnerte daran, dass die Übergangszeit zwei statt vier Jahre gedauert habe. 2021 habe sie auf dem Grundstück noch im Matsch gestanden. Im Gewerbegebiet Altenbach war eine provisorische Kindertagesstätte untergebracht, um auf den hohen Bedarf zu reagieren. Jetzt freue sie sich über Kindertagesstätte und Familienzentrum im neuen, modernen und zukunftsfähigen Gewand als dauerhafte Lösung.

Es war eine sehr partnerschaftliche Zusammenarbeit.
Sebastian Quast, Niederlassungsleitung Düsseldorf von Kleusberg

Sebastian Quast, Niederlassungsleitung von Kleusberg aus Düsseldorf, nannte den Bau ein spannendes Projekt. „Es war eine sehr partnerschaftliche Zusammenarbeit“, lobte er insbesondere das Bauamt unter Leitung von Tobias Engels. Er übergab Melzer-Contani und Knott einen Gutschein für ein Kletternetz, das sich die Einrichtung gewünscht hatte. Das Team der direkt daneben liegenden Mosaikschule freut sich auf gute Nachbarschaft.