Die Betreiber des Hotels Von Landsberg, die Eheleute Heitmann erweitern ihr Angebot und planen ein Kulturcafé.
Kulturcafé geplantIn der Alten Schule in Hennef entstehen neue Zimmer und ein Appartement

Die alten Räume sind frei gelegt und werden zu Hotelzimmern umgestaltet.
Copyright: Ralf Rohrmoser-von Glasow
David und Sebastian Heitmann bauen ihr Angebot an Hotelbetten weiter aus. Nachdem sie im April 2024 mit dem Hotel „Von Landsberg“ an den Start gegangen sind, lassen sie aktuell in der Alten Schule an der Mechthildisstraße in Hennef-Stadt Blankenberg fünf Zimmer sowie ein Appartement herrichten. Ende Mai/Anfang Juni soll bereits die Eröffnung gefeiert werden.
Das Ehepaar hatte im Juni 2023 sowohl das ehemalige Haus Sonnenschein wie auch das Panorama-Café Krey übernommen. In dem Fachwerkgebäude am Marktplatz, 1735 errichtet, ließen sie 16 moderne Zimmer im historischen Ambiente einbauen. Ganz neu sind die Hirschköpfe aus Holz im neuen Jagdzimmer – Sebastian Heitmann ist Vegetarier. Im Erdgeschoss führt Cyril Becker als Küchenchef das Fine-Dining-Restaurant „Sevidian“. Die Besitzer sind sehr zufrieden.„ Viele, die da waren, kommen wieder“, freuen sie sich. „Herr Becker zaubert echte Kunstwerke.“
Im neuen Jagdzimmer hängen Hirschköpfe aus Holz
Im früheren Café Krey lief der Café-Betrieb weiter, auch das Frühstück für die Hotelgäste wird hier gereicht. Über die Zeit haben Heitmanns das Angebot erweitert. „Wir bieten eine Bistro-Karte, unter anderem mit Flammkuchen, Salaten und Burgern“, sagt David Heitmann. Die Außenterrasse ist gerade im Sommer gut besucht. Seit ein paar Tagen stehen im angrenzenden Garten die ersten Bienenstöcke. „Wir wollen unseren eigenen Honig anbieten.“
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David (l.) und Sebastian Heitmann bauen derzeit die Alte Schule in Hennef-Stadt Blankenberg, das frühere Café Krey, um und schaffen damit weitere Zimmer.
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Die beiden Etagen darüber sind in den vergangenen Monaten ausgeräumt worden. 1867 beginnt die Baugeschichte, damals wurde eine neue Schule für Stadt Blankenberg notwendig. Von 1868 bis 1903 wurden hier die Kinder des mittelalterlichen Fleckens unterrichtet. Es folgte eine wechselvolle Nutzungsgeschichte, von Kolonialwarenladen bis Spritzenhaus, bis die Familie Krey dort eine Bäckerei und ein Café einrichteten. Legendär ist das Fenster, durch dass das Brot verkauft wurde.
Heitmanns haben dem Haus den Namen „Die Alte Schule“ gegeben, um an den Ursprung zu erinnern. Auch die Inneneinrichtung nimmt Bezug auf die Schulgeschichte. Jetzt wird aber ein neues Kapitel aufgeschlagen. Bis auf das Holzständerwerk ist das Innere weitgehend frei gelegt worden. Die Fensterformen bleiben erhalten, das Gebäude steht unter Denkmalschutz.

Im Dachgeschoss entsteht ein Appartement für längere Aufenthalte mit einer Pantry-Küche.
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Natürlich bekommt jedes der fünf Doppelzimmer ein eigenes Bad. Im Dachgeschoss wird ein Appartement entstehen, mit einer Pantry-Küche. „Das ist ein Angebot unter anderem für Wanderer, die länger bleiben und sich auch mal selbst was zu essen machen wollen“, erklärt Heitmann. Die Fensterfront öffnet sich zur Talseite und gibt den Blick frei, an der imposanten Burgruine vorbei über den Siegburger Abteiberg bis ins Rheintal.
Ende Mai oder Anfang Juni werden wir eröffnen.
„Wir werden zwei Balkone anbauen“, verrät der Besitzer. Eine Loggia gibt es schon, mit ähnlich spektakulärer Aussicht wie aus dem Dachgeschoss. Die Arbeiten laufen, Heitmann ist zufrieden mit dem Zeitplan. „Ende Mai oder Anfang Juni werden wir eröffnen“, ist er zuversichtlich. An manchen Tagen sei es schon eng geworden mit Zimmern, die Erweiterung könnte das abfangen.

Die Aussicht aus den Zimmern reicht bis ins Rheintal.
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Das gerade entstehende Kultur- und Heimathaus ist für die Gastronomen eine wichtige Etappe bei der Entwicklung der touristischen Infrastruktur. Im Saal können Tagungen und Hochzeiten stattfinden, auf Übernachtungen und Restaurantbesuche hoffen die Heitmanns. Die bisherigen Kontakte zur Stadt sind gut, mit dem Leiter des KHH, Patrick Huhn, wollen sie sich zusammensetzen und die Möglichkeiten ausloten.
Aber erstmal steht das Cultur Café an, eine Veranstaltungsreihe in der Alten Schule. Am Freitag, 26. März, um 19 Uhr ist ein Konzert mit dem Singer-Songwriter Artur Ferchow angesetzt. Er singt deutsche Texte.„ Wir setzen auf kleine Konzerte ohne großen technischen Aufwand und auf Lesungen“, so Heitmann. Vorher oder nachher können die Gäste essen. Über Bewerbungen von Künstlern freut er sich, sie können ihn per E-Mail erreichen unter kontakt@die-alte-schule.de.

