Am Dienstagvormittag sorgten zwei Transportflugzeuge und zwei Kampfjets der Bundeswehr für Aufsehen. Sie flogen in niedriger Höhe über den Drachenfels und den Petersberg.
Schon im Anflug aus dem Siebengebirge waren die Maschinen laut zu hören. Die zwei Airbus A400M und zwei Eurofighter zogen in einer langen Rechtskurve über den Drachenfels und das bekannte Hotel auf dem Petersberg. Die 45 Meter langen Transportflugzeuge werden von jeweils vier Turboprop-Triebwerken angetrieben.
Geschwindigkeit von 267 Knoten
Die beiden A400M waren zuvor am Fliegerhorst Wunstorf gestartet und flogen gemeinsam Richtung Rhein. Laut Flugdaten des Portals flightradar24 zogen sie dabei enge Kurven und führten weitere Flugmanöver aus. Die Eurofighter gehören zum Taktischen Luftwaffengeschwader 31 in Nörvenich.
Auf Anfrage des "Kölner Stadt-Anzeiger" teilte ein Sprecher des Luftfahrtamtes der Bundeswehr mit, die Flugzeuge seien im Rahmen einer lokalen Veranstaltung um 10.40 Uhr südwestlich am Petersberg vorbeigeflogen. „Der Flugweg führte in einer Höhe von 1382 Fuß (ca. 421 m über Grund) mit einer Geschwindigkeit von 267 Knoten (ca. 494 km/h) zwischen Königswinter und dem Petersberg durch Richtung Nordwesten“, so der Sprecher. Der Einsatz habe unter Beachtung der flugbetrieblichen Bestimmungen stattgefunden.
Jubiläumstagung der Organisation OCCAR als Anlass
Anlass soll eine Jubiläumstagung der Organisation OCCAR, die ihr 25-jähriges Bestehen feiert, gewesen sein. OCCAR hat seinen Sitz in Bonn. Laut Verteidigungsministerium stärkt die Organisation „die Interoperabilität der beteiligten Streitkräfte – unter anderem der Bundeswehr“.
Militärischer Flugbetrieb ist laut Luftfahrtamt überall in Deutschland zulässig und nicht an feste Strecken gebunden. Die Mindesthöhe für Kampf- und Transportflugzeuge beträgt 500 Fuß (ca. 150 m) über Grund. Über Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern müssen Kampfflugzeuge mindestens 2.000 Fuß (ca. 600 m) einhalten. Bewohnte Gebiete sollen möglichst nicht überflogen werden, doch die dicht besiedelte Bundesrepublik setze dem enge Grenzen. Eine belastbare Aussage über die Häufigkeit solcher Einsätze sei nicht möglich. (tis)

