Die CDU macht die Pläne für die Rheinallee und die Rheinpromenade in Königswinter noch einmal zum Thema. Es ist eine Folge der Kommunalwahl.
GroßprojektBei der Planung für die Rheinallee in Königswinter sind kleine Anpassungen noch möglich

So sollen die Rheinpromenade und die Rheinallee künftig aussehen.
Copyright: Lohaus Carl Landschaftsarchitekt
Kritiker der geplanten Verkehrsführung auf der Rheinallee – das waren in der Vergangenheit vor allem Bürger und Gastronomen aus der Altstadt – können sich womöglich einen Funken Hoffnung machen, dass an den umstrittenen Plänen noch mal ein bisschen geschraubt wird.
Von „kleinräumigen Anpassungen“ und möglichen „verkehrsrechtlichen Anordnungen“, mit denen auf die Verkehrsführung eingewirkt werden könnte, sprach am Mittwochabend Fabiano Pinto, der Technische Beigeordnete der Stadt Königswinter.
CDU will Zuschüsse des Landes für das Projekt nicht gefährden
Anlass war eine Anfrage der CDU im Ausschuss für Stadtentwicklung. Die Christdemokraten hatten im Wahlkampf angekündigt, die Modernisierungs- und Umgestaltungspläne für die Rheinpromenade und die Rheinallee noch einmal auf die Tagesordnung zu bringen. Allerdings ausdrücklich ohne, dass die von der Bezirksregierung zugesagten 7,4 Millionen Euro an Zuschüssen gefährdet würden.
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Er erwarte „nicht die perfekte Lösung“, sagte am Mittwoch CDU-Fraktionschef Stephan Unkelbach, betonte aber für die nach der Kommunalwahl bestimmende Kraft im Stadtrat auch: „Die Verkehrsführung kann und wird nicht so bleiben.“
Umstritten ist vor allem die Idee, nach dem Umbau von Promenade und Allee die Radfahrer von der Rheinpromenade herunterzuleiten und sie zudem in Fahrtrichtung Norden entgegen der Einbahnstraße über die Fahrbahn zu führen. Kritiker halten das für gefährlich, Gastronomen fürchten um ihre Außengastronomie.
An den Grundsatzplänen wird sich Pinto zufolge aber offenbar nicht viel ändern lassen: Die im bewilligten Förderantrag „enthaltene Planung sieht den Erhalt der dreireihigen Allee und die Schaffung eines Rheinparks vor. Untrennbar damit verbunden ist die Herausnahme des Radverkehrs aus der Allee. Diese Kernelemente sind planungsprägend und nach Einschätzung der Verwaltung und der Bezirksregierung elementar erforderlich für den Erhalt der Förderfähigkeit.“
Allerdings werde ja auf beiden Seiten der Stadtbahntrasse gearbeitet. Und ob der „räumliche Gesamtentwurf“ da noch „kleinräumige Anpassungen“ möglich mache, will Pinto im kleinen Rahmen zwischen Verwaltung und Politik besprechen. Ihm schwebe ein „Workshopformat“ vor. Bis zum Januar soll es nun ein erstes Treffen geben.
Rheinpromenade Königswinter soll zwei Jahre lang umgebaut werden
Derweil ist auch klarer, wie das geschätzt 14 Millionen Euro teure Großprojekt abgewickelt werden soll. Da die gesamte Planung komplett vom Bau der Bahnunterführung an der Drachenfelsstraße abhängt, die von der Bahn während der fünfmonatigen Sperrpause ab Mitte 2026 gebaut wird, hat die Stadt ihren Ablauf umgestellt. Zuerst soll die Rheinpromenade umgebaut werden. Baubeginn soll laut Pinto im vierten Quartal 2026 sein, die Bauzeit betrage rund zwei Jahre.
Danach ist die Rheinallee, also die Straße, dran, und zwar ab Mitte 2028. Dieser Teil soll laut Pinto etwa im zweiten Quartal 2029 fertig sein. Unter dem Strich ist die prominenteste Flaniermeile der Altstadt also für mehr als zweieinhalb Jahre Großbaustelle. Wenn alles glattläuft.

