Urzeit-Giganten statt Unterwasserwelt: Die Edutain AG will das ehemalige Sealife Königswinter in eine spektakuläre Dinosaurierwelt verwandeln.
Ehemaliges Sealife„DinoXperience“ in Königswinter soll Ende März eröffnen

Kreativ-Direktorin Teresa Steinnus im ehemaligen Unterwasser-Tunnel, der als Attraktion weiterhin im Gebäude geblieben ist.
Copyright: Ralf Klodt
Eigentlich kaum vorstellbar: In nur dreieinhalb Wochen ziehen die Dinosaurier ins ehemalige Sealife ein. Rund 20 Handwerker sind derzeit auf den 2000 Quadratmetern im Einsatz. Geschraubt und gehämmert wird überall, und die ersten Konturen der Ausstellung für Besucher werden bereits sichtbar.
Direkt hinter dem Treppenabgang bleibt alles Baustelle. „Hier geht es für die Besucher zur Baustelleneinweisung, was zur Storyline passt“, sagt Teresa Steinnus, Kreativdirektorin der Edutain AG, die zu Ostern die neue „DinoXperience“ in Königswinter eröffnen will.
Besuch einer Forschungsstation
Das sei ein Teil der Geschichte, erklärt sie. Während der Arbeiten habe man in der Story die paläontologischen Entdeckungen gemacht, die zum Baustellenstopp geführt haben. „Damit nehmen wir die Besucher in der Story dann mit auf eine Reise“, ergänzt Teresa Steinnus.
Alles zum Thema Siebengebirge
- Ehemaliges Sealife „DinoXperience“ in Königswinter soll Ende März eröffnen
- In drei Bundesländern Großeinsatz gegen illegale Prostitution - drei Haftbefehle
- Seit elf Spielen unbesiegt FV Bad Honnef setzt seinen Lauf fort
- Weg zum Drachenfels VV Siebengebirge und WWG Königswinter investieren 37.000 Euro in Rheinsteig
- Radtouristikmesse in Siegburg Darauf muss man bei Kauf eines E-Bikes achten – Experten geben Tipps
- Zwischen Bonn und Königswinter Tunnel auf der B42 sollen Mitte April frei befahrbar sein
Anschließend geht es weiter zu einer Transportkapsel. Wie in einem großen Mobil sitzen bis zu 25 Besucher darin und bekommen auf riesigen Videobildschirmen einen ersten Eindruck von der Welt vor 67 Millionen Jahren.
Hier wird es noch einige Überraschungen geben, wenn man die Ausstellung besucht.
Im nächsten Raum betreten die Besucher eine Forschungsstation. In den Vitrinen werden zahlreiche Exponate zu sehen sein. „Hier wird es noch einige Überraschungen geben, wenn man die Ausstellung besucht." Die Kreativ-Direktorin will noch nicht alles verraten.
Auch am ehemalige Unterwasser-Tunnel wird noch fleißig gearbeitet. Es werde hier auch eine Unterwasserwelt geben, allerdings vor 67 Millionen Jahren mit besonderen prähistorischen Meeresbewohnern. „Wir haben uns sehr gefreut, dieses besondere Stück wiederverwenden zu können“, ergänzt Teresa Steinnus.
„Es ist zwar noch alles Baustelle und, man mag kaum glauben, dass alles pünktlich fertig wird, aber wir sind zuversichtlich“, so Teresa Steinnus. Es sei sportlich, „aber wir zählen jetzt jede Stunde und dann kommt alles auf einmal“, bleibt Pressesprecher Felix Raubach zuversichtlich. Die Ausstellung sei im Übrigen dank der zwei Aufzüge komplett barrierefrei.

In der Transportkapsel finden bis zu 25 Besucher Platz und erhalten einen ersten Einblick in die Dino-Welt.
Copyright: Ralf Klodt
Dann geht es ins Labor, wo noch nicht genau zu erkennen ist, was die Besucher erwartet. „Das wird eine Aufzuchtstation“, verrät Teresa Steinnus. In einem der spannendsten Räume werden die Animatronix-Tiere zu sehen sein – lebendig nachgestellte Dinosaurier.
„Reist als Teil einer Spezial-Delegation zurück in das Zeitalter der Dinosaurer“, steht auf dem Werbeflyer, der ab dem 28. März mit der Deutschlandpremiere wirbt.
Die „DinoXperience“ ist eine immersive Erlebniswelt, in der Dinosaurier in ihren natürlichen Lebensräumen zum Leben erwachen. Digitale Technik lässt die Besucher die Urzeit so realitätsnah wie nie zuvor erleben – eingebettet in beeindruckende Landschaften und atmosphärische Inszenierungen.
Highlight für Familien oder Schulklassen
„Und wer sich fragt, welchen Zusammenhang es zwischen einem Zeitportal, den Dinosauriern und der berühmten Drachensaga in Königswinter gibt, findet hier die Antwort“, heißt es in einer Pressemitteilung.
Drei Millionen Euro investiert die Edutain AG nach Angaben von CEO Janine Jaensch in das Gebäude. Über 30 Gewerke und bis zu 40 Handwerker waren in den vergangenen Wochen im Einsatz. Für den Bau arbeitet die AG mit einem Generalunternehmen zusammen.
Rund fünf Kilometer Strom- und Datenleitungen für Licht- und Tonsteuerung wurden verlegt, außerdem wurden sieben Container mit „Altbestand“ aus dem Gebäude entfernt. Nach Angaben von Janine Jaensch, CEO der Edutain AG, werden am Ende rund 40 Mitarbeiter – inklusive Aushilfskräften und Teilzeitstellen – in der Dino-Welt beschäftigt sein.
In der Dinowelt soll ein Ort „voller Entdeckergeist und Staunen“ geschaffen werden
Janine Jaensch hat klare Ziele für den neuen Standort: den „Wow-Effekt“ für die Besucherinnen und Besucher und eine Wiederbelebung für Königswinter: „Mit der DinoXperience schaffen wir einen Ort voller Emotion, Entdeckergeist und echtem Staunen. „Wir möchten Kindern, Jugendlichen und Familien eine unmittelbare, lebendige Begegnung mit der faszinierenden Welt der Dinosaurier ermöglichen – interaktiv, hautnah und unvergesslich. Lernen und Erleben gehören für uns untrennbar zusammen: Wer begeistert ist, lernt anders, nachhaltiger und mit viel mehr Freude.“
Die „DinoXperience“ gehört zur Erlebnismarke Explorado, die unter dem Dach der Edutain AG interaktive Bildungs- und Freizeitangebote entwickelt. Mit Projekten wie dem kommenden Exploradom in Köln und weiteren Formaten schafft Explorado Erlebnisse, die Kopf, Herz und Hand verbinden. Über Instagram und Facebook hält die Marke die Community regelmäßig über Neuigkeiten auf dem Laufenden.
Die Tickets
Der Vorverkauf der Tickets für die DinoExperience läuft bereits. Die Preise richten sich nach Besuchstag und zeitlich gebundenem Einlass: Erwachsene (ab 16 Jahren) zahlen beispielsweise je nach Wochentag 19,50 Euro oder 22,50 Euro, Kinder (fünf bis 15 Jahre) sowie Senioren und Schwerbehinderte 16,50 Euro oder 19,50 Euro. Für Kinder unter fünf Jahre ist der Eintritt in die Dino-Welt frei. Ein Familienpass für zwei Erwachsene und zwei Kinder kostet am Wochenende 80 Euro, an anderen Tagen 68 Euro. Gruppen (mindestens 15 Personen) zahlen 18,50 Euro oder 15,50 Euro pro Kopf. (csc)

