Der Siebengebirgszug ging in diesem Jahr durch Thomasberg und Heisterbacherrott. Regenponchos waren eine gute Kostümwahl.
SiebengebirgszugSchlümpfe und Engel zogen durch Heisterbacherott und Thomasberg

Ein Freundeskreis hatte sich in Uhrenkostüme geworfen, um das urkölsche Motto „Jede Jeck tickt anders“ zu verkörpern.
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Der Prinzenwagen des Siebengebirgsprinzenpaares Arno I. und Christine II. durfte als einziger am Feuerwehrhaus platziert werden, damit die Durchfahrt der Busse auf der Rosenaustraße während der Aufstellzeit der Zugteilnehmer gewährleistet war. Und damit die Tollitäten später die Möglichkeit hatten, sich in den närrischen Lindwurm – in Thomasberg und Heisterbacherrott war es in diesem Jahr der Siebengebirgszug, weil die Tollitäten aus den Reihen der Strücher KG kommen – problemlos einzureihen.
Ihre Kostüme waren unter durchsichtigen Regenponchos gegen die Fluten von oben geschützt, die just dann zu fließen begannen, als sich die Zugteilnehmer am Buschhof in Bewegung setzten. „Wir hatten so gehofft, dass das schöne Wetter von heute Morgen halten würde“, sagten sie unisono, „aber das hat leider nicht geklappt.“
Jecke in Thomasberg ließen sich Spaß an d'r Freud nicht verderben
Trotzdem ließen sie sich den Spaß an d'r Freud nicht verderben und verliehen an die Wagenengel noch eifrig ihren Sessionsorden, bevor sie aus luftiger Höhe „ihren“ Zug an sich vorbeidefilieren ließen. Angeführt vom Bürgerfestausschuss Heisterbacherrott hatten sich die Schlümpfe des Kindergartens Siebengebirge unter dem Motto „Wir sind heute alle verschlumpft“ auf den Weg gemacht.
Engel des Kirchenchors wiesen auf 140-jähriges Bestehen hin
DorfMusic wollte „Von Königswinter bis zur Milchstraße“ in ihren galaktisch anmutenden Outfits kommen und das Kindertanzcorps der Strücher KG hatte sich „Hello Kitty“-Kostüme genäht. „Nur Engel singen schöner“ war das Thema beim Kirchenchor Cäcilia Heisterbacherrott, wo männliche wie weibliche goldgelockte Engel auf das 140-jährige Bestehen ihres Chores verwiesen.
Pänz & Friends waren als „Alaafonauten, Knallaxie und weiterer Weltraumschrott“ unterwegs und der Freundeskreis Müll hatte sich in Uhrenkostüme geworfen, um das urkölsche Motto „Jede Jeck tickt anders“ zu verkörpern. Von hoch oben auf ihrem Zuggefährt sorgte das Damenkomitee der Strücher KG für Kamelleregen und die Ölbergpiraten waren sowohl als große Fußgruppe wie auch auf ihrem Piratenschiff „Calypso“ unterwegs.

Das Siebengebirgsprinzenpaar verteilte viele Kamelle.
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Die Blau-weißen Flammen der Strücher KG hatten sich zum „Racing Team“ formiert und die Küzengarde aus Oberdollendorf verwies auf ihre im karnevalistischen Sinne nicht zählbaren „75 Jahre Küzen“ hin. Dass sie „Gemeinsam schneller“ sind zeigten die Siebengebirgsdrachen und die SSG Königswinter bei ihrem Partnerauftritt beim Zoch, und die F-Jugend der HSG Siebengebirge machte mit ihrer zahlenmäßig größten Gruppe von 110 Teilnehmern deutlich – die HSG ist bunt.
Als „Superhelden“ waren die CJD-Menschenkinder mit ebenfalls über 100 Teilnehmern unterwegs und ließen sich keineswegs vom Wetter die Petersilie verhageln. Der Strücher Elferrat kündigte das nahende Zugende an, das die Klääv Botz Aegidienberg noch ein wenig herauszögerte, die mit ihren Regenschirmen in „rut un wiess“ womöglich die besten Kostüme gewählt hatten. Nun hieß es für Arno I. und Christine II. und ihre Wagenengel „opjepass un einjereiht“ und der Rosenmontagszug war komplett unterwegs.

