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Stadtbahn-KriseLinie 66 zwischen Siegburg und Bonn bekommt laut Stadtwerken wieder Doppelwagen

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Die Linie 66 soll nach Ferienende wieder mit Doppelwagen fahren.

Die Linie 66 soll nach Ferienende wieder mit Doppelwagen fahren.

Fahrgäste der Linie 66 aus Siegburg und Sankt Augustin erhalten laut SWB  die Doppelwagen zurück. Ein erster Ultraschall-Test war erfolgreich.

Licht am Ende des Tunnels: „Die erste Bahn einer B-Wagen-Serie ist am Freitag, 28. August, erfolgreich nach der Überprüfung durch die technische Aufsichtsbehörde sowie nach Vorlage aller Unterlagen wieder in Betrieb genommen worden.“ Das teilten die Stadtwerke Bonn (SWB) mit.

Hoffnungen dürfen sich vor allem die Fahrgäste der aktuell andauernd überfüllten Linie 66 aus Siegburg, Sankt Augustin und Beuel machen: Sie sollen kurzfristig ihren gewohnten Takt mit Doppelwagen zurückerhalten. Zuletzt waren aufgrund der fehlenden Stadtbahnen nur einzelne Wagen unterwegs gewesen.

Weitere Bescheide der Aufsichtsbehörde stehen noch aus

Wie die SWB weiter mitteilen, sollen jetzt nach jeweils bis zu zwölfstündiger Ultraschall-Untersuchung und technischer Inspektion weitere Bahnen der „fünften Serie“ freigegeben werden. Zwei weitere Bescheide der für die Kontrollen zuständigen Technischen Aufsichtsbehörde (TAB) in Düsseldorf für die „anderen beiden Serien“ stünden noch aus. Am Montag sei der Freigabeprozess für die zweite Bahn der fünften B-Wagen-Serie angelaufen, teilten die Stadtwerke mit. Das ursprüngliche Ziel, zwei Wagen pro Tag freizugeben sei damit derzeit nicht erreicht, die Abläufe müssten noch optimiert und die externen Prüfer eingetaktet werden.

Anja Wenmakers, Geschäftsführerin SWB Bus und Bahn, nannte die erste Freigabe einen „wichtigen Meilenstein“. SWB-Aufsichtsratsvorsitzender David Lutz sagte: „Mit der Wiederinbetriebnahme des ersten Fahrzeugs beginnt nun der schrittweise Weg zurück zu einem stabileren Angebot für unsere Fahrgäste. Zugleich stehen wir erst am Anfang dieses Prozesses. Entscheidend ist, dass wir transparent über die weiteren Fortschritte informieren. Unabhängig davon wird die Aufarbeitung der Informations- und Entscheidungsabläufe konsequent fortgesetzt.“

Siegburger Bahnen mit „zwei Wagen im gewohnten Takt“

Mit dem Ferienende verkehren laut SWB zwischen Siegburg und Bonn Hauptbahnhof wieder Bahnen der Linie 66 „mit zwei Wagen im gewohnten Takt“. Zwischen Hauptbahnhof und Ramersdorf beziehungsweise Ramersdorf und Königswinter/Bad Honnef führen zunächst Busse. Sobald wieder genügend Bahnen im Einsatz seien, werde dieser Bahnersatzverkehr Schritt für Schritt zurückgefahren.

Die Busse für den Ersatzverkehr der Linie 66 fahren ab Hauptbahnhof am Bussteig D1 ab mit der Kennung BE 68. In Ramersdorf ist der Ersatzverkehr mit BE 66 gekennzeichnet. Die Stadtwerke kündigten an, an den zentralen Punkten Service-Personal einzusetzen, das beim Umstieg helfen solle.

Linien 63, 67 und 68 fahren ab 2. September vorerst nicht

„Hintergrund des Busverkehrs in Richtung Bad Honnef ist die starke Auslastung der Bahnen in Richtung Siegburg und von dort kommend zum Hauptbahnhof und der dichte Verkehr rund um die Kennedybrücke, der einen Bahnersatzverkehr dort nahezu unmöglich macht“, teilten die Stadtwerke mit. „Damit auf diesem Streckenabschnitt Bahnen in doppelter Stärke eingesetzt werden können, fahren Busse ins Siebengebirge und zurück. Es gelten die Ersatzhaltestellen, die auch beim Hochwasserverkehr angefahren werden.“

Die Linien 63 (Bonn Bad Godesberg - Tannenbusch), 67 (Siegburg - Bad Godesberg) und 68 (Ramersdorf - Bornheim) fahren ab dem 2. September bis auf weiteres nicht. Fahrgäste sollen anstelle der Linie 63 die Linie 16 nutzen. Die Linie 66 ersetze außerdem in Bonn vom Hauptbahnhof bis Ramersdorf den Linienweg der Linie 68.

Sicherheit und Sorgfalt haben weiterhin Vorrang.
Anja Wenmakers, SWB-Geschäftsführerin

Aus der Mitteilung geht nicht hervor, wie viele Fahrzeuge nach der jetzigen Untersuchung auf Herz und Nieren freigegeben werden können, wie lange es dauert und für wie viele Fahrzeuge der „anderen beiden Serien“ noch zwei weitere Bescheide der TAB ausstehen.

Mit der KVB solle sichergestellt werden, dass ab Mittwoch, 2. September, bei den Linien 16 und 18 ausreichend Bahnen im Einsatz sind, um bis auf einen Kurs alle Fahrten zwischen Bonn und Köln zu bedienen. „Ein Teil der Bahnen der Bonner, die normalerweise im Kölner Stadtgebiet fahren, werden von der KVB gestellt.“

Geschäftsführerin Anja Wenmakers sagte weiter: „Sicherheit und Sorgfalt haben weiterhin Vorrang. Entscheidend ist, dass jedes Fahrzeug das festgelegte Verfahren vollständig durchläuft.“