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Grüner und weiblicherDas neue Gesicht des Kreistags in Rhein-Sieg

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Im neu gewählten Kreistag ist der Anteil der weiblichen Abgeordneten deutlich gestiegen.

Rhein-Sieg-Kreis – Die Grünen waren der große Sieger bei der Kreistagswahl am 13. September. Der Juniorpartner der CDU in der schwarz-grünen Kreistagsfraktion verbesserte seinen Stimmenanteil gegenüber der vorangegangenen Wahlperiode um fast zehn Prozentpunkte auf 21,8 Prozent und ist jetzt vor der SPD erstmals zweitstärkste politische Kraft im Kreistag.

Diesen Erfolg dürften die Grünen auch der „Fridays for Future“-Bewegung zu verdanken haben, die klassische grüne Themen gerade auch bei jüngeren Wählerinnen und Wählern hoffähig gemacht hat. In der 19-köpfigen Kreistagsfraktion der Grünen spiegelt sich diese Entwicklung allerdings nicht wider. Mit Nina Droppelmann (28) und Pauline Gödecke (23) gehören der im Durchschnitt 53 Jahre alten Fraktion gerade einmal zwei Mitglieder aus der Generation der jungen Umweltaktivisten an. Immerhin fünf Fraktionsmitglieder der Grünen (26,3 Prozent) sind jünger als 40.

Welche Altersgruppen machen Politik im neugewählten Kreistag?

Zunächst einmal ist das Gremium im Durchschnitt geringfügig älter geworden. 2014 startete der Kreistag mit einem Altersdurchschnitt von 52,36 Jahren in die Wahlperiode, in diesem Jahr liegt dieser Wert bei 53,73 Jahren.

Der Frauenanteil und der Altersdurchschnitt sind deutlich gestiegen.

Am jüngsten ist jetzt die Fraktion der Linken, deren Durchschnittsalter 45 Jahre beträgt. Die SPD kommt auf einen Wert von 49 Jahren, die FDP auf 53,2 Jahre und die CDU auf 54,9 Jahre. Bei der vierköpfigen AfD-Fraktion, deren jüngstes Mitglied 61 Jahre alt ist, beträgt das durchschnittliche Alter 65,5 Jahre. Die beiden jüngsten Kreistagsmitglieder mit jeweils 23 Jahren stellen Grüne und SPD. Der älteste Abgeordnete kommt mit 82 Jahren von der „Volksabstimmung“.

Wo spielen junge Politiker eine Rolle?

Zwar ist der Kreistag im Durchschnitt etwas älter geworden. Bei den Entscheidungsträgern ist aber eine deutliche Verjüngung zu beobachten. So ist Denis Waldästl, der Fraktionsvorsitzende der SPD, gerade einmal 33 Jahre alt, Christian Koch, Fraktionschef der FDP, 35 Jahre und Torsten Bieber, der die Fraktion der CDU anführt, 46 Jahre. Der Anteil der unter 40-Jährigen liegt im gesamten Kreistag bei etwas unter 19 Prozent.

Die SPD ist mit einem Anteil von fast 39 Prozent deutlich jünger unterwegs als die übrigen Parteien. Bei der Linken sind rund 33 Prozent der Abgeordneten unter 40 Jahren, bei den Grünen knapp 26 Prozent, bei der FDP 20 Prozent und bei der CDU 14,7 Prozent.

Wie sieht es im Kreistag mit der Verteilung der Geschlechter aus?

Der neue Kreistag ist deutlich weiblicher geworden. Betrug der Frauenanteil zu Beginn der vorigen Wahlperiode noch 35 Prozent, so ist er nun auf fast 41 Prozent gestiegen.

Der Anteil von Frauen in der Fraktion scheint den im Kreistag vertretenen Parteien allerdings nicht in gleichem Maße wichtig zu sein. Bei der AfD ist Politik im Kreisparlament unverändert reine Männersache. Bei der Linken machen zwei Frauen und ein Mann Kreispolitik. In der SPD-Fraktion arbeiten acht Männer und zehn Frauen zusammen, was einem Frauenanteil von 55,6 Prozent entspricht. Bei den Grünen liegt der Frauenanteil bei 47,4 Prozent, bei der FDP bei 40 Prozent und bei der CDU bei 32,4 Prozent. Weibliche Fraktionsvorsitzende sucht man im Kreistag vergeblich.

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Ausschließlich von Frauen wird dagegen Landrat Sebastian Schuster vertreten. Die eher repräsentative Position einer Vize-Landrätin bekleiden Notburga Kunert und Brigitte Donie (beide CDU), Michaela Balansky (Grüne) und Ute Krupp (SPD).