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Mit besserer Technik für den ErnstfallDrei neue Fahrzeuge für Siegburger Feuerwehr

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Die Feuerwehr Siegburg stellt drei neue Fahrzeuge in Betrieb, im Gesamtwert von 934.000 Euro. Von links: ein MLF (mittleres Löschfahrzeug),ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) und ein Rettungstransportwagen (RTW).

Die Feuerwehr Siegburg stellt drei neue Fahrzeuge in Betrieb, im Gesamtwert von 934.000 Euro. Von links: ein MLF (mittleres Löschfahrzeug),ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) und ein Rettungstransportwagen (RTW).

Bürgermeister Stefan Rosemann übergab die Schlüssel des Löschfahrzeugs an die Löschgruppe Brückberg.

Eine knappe Million Euro hat der Stadtrat freigegeben, um drei neue Fahrzeuge für die Feuerwehr Siegburg anzuschaffen, exakt 934.000 Euro. Bürgermeister Stefan Rosemann überreichte jetzt vor der Feuerwache am Neuenhof symbolisch die Schlüssel. „Es ist genau richtig so, dass die Feuerwehr mit neuem Gerät ausgestattet wird“, sagte er. Er lobte die sehr gut ausgestattete Feuerwehr.

Im Rettungswagen ist ein elektrisches Fahrtragensystem eingebaut.

Im Rettungswagen ist ein elektrisches Fahrtragensystem eingebaut.

Für die hauptamtliche Wache gab es ein neues Notarzteinsatzfahrzeug und einen Rettungswagen, unter anderem mit einer hydraulischen Trage. Rosemann betonte, wie sinnvoll Beschaffungsgemeinschaften sind. Gemeinsam mit Königswinter und Troisdorf hat die Kreisstadt eingekauft. Die Politik stellte die Mittel zur Verfügung. Die Standardisierung helfe, damit die Belegschaften sich schnell auf andere Fahrzeuge einstellen können, so der Sachgebietsleiter Technik, Jan Platvoet. „Die Patientenversorgung wird dadurch verbessert.“

Bürgermeister Stefan Rosemann (l.) übergab die Fahrzeugschlüssel an die stellvertretenden Löschgruppenführer vom Brückberg, Daniel Klein (M.) und Leon Schiffbauer.

Bürgermeister Stefan Rosemann (l.) übergab die Fahrzeugschlüssel an die stellvertretenden Löschgruppenführer vom Brückberg, Daniel Klein (M.) und Leon Schiffbauer.

Besonders freute sich der Bürgermeister, dass er ein mittleres Löschfahrzeug (MLF) an die Löschgruppe Brückberg übergeben konnte. Das hat rund 350.000 Euro gekostet. Das war aber auch dringend nötig. Das Vorläufermodell, immerhin 30 Jahre alt, musste wegen technischer Mängel ausgemustert werden. „Es war einfach kaputt“, meinte Siegburgs Wehrleiter Daniel Winterscheidt.

Die Kaldauer halfen mit einem Ersatzfahrzeug aus, sodass die Brückberger ausrücken konnten. „Ab morgen geht das MLF in den Einsatz“, versicherte Winterscheidt. Die Löschgruppe Brückberg hat sich an der Konzeption intensiv beteiligt. Die Beladung wurde auf den Einsatzbereich abgestimmt. Dazu gehören Geräte für einfache technische Hilfeleistungen, wie ein Türöffnungskoffer, und Ausstattung für die Waldbrandbekämpfung, wie Wasserrucksäcke.

Für die Brandbekämpfung gibt es eine große Feuerlöschkreiselpumpe, die 2000 Liter in der Minute fördern kann, der Tank fasst 900 Liter. So können die Einsatzkräfte mit Löscharbeiten beginnen und alles vorbereiten für nachrückende Fahrzeuge. Auf der Anfahrt können sich zwei Feuerwehrleute mit Pressluftatmern ausrüsten, sechs Personen passen in die Kabine. 

Die Halle in Brückberg musste für das MLF verbreitert und erhöht werden

Außerdem ist ein Modul für die Einsatzstellenhygiene geladen, damit der Innenraum nicht mit Ruß und Rauch belastet wird. Die Brückberger haben allerdings für das MLF die Halle verbreitern und erhöhen müssen, damit es hineinpasst. Die beiden stellvertretenden Löschgruppenführer, Daniel Klein und Leon Schiffbauer, die ihren Chef Christopher Fuchs würdig vertraten, berichteten, dass sie am Abend zuvor noch die Spinde zurückgestellt hatten.

Auch wenn es viel Geld ist, waren sich Rosemann und die Wehrführung einig, dass es gut angelegt ist. Denn Feuerwehr beruht wesentlich auf Freiwilligkeit. Gutes Gerät, nicht nur auf der Wache, sondern auch in den Feuerwehrhäusern der Löschgruppen, stärke die Geschlossenheit, Motivation und Kameradschaft.