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Kommentar zur ImpfkampagnePolitik lässt Chancen trotz Novavax-Trumpf verstreichen

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Trotz Nuvaxovid-Impfstoff geht es nicht weiter mit der Impfkampagne.

Der Novavax-Impfstoff ist wohl die letzte Chance, zusätzliche Menschen freiwillig und ohne Impfpflicht zur schützenden Spritze zu bewegen. Doch die Impfkampagne kommt nicht vom Fleck - und das geht vor allem auf das Konto des Bundes.

Werbekampagne geht die Luft aus

Der groß angekündigten, neuen Werbekampagne ist offenbar schon nach wenigen Wochen die Luft ausgegangen: Plakate in den Straßen, Werbung im Fernsehen und Aufklärungsarbeit in den sozialen Netzwerken findet man nur mit der Lupe - trotz Millionenbudget. Das ist ein großes Versäumnis.

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Denn Deutschlands überdurchschnittlich große Impflücke könnte spätestens im Herbst gefährlich werden. Nur wenige Tausend Menschen werden hierzulande täglich noch erstgeimpft. Mit Blick auf eine weitere Viruswelle ist eine höhere Impfquote aber wichtig, um den Lockerungskurs nicht zu gefährden.

Navavax-Impfstoff ist ein ungenutzter Trumpf

Dabei hat die Politik mit dem Novavax-Impfstoff längst ein neues Ass im Armel, das sie nur ziehen muss. Novavax gilt als das Vakzin, was womöglich auch die Impfzögerer und Impfkritiker überzeugen könnte. Es handelt sich um einen Proteinimpfstoff und nicht um eins der mRNA-Präparate, gegen die manche Menschen Bedenken haben.

Diese Chance dürfen Bund, Länder und Kommunen nicht verstreichen lassen. Sie sollten nicht nur hoffen, dass bisher ungeimpfte Menschen diesen Impfstoff nehmen wollen. Aus den Hoffnungsbekundungen müssen auch Handlungsschritte erfolgen: Aufklärungsarbeit in allen zur Verfügung stehenden Kanälen ist nötig, um über die Vorteile der Impfung zu informieren. Die Bundesregierung darf den Verschwörungsideologen nicht wieder das Feld überlassen. Auch wenn sich schlussendlich nicht alle Impfkritiker überzeugen lassen, hat man wenigstens nichts unversucht gelassen.