Said El Mala bleibt beim 1. FC Köln – und bekommt eine prestigeträchtige Rückennummer. Sein Vorgänger hat keine Einwände.
„Trag die Nummer mit Stolz“Lukas Podolski ruft Said El Mala an – und scherzt über Transfer

Die 10 beim 1. FC Köln: Lukas Podolski hat mit Said El Mala einen Rückennummer-Erben gefunden. (Archivbild)
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Am Ende des wochenlangen Pokers meldete sich dann auch der Prinz höchstpersönlich – mit einer klaren Forderung. „Trag die Nummer mit Stolz“, rief Lukas Podolski seinem Nachfolger Said El Mala zu, als sich der Weltmeister von 2014 zur Vertragsunterzeichnung samt Nummernwechsel des umworbenen Shootingstars am Donnerstagabend per Videocall bei seinem geliebten Ex-Klub meldete.
El Mala, der einen neuen Kontrakt bis 2031 beim 1. FC Köln unterschrieb und künftig die prestigeträchtige 10 auf dem Trikot trägt, versicherte: „Mache ich, 100 Prozent.“
Lukas Podolski scherzt über Zabrze-Transfer von Said El Mala
Um seinem Erben viel Erfolg zu wünschen, nahm sich Podolski vor dem Hinspiel in den Playoffs zur Conference League seines polnischen Vereins Gornik Zabrze gegen die AS Monaco kurz Zeit – und hatte auch einen Scherz auf Lager.
„Wir hatten leider nicht das Geld, dich zu kaufen, das hat der Kessler (Kölns Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler, Anm. d. Red.) abgelehnt. Aber im Winter versuchen wir es nochmal“, sagte Podolski.
El Mala: „Ich weiß, was es bedeutet, mit der Nummer 10 zu spielen“
In einem Instagram-Beitrag des 1. FC Köln äußerte sich El Mala zudem zu seiner neuen Rückennummer. „Ich weiß, was es bedeutet, mit der Nummer 10 für den FC zu spielen“, ließ der Stürmer wissen. Er spüre „riesiges Vertrauen“ und eine „große Wertschätzung“, hieß es weiter.
Zudem veröffentlichten El Mala, Podolski und der 1. FC Köln gemeinsam einen Instagram-Beitrag mit einem Bild, auf dem El Mala und Podolski Arm in Arm zu sehen sind, während beide El Malas neues Trikot mit der Nummer 10 betrachten.
Podolski, Littbarski, Flohe, Löhr und Overath als Vorgänger
Mit seinem Wechsel von der 13 zur 10 tritt El Mala einer Riege großer Namen bei. Podolski, Pierre Littbarski, Heinz Flohe, Hannes Löhr und vor allem Wolfgang Overath liefen beim FC mit der Nummer auf. Zuletzt war die 10 im Jahr 2015 an Patrick Helmes vergeben worden, getragen hatte sie der Stürmer aber nie.
Mit Littbarski äußerte sich ein weiterer Vorgänger, der die ehrwürdige Rückennummer in Köln getragen hatte, zu El Malas Verbleib in Köln. „Ich hatte eigentlich gedacht, dass er vielleicht doch nach England geht“, sagte Littbarski im Gespräch mit dieser Zeitung. „Umso erfreulicher ist es, dass er beim FC geblieben ist. Das ist ein ganz wichtiges Signal, ein Anschub für den Verein.“
Littbarksi über El Mala: „Er hat sich die 10 auf dem Rücken verdient“
Auch gegen die neue Rückennummer hat Littbarksi ebenso wie Podolski keine Einwände. „Das Gesamtpaket stimmt: Said ist ein ehrlicher Junge, fleißig und er liebt die Fans. Er hat das Herz am rechten Fleck. Das passt sehr gut zur Zehn“, erklärte Littbarksi. „Er hat sich die 10 auf dem Rücken verdient.“
Die El-Mala-Trikots der neuen Saison mit der 13 nimmt der Verein zurück – und stellt den Fans im Gegenzug ein neues mit der 10 aus. Der Kaufpreis wird erstattet, teilten die Kölner mit. Die zurückgeschickten Shirts will der Bundesligist für einen karitativen Zweck spenden. (das/sid)
