Was für ein Zeichen: Said El Mala bekennt sich zum 1. FC Köln. Der Klub hat den Kontrakt mit dem Top-Talent um ein weiteres Jahr bis 2031 verlängert.
Klub hat mit Jungstar Vertrag verlängertSaid El Mala bleibt auch in der neuen Saison beim 1. FC Köln

Training, 1.FC Köln, 20.08.2026 Said El Mala 1. FC Köln, 13 beim Training Training, 1.FC Köln, 20.08.2026 DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi video. *** Training, 1. FC Köln, August 20, 2026 Said El Mala, 1. FC Köln, 13, at training Training, 1. FC Köln, August 20, 2026 DFL regulations prohibit any use of photographs as image sequences and/or quasi-video Copyright: xBEAUTIFULxSPORTS/Buriakovx
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Kein Kölner Rekordwechsel nach Dortmund oder Leipzig, kein Transfer auf die Insel zu einem Premier-League-Klub: In den vergangenen Wochen und Monaten war so viel über die Zukunft von Said El Mala spekuliert worden, dass der Jungstar medial beinahe schon verkauft schien. Nun setzen Spieler und Klub ein deutliches Zeichen. „Said El Mala wird auch in der kommenden Saison für den 1. FC Köln auf Torejagd gehen“, teilte der Klub am Donnerstagabend mit.
Mehr noch: Der 19-jährige Offensivspieler bekennt sich zum 1. FC Köln und hat seinen Vertrag am Geißbockheim bis 2031 verlängert. Der Angreifer wird künftig mit der Rückennummer 10 auflaufen und ist damit der erste Spieler seit Lukas Podolski, der diese besondere Nummer für den 1. FC Köln trägt.
Es ist davon auszugehen, dass El Malas Gehalt, das bislang rund 1,2 Millionen Euro inklusive leistungsbezogener Prämien betragen haben soll, in diesem Zuge deutlich angehoben wurde. Der ursprüngliche Kontrakt bis 2030 hatte keine Ausstiegsklausel. Nach Informationen dieser Zeitung bleibt dies so: keine Ausstiegsklausel auch im neuen Papier bis 2031. Der umjubelte Jungstar und Nationalspieler in spe bleibt. Und dies mindestens für eine weitere Saison.
Wir freuen uns sehr, dass Said seinen Weg beim FC weitergeht
„Wir freuen uns sehr, dass Said seinen Weg beim FC weitergeht“, sagt Kölns Sport-Geschäftsführer Thomas Kessler. El Mala habe in der vergangenen Saison eine hervorragende Entwicklung genommen, sich in der Bundesliga als wichtiger Bestandteil der Mannschaft etabliert und mit seinen Leistungen und Toren einen wichtigen Beitrag für das Team geleistet.
„Dass diese Entwicklung auch das Interesse anderer Klubs geweckt hat, ist nachvollziehbar. Umso wichtiger war für uns der offene und vertrauensvolle Austausch mit Said und seiner Familie über seine weitere sportliche Perspektive. Gemeinsam sind wir zu der Überzeugung gekommen, dass sein Potenzial noch lange nicht ausgeschöpft ist und er hier am Geißbockheim sehr gute Voraussetzungen vorfindet, um die nächsten Schritte in seiner Entwicklung zu gehen“, erklärt Kessler.
Seit dem Start der Vorbereitung habe El Mala zudem jeden Tag mit seiner Leistung, seiner Professionalität und seiner Haltung unterstrichen, „dass er diesen Weg mit voller Überzeugung mitgehen möchte“. Kessler ergänzt: „Wir haben großes Vertrauen in ihn und sind überzeugt, dass er weiterhin eine wichtige Rolle in unserer Mannschaft einnehmen wird.“
Auch El Mala selbst betont sein Vertrauen in den FC. „Seit ich hier bin, hat mir der FC jeden Tag ein gutes Gefühl gegeben. Deshalb komme ich jeden Tag gerne ans Geißbockheim. Es macht unheimlich viel Spaß, mit den Jungs und dem Trainerteam zu arbeiten, und ich habe richtig viel dazugelernt“, sagt der 19-Jährige.
Ich spüre hier riesiges Vertrauen und große Wertschätzung. Deshalb bleibe ich hier – ich möchte mit dem FC und unseren Fans eine gute Saison spielen.
Seine erste Bundesliga-Saison sei „etwas ganz Besonderes“ gewesen. „Natürlich habe ich mir danach Gedanken über meine Zukunft gemacht. Aber die Gespräche mit den Verantwortlichen beim FC, mit René und mit Thomas, waren top. Ich spüre hier riesiges Vertrauen und große Wertschätzung. Deshalb bleibe ich hier – ich möchte mit dem FC und unseren Fans eine gute Saison spielen. Dafür werde ich alles geben, auch weil ich weiß, was es bedeutet, mit der Nummer 10 für den FC zu spielen.“
Die Entscheidung für den Verbleib war in den vergangenen Tagen keineswegs selbstverständlich. Kessler hatte am Sonntagmittag am Rande der Testspiele des FC in Paderborn jedoch bereits eine klare Ansage gemacht: „Ich wurde immer belächelt, wenn ich gesagt habe, dass ich davon ausgehe, dass Said bleibt. Jetzt sind wir eine Woche vor dem Pokalspiel. Deswegen gibt es heute keinen Anlass, daran zu zweifeln, dass Said bleiben wird.“
El Mala hatte am selben Wochenende im Testspiel beim Bundesliga-Aufsteiger SC Paderborn eine ordentliche Leistung gezeigt. In der Generalprobe vor dem anstehenden Pokalspiel am Montag beim Drittligisten Würzburger Kickers erzielte der 19-Jährige beim 2:3 per selbst herausgeholtem Elfmeter ein Tor. Während der Offensivspieler auf dem Platz überzeugte, blieb seine Zukunft beim FC zunächst das beherrschende Thema. Viele Kölner sehnten sich bereits nach einem Ende des Transfer-Theaters, das nun beendet ist. Den Spieler selbst traf daran die geringste Schuld.
Transfer zum BVB war geplatzt
Die Erleichterung im FC-Umfeld und bei vielen Fans war groß gewesen, als die Verhandlungen mit Borussia Dortmund nach sieben Wochen zunächst gescheitert waren. Der BVB war auch mit seinem finalen Angebot nicht durchgedrungen und zog sich am vergangenen Freitag aus dem Poker zurück. El Mala und seine Familie hatten zuvor angeblich klar zu einem Wechsel nach Dortmund tendiert. Für den Krefelder war es offenbar der Wunschklub gewesen. Das Scheitern der Verhandlungen zwischen den Vereinen führte jedoch dazu, dass El Mala zunächst in Köln blieb.
Anschließend berichtete die „Sport Bild“, dass RB Leipzig in den Transfer-Poker einsteigen und ein Angebot vorbereiten wolle. Das Interesse von RB Leipzig an El Mala war nicht neu. Doch es war wohl nicht stark und ernsthaft genug. Denn es kam allem Anschein nach nicht mehr zu einem konkreten Vorstoß. Auch finanziell lagen die Vorstellungen wohl weit auseinander. Oder: El Mala hatte kein wirkliches Interesse an einem Transfer nach Leipzig. Am Ende präferierte er allem Anschein nach dem Verbleib in Köln. Wegen der fortgeschrittenen Zeit auf dem Transfermarkt hätte ein Wechsel auch schnell über die Bühne gehen müssen, denn der FC hätte einen Nachfolger für El Mala finden müssen. Dazu kam es nicht. Nun ist die Entscheidung gefallen: El Mala bleibt beim FC.
Der Offensivspieler war im Sommer 2024 gemeinsam mit seinem Bruder Malek von Viktoria Köln zum FC gewechselt. In der Saison 2024/25 spielten die beiden zunächst auf Leihbasis für Viktoria. Anschließend kehrte der Offensivspieler mit seinem Bruder zum FC ans Geißbockheim zurück. In seiner ersten Bundesliga-Saison absolvierte El Mala 34 Pflichtspiele, davon zwei im DFB-Pokal. Er erzielte 13 Tore und bereitete fünf weitere vor. Für die WM wurde er unverständlicherweise nicht von Bundestrainer Julian Nagelsmann nominiert. Es ist davon auszugehen, dass Nachfolger Jürgen Klopp dies schnell nachholen wird.
