1. FC KölnTanz vor der Südtribüne –    Kölner feiern Gala gegen Frankfurt

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Die Mannschaft des 1. FC Köln tanzt vor der Südtribüne.

Die Mannschaft des 1. FC Köln tanzt vor der Südtribüne.

Der 1. FC Köln hat eine weitere Gala-Vorstellung in Müngersdorf abgeliefert. Gegen formstarke Frankfurter gelang dem Team von Steffen Baumgart ein überzeugender und verdienter 3:0-Heimsieg.

Nach dem Schlusspfiff tanzten die FC-Profis vor der Südtribüne. 27.393 Tage nach seiner Gründung am 13. Februar 1948 beging der 1. FC Köln am Sonntagnachmittag sein Jubiläumsspiel. Und dank einer herausragenden zweiten Halbzeit gelang Steffen Baumgarts Mannschaft gegen den Champions-League-Teilnehmer Eintracht Frankfurt ein sogar verdientes 3:0 (0:0).

Somit blieben die Kölner auch im fünften Spiel des neuen Jahres ungeschlagen, mit nur zwei Gegentreffern stellen sie zudem die bislang beste Bundesliga-Abwehr 2023. Nach einer torlosen ersten Halbzeit trafen Timo Hübers (49.) sowie der erneut herausragende Ellyes Skhiri (71., 86.) für den FC, der seine Fans voller Freude in eine Woche entließ, die im Zeichen des Klubjubiläums sowie des Starts in den Straßenkarneval stehen wird.

Ellyes Skhiri trifft per Kopfball zum 2:0

Ellyes Skhiri trifft per Kopfball zum 2:0

Nach dem 0:0 gegen Leipzig hatte Steffen Baumgart seine Startelf auf einer Position angepasst. Für den erkrankten Dejan Ljubicic begann Denis Huseinbasic auf der zentralen Offensivposition. Bei Frankfurt kehrte Jesper Lindström nach seiner Pause im Pokal gegen Darmstadt (4:2) zurück, im Mittelfeld startete Sow für Sebastian Rode. Frankfurt mit gefürchteter Offensive Damit stand den Frankfurtern ihre in dieser Saison so herausragende Offensive mit dem französischen Vizeweltmeister Randal Kolo Muani, Sprinter Lindström sowie Mario Götze zur Verfügung.

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1. FC Köln mit Glück nach Handspiel

Nach zehn Minuten verlor Jonas Hector den Ball auf der linken Seite. Jeff Chabot versuchte, das winzige Zeitfenster zu nutzen, in dem er einigermaßen aussichtsreich ins Duell mit Lindström gehen konnte. Doch als der Kölner Innenverteidiger heranrauschte, war der Däne längst vorbei – doch Lindströms Hereingabe geriet kümmerlich.

Dennoch: Die Eintracht hatte den Kölnern nun ihre Werkzeuge präsentiert, schon zuvor hatte Kolo Muani Timo Hübers auf dem Flügel überlaufen. Nach einer guten Viertelstunde hatten die Kölner dann Glück. Ein Frankfurter Eckball durchquerte den Strafraum bis zum entfernten Eck des Fünfmeterraums, wo Eric Martel eine Brust-Abwehr versuchte, den Ball aber mit dem Oberarm spielte. Schiedsrichter Sieber entschied nach Ansicht der Videoaufzeichnung, es habe kein strafbares Handspiel vorgelegen. Eine knappes Urteil.

In der 25. Minute war Chabot erneut überwunden, diesmal hatte Kolo Muani den gebürtigen Hessen per Dribbling auf den Hosenboden gesetzt, doch kam im letzten Moment Benno Schmitz zur Hilfe. Danach leistete sich dann die Eintracht einen Beinahe-Elfmeter, als Buta ein Ball knapp an der Toraus-Linie an den Arm sprang. Doch auch angesichts des Vorgeschehens gab es erneut keinen Strafstoß, durchaus zurecht.

Umkämpfte Partie und seltenes Standard-Tor

Die Partie blieb umkämpft, Köln schien stets nur einen verlorenen Zweikampf vom Gegentor entfernt und hatte Schwierigkeiten, offensiv in Erscheinung zu treten. Steffen Tigges war isoliert, Linton Maina und Florian Kainz fanden kaum Raum für ihre Läufe. Denis Huseinbasic verdiente sich den Beifall der Tribünen vor allem für seine Ballgewinne.

Auch im dritten Kräftemessen mit einem Champions-League-Teilnehmer nach der Winterpause gelang es dem FC zunächst nicht, ein gefährliches Konterspiel zu inszenieren. Zur Pause war der FC mit dem 0:0 recht gut bedient. Die Gäste hatten mehr Ballbesitz, die besseren Chancen und eine überlegene Passquote.

Timo Hübers jubelt nach seinem Treffer zum 1:0.

Timo Hübers jubelt nach seinem Treffer zum 1:0.

Gegen stärker besetzte Gegner bleibt neben dem Konter jedoch das Mittel der Standardsituation, auch da hatte Köln in den vergangenen Wochen keine großen Erfolge verzeichnet. Doch in der 49. Minute versuchte es der FC mit einer Variante: Kainz spielte kurz zu Hector und erhielt den Ball sofort zurück. Mit viel Zug flankte der Österreicher auf das Frankfurter Tor, Innenverteidiger Hübers stürzte sich in den Ball und versenkte per Kopf zum 1:0.

Wenig später eröffnete sich die Chance auf das 2:0, doch erneut brachten die Kölner einen Konter nicht zum Erfolg, weil Tigges den finalen Querpass mit zu wenig Druck spielte und Martel nicht abschließen konnte. Doch dann klappten sogar die Konter. Maina raste nach einer Frankfurter Ecke auf und davon, schickte Hasebe mit einer Körpertäuschung ins Leere und legte ab auf Sargis Adamyan.

Dessen Abschluss konnte Trapp noch abwehren, doch Skhiri flog heran und köpfte den Abpraller ins Netz – Skhiri hatte den Konter selbst eingeleitet und dann einen seiner berühmten Sprints über das gesamte Feld gezogen, die jenseits der 70. Minute kaum ein Spieler schafft. Und Skhiri legte noch nach: In der 86. Minute flankte Kainz wieder auf das Frankfurter Tor, Nidickas Abwehr fiel Skhiri vor die Füße – 3:0.

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