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Vertrag beim FC läuft ausTimo Hübers hat mehrere Optionen

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Verteidiger Timo Hübers und Cheftrainer Steffen Baumgart im Training des 1. FC Köln

Der Trainer und sein Abwehrchef: Steffen Baumgart (r.) und Timo Hübers in diesen Tagen im Training

Timo Hübers Vertrag beim 1. FC Köln läuft am Saisonende aus. Der Verein will mit dem Abwehrchef verlängern. Der 26-Jährige fühlt sich beim FC zwar wohl, doch er hat mehrere Optionen und sich noch nicht entschieden.

Timo Hübers gilt als der etwas andere Fußball-Profi. Als einer, der über den Tellerrand schaut. Als helles Köpfchen. Der 26-Jährige schloss zu Beginn des Jahres sein Masterstudium in Wirtschaftswissenschaften erfolgreich ab. Auch bei der Wahl des Urlaubsortes macht der Verteidiger des 1. FC Köln nicht das Erwartbare. Während es viele Kollegen nach Dubai oder auf die Malediven zog, war Hübers zuletzt in Costa Rica. Und er verzichtete darauf, auf seinem ohnehin mäßig gepflegten Instagram-Account inszenierte Urlaubsfotos zu posten. Hübers wollte einfach abschalten.

Auch die WM interessierte ihn dort so gut wie gar nicht. Abgesehen vom Gruppenspiel der Costa Ricaner gegen Deutschland, dem er sich nicht ganz entziehen konnte („Da war auf den Straßen die Hölle los“), hat der Abwehrspieler bisher nur ein weiteres Turnier-Spiel verfolgt. „Die WM läuft an mir vorbei – bedingt auch durch meinen Urlaub. Mich juckt die WM in diesem Winter nicht so doll“, sagt er.

Der 1. FC Köln ist ihm allerdings nicht schnuppe. Auch bei den derzeit eisigen Temperaturen mischt der Verteidiger mit Elan und Konzentration bei den vielen Trainingseinheiten mit. „Das letzte Mal, dass wir eine solche Trainingswoche hatten, ist lange her. Die Jungs sind mit Spaß und Freude dabei, auch wenn es härter zur Sache geht und die Temperaturen doch ein wenig frischer sind“, sagt Hübers. Die Bedingungen seien gut. „Ich hoffe, dass wir vom großen Wintereinbruch verschont bleiben. Die Trainingseinheiten tun uns als Mannschaft gut. Es ist schön, nicht alle drei Tage eine Partie zu haben und mental wieder auf hundert Prozent hochfahren zu müssen“, sagt der Verteidiger, dessen Team in der Hinrunde wochenlang im Drei-Tages-Rhythmus spielte und der Belastung Tribut zollen musste.

Nach den Erfahrungen seiner ersten Karriere-Hinrunde mit internationalen Einsätzen sagt Hübers: „Ich habe großen Respekt vor den Jungs, die das jedes Jahr machen. Für mich war die mentale Belastung der größere Faktor.“ Aber es habe eben in Europa auch „coole Momente“ auf einer „coolen Reise“ gegeben.

„Absolute Daseinsberechtigung"

Fragt sich, wohin die Reise in der Rückrunde geht. Für den 1. FC Köln, aber auch für Hübers selbst, der in der Hinrunde Stammkraft war. Trotz der Talfahrt seines Teams zuletzt ist dem gebürtigen Hildesheimer vor der Rückrunde nicht bange: „Es überwiegt die Freude auf die Restrunde und nicht die Angst, dass wir vielleicht tiefer unten reinrutschen. Wenn wir volle Kapelle losdribbeln können, haben wir in der Bundesliga eine absolute Daseinsberechtigung. Nicht nur für unten, sondern auch für ein paar Plätze höher. Deswegen bin ich zuversichtlich.“

Hübers’ Vertrag beim FC läuft am Saisonende aus. Bekannt ist, dass die Verantwortlichen gern verlängern wollen, drei Jahre plus Option sind im Gespräch. Oder lockt eine neue Herausforderung? Interesse aus dem In- und Ausland soll es geben. Er antwortet erst vage: „Ich fühle mich super wohl beim FC, die Stadt ist cool, der Verein ist toll. Ich habe einen Vertrag hier. Alles Weitere werden wir sehen.“ Auf Nachfrage sagt er: „Ich kann mir sehr gut vorstellen, auch über den Sommer hinaus beim FC zu bleiben. Die Entwicklung mit den Jungs passt auch.“

Ablösefrei könnte Hübers den FC aller Voraussicht nach nicht verlassen. 20 Pflichtspiele hat er in dieser Saison bereits absolviert, davon zwölf in der Bundesliga. Bei 20 Bundesligaeinsätzen verlängert sich sein Kontrakt automatisch um eine weitere Saison bis 2024. Verletzt sich Hübers nicht, wird dieser Fall fast sicher relativ schnell eintreten.

Ausstiegsklausel im Sommer

Hübers Vertrag soll sich aber nicht nur einsatzabhängig um ein Jahr verlängern, sondern es soll nach Informationen des „Kicker“ auch eine Ausstiegsklausel aktiviert werden. Der „Kölner Stadt-Anzeiger“ kann das bestätigen, sie liegt bei rund fünf Millionen Euro. Sollte Hübers sie ziehen, wäre das kein wirtschaftliches Drama, schließlich kam er 2021 ablösefrei von Hannover 96. Aber sportlich und menschlich wäre es ein Verlust.