RechenspielWo der 1. FC Köln in der „Wahren Tabelle“ steht – Schiedsrichter-Fehler kosten Punkte

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Schiedsrichter Benjamin Cortus zückt im FC-Spiel gegen Union Berlin 2022 eine Gelbe Karte.

Schiedsrichter Benjamin Cortus zückt beim FC-Heimspiel gegen Union Berlin 2022 eine Gelbe Karte.

Der 1. FC Köln hat den Klassenerhalt bereits sicher. Doch wo stünde der FC eigentlich ohne Schiedsrichter-Fehlentscheidungen?

Torlinientechnologie und Video Assistant Referee (VAR) sollen den Fußball gerechter machen - und beides hat auch schon mehrfach seinen Zweck erfüllt. 100-prozentige Gerechtigkeit wird es aber nie geben. Und so kümmert sich das Portal wahretabelle.de um die immer noch ärgerlichen Fehler der Schiedsrichter in den Fußball-Bundesligen.

Interessant: Den Tenor des immer wieder bevorteilten FC Bayern München kann das Portal nicht stützen. Denn in der „Wahren Tabelle“ hat die Mannschaft von Trainer Thomas Tuchel sogar einen Punkt mehr auf dem Konto und hätte somit zwei Zähler Vorsprung auf Borussia Dortmund, bei denen sich Fehlentscheidungen zugunsten der Terzic-Elf ausgleichen (fünf Mal benachteiligt, fünf Mal bevorteilt).

Doch wie steht es eigentlich um den FC, zieht man mal die Fehler der Schiedsrichter in den bisherigen 32 Spielen ab. Laut wahretabelle.de gab es neun Spiele mit Kölner Beteiligung, in denen Fehlentscheidungen zu Toren geführt haben.

Fünf Mal hatte es - zumindest direkt - keinen Einfluss auf das Endergebnis: 1. Spieltag, Köln - Schalke 3:2 statt 3:1; 11. Spieltag, Mainz - Köln 4:0 statt 5:0; 22. Spieltag: Köln - Wolfsburg 0:1 statt 0:2; 24. Spieltag: Köln - Bochum 0:1 statt 0:2; 25. Spieltag: Dortmund - Köln 6:2 statt 6:1.

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In vier Fällen wäre es allerdings wohl zu einer anderen Punkteverteilung gekommen.

Mehr Punkte für den 1. FC Köln

Partie 1, 3. Spieltag: Eintracht Frankfurt - 1. FC Köln 1:1 Es geht um die Entscheidung vor dem 1:1-Ausgleichstreffer der Kölner. Stand Florian Dietz im passiven oder aktiven Abseits. Schiedsrichter Martin Petersen (Filderstadt) entscheidet auf Tor - laut der Portal-Mehrheit eine Fehlentscheidung. Resultat: Der FC hätte 0:1 verloren, damit einen Punkt weniger auf dem Konto.

Partie 2, 4. Spieltag: 1. FC Köln - VfB Stuttgart 0:0 In der 82. Minute kommt es im Strafraum zum Duell zwischen Sargis Adamyan und Konstantinos Mavropanos. Schiedsrichter Harm Osmers (Bremen) lässt weiterspielen. Eine Fehlentscheidung folgt man dem Votum der „Wahre Tabelle“-User. Resultat: Der FC hätte bei verwandeltem Elfmeter mit 1:0 gewonnen und dadurch zwei Punkte mehr auf dem Konto.

Partie 3: 6. Spieltag: 1. FC Köln - Union Berlin 0:1 Wieder bekommt der FC einen strittigen Elfmeter nicht zugesprochen. Nach einem Zweikampf zwischen einem Unioner Verteidiger und Steffen Tigges entscheidet Schiedsrichter Benjamin Cortus (Röthenbach) auf Weiterspielen. Auch hier sind sich die User in der Mehrheit sicher, dass das ein Strafstoß war. Resultat: Die Baumgart-Elf hätte dadurch auf 1:1 stellen können und somit einen Punkt mehr auf der Habenseite.

Partie 4: 26. Spieltag: 1. FC Köln - Borussia Mönchengladbach 0:0 Diesmal geht es um einen nicht gegebenen Elfmeter für Gladbach. Nach einer Viertelstunde Spielzeit bringt Timo Hübers den Borussen Florian Niehues im Strafraum zu Fall. Ein Strafstoß wäre Pflicht gewesen, so die User. Resultat: Gladbach hätte den Derbysieg holen können.

In der Endabrechnung hat der 1. FC Köln in der Wahren Tabelle also einen Punkt mehr auf dem Konto als in der realen Rangliste. An Tabellenplatz 10 würde das allerdings nichts ändern. Bemerkenswert: Köln hat insgesamt nur drei Mal von Fehlentscheidungen profitiert, wurde aber sechs Mal benachteiligt.  

Die größten Ausschläge in der „Wahren Tabelle“ haben der VfB Stuttgart (hätten sechs Punkte mehr verdient) und Union Berlin (müssten sechs Zähler weniger auf dem Konto haben).

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