Der Trainer von Borussia Dortmund äußert sich mit Vorsicht bezüglich der Partie gegen den 1. FC Köln.
BVB-Trainer warnt vor FCWegen Ramadan gegen Bayern auf der Bank – Kovac gibt Guirassy-Update

Niko Kovac hat sich zu den Startelf-Chancen von Ex-FC-Stürmer Serhou Guirassy geäußert.
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Die Chancen auf den Meistertitel sind wohl endgültig passé, doch Niko Kovac nimmt die bevorstehende Begegnung mit dem 1. FC Köln am Samstag (7. März, 18.30 Uhr) dennoch sehr ernst.
Am Donnerstag betonte der BVB-Coach, dass er die Konzentration im Saisonfinale aufrechterhalten möchte. Dies geschieht ungeachtet des vorherigen Ausscheidens aus dem DFB-Pokal und der Champions League sowie des großen Vorsprungs der Bayern. „Wir müssen noch punkten. Wir wollen alle Spiele am liebsten gewinnen. Das ist unser Ziel.“
Kovac über den Gegner: Köln steht unter Druck
Wenn Borussia Dortmund in Köln antritt, rechnet der BVB-Coach mit einem „intensiven, leidenschaftlichen Duell“. Er spricht eine deutliche Warnung an sein Team aus, die Elf von Lukas Kwasniok nicht zu unterschätzen.
„Es ist uns bewusst, dass das eine Mannschaft ist, die jetzt unten reingerutscht ist nach einem wirklich fulminanten Start“, äußerte sich Kovac. Obwohl Köln in letzter Zeit an Boden verloren habe, sei die Stärke im eigenen Stadion ungebrochen. „Diese Mannschaft ist gerade zu Hause in dem tollen Stadion mit der tollen Atmosphäre und diesen Fans zu guten Leistungen in der Lage.“
Für den BVB wird das Spiel gerade deshalb zu einer Herausforderung. Kovac ist sich bewusst, dass die Atmosphäre in Köln ein entscheidendes Element sein kann. „Wenn die Stimmung von oben nach unten schwappt oder umgekehrt, dann ist es in Köln sicherlich immer schwierig, aufzuspielen.“
Um den FC zu bezwingen, hat er eine klare Strategie: „Wir müssen dort seriös Fußball spielen, um letzten Endes nicht eine Euphorie aufkommen zu lassen.“
Die Situation vor dem Spiel ist eindeutig: Für Köln geht es um wichtige Punkte gegen den Abstieg, während Dortmund seine gute Position im Kampf um die Champions League verteidigen will. „Der FC muss gewinnen, um sich von unten zu entfernen. Wir wollen gewinnen, um uns letzten Endes oben festzusetzen und den Vorsprung weiter auszubauen“, fasst der Coach des BVB zusammen.
Kovac ist zuversichtlich, dass seine Spieler mit der Anspannung fertig werden. „Die Jungs haben in vielen Bundesligaspielen der Saison bewiesen, auch auswärts, dass sie dem Druck standhalten können.“
Er stellt aber auch deutlich klar, welche Folgen es hat, wenn der BVB nicht sein volles Potenzial abruft: „Sollten wir das nicht schaffen, dann wird es sicherlich ein sehr viel engeres und schwierigeres Spiel für uns werden.“
Zudem gab es Neuigkeiten zur Aufstellung des BVB: Es ist möglich, dass Serhou Guirassy und Ramy Bensebaini in Köln von Anfang an spielen, obwohl sie die Fastenregeln des Ramadan einhalten. „Wir werden das so managen, dass die beiden die Kräfte haben, um über neunzig Minuten spielen zu können“, versicherte Kovac. Beide hatten im Spiel gegen den FC Bayern München (2:3) nicht zur Startformation gehört. (red)


