Die A-Junioren des 1. FC Köln spielen vor 50.000 Zuschauern gegen Inter Mailand – die Leistungsträger in Kurzportraits
FC in der Youth League gegen InterTalente im Rampenlicht

Luis Stapelmann und Assad Kotya-Fofana sind die Säulen der Kölner Abwehr.
Copyright: IMAGO/Beautiful Sports
Der 1. FC Köln spielt in der Youth League im ausverkauften Rhein-Energie-Stadion gegen Inter Mailand (Mittwoch, 18 Uhr). Nur der Sieger zieht ins Achtelfinale des Wettbewerbs ein. Vor dem Duell mit den Norditalienern werfen wir einen Blick auf die Säulen im Team der jungen Geißböcke.
An Luis Magnus Stapelmann (19) führt kaum ein Weg vorbei. Der Innenverteidiger aus der U19 des 1. FC Köln hält nicht nur die Kölner Defensive zusammen. Er brilliert auch in gegnerischen Strafräumen. Unvergessen ist sein Siegtor im Endspiel um die Deutsche Meisterschaft der A-Junioren, als er sich in der Bay-Arena zum Matchwinner kürte.
Stapelmann, 19, bildet mit dem zwei Jahre jüngeren Assad Kotya-Fofana die Abwehrzentrale des 1. FC Köln. Beide messen über 1,90 Meter. Ein Vorbeikommen entwickelt sich für seine Kontrahenten in den meisten Fällen zu einer echten Herausforderung. Bemerkenswert ist, dass Stapelmann in den direkten Duellen meist ohne Verwarnung auskommt. „Luis ist einer unserer Büffel, eine absolute Maschine. Ein Zweikämpfer, der den Infight mit seinen Gegenspielern haben will“, sagt Trainer Stefan Ruthenbeck. Der 53-jährige Fußballlehrer und Meistermacher begleitet Stapelmann schon im dritten Jahr.
Alles zum Thema Geißbockheim
- FC in der Youth League gegen Inter Talente im Rampenlicht
- Regionalliga West Etienne Borie sorgt für Glücksgefühle beim 1. FC Köln
- Kanzlei Seitz Dieser Kölner Anwalt berät Ford und Florian Wirtz
- 1. FC Köln U 21 SC Paderborn ist ein gern gesehener Gast am Geißbockheim
- Match gegen Wolfsburg Ex-FC-Spieler aus Erftstadt sagt ein 3:1 voraus
- Rekordjahr 2025 Warum in Köln so viele Start-ups neu gegründet wurden wie noch nie
- Zukunft von vier FC-Mittelfeldspielern Drei Klarheiten und ein Kölner Härtefall
Die Kopfballstärke ist bei dem 2021 aus der Jugendabteilung des FC Rheinsüd ans Geißbockheim gewechselten Stapelmann besonders ausgeprägt und machte ihn in der Saison 2023/24 mit zehn Treffern in 19 Spielen zum torgefährlichsten Abwehrspieler der B-Junioren-Bundesliga. Die vorzeitige Beförderung zu den jahrgangsälteren und somit zu Ruthenbecks A-Junioren war nur folgerichtig.
Die Wertschätzung des 1. FC Köln manifestierte der Klub bereits im Spätsommer 2025 mit einem langfristigen Vertrag, über dessen Laufzeit Stillschweigen vereinbart wurde.
Jonathan Friemel (18) spielte bereits zehn Jahre für den 1. FC Köln und wechselte 2016 vom SV Weiden in das Kölner Nachwuchsleistungszentrum. „Unser Kapitän und absoluter Führungsspieler. Ein Leader durch und durch, unheimlich fleißig. Ein ganz wichtiger Spieler“, sagt Ruthenbeck über den Linksverteidiger, der mit seinem starken linken Fuß vor allem bei Standardsituationen ein gefragter Mann ist. Ebenso wie Stapelmann ist „Johnny“ ein Dauerbrenner. Friemel verpasste in der Youth League keine Minute und war in Meisterschaft und Pokal in 14 Spielen an vier Treffern beteiligt. Dass sein Team in der DFB-Nachwuchsliga in zwölf Spielen nur neun Treffer hinnehmen musste, auch das ein bundesweiter Bestwert, ist auch dem Kölner Kapitän zuzuschreiben.
In der Hinrunde letzter Saison hätte ich ehrlich gesagt nicht gedacht, dass er diese Entwicklung nehmen kann. Aber er hat zugehört und ist fleißig geblieben. Da hat es Klick gemacht
Mikolaj Marutzki (19) wechselte 2020 vom Bonner SC zum 1. FC Köln. „Er hat als Nummer drei bei uns begonnen und hat sich hochgearbeitet. Mikolaj hat eine tolle Entwicklung genommen“, sagt Ruthenbeck, der dies auch dem intensiven Konkurrenzkampf mit Timo Schmitz zuschreibt.
Marutzki hat einen deutschen und polnischen Pass, und besticht mit stoischer Ruhe, starken Reflexen und beidfüßigem Spiel. Wenn man so will, ist er der erste Aufbauspieler seines Teams. Die vermeintliche Lässigkeit und den hohen Risikofaktor gesteht ihm Ruthenbeck als Entwicklungsprozess zu. Mit Friemel und Stapelmann vervollständigt er das Kölner Trio, das bislang jede Minute in der Youth League auf dem Feld stand.
Fynn Schenten (18) darf getrost als Kölner Lebensversicherung betitelt werden. Der Offensivspieler hat seinen Markwert binnen weniger Wochen von Null auf 800.000 Euro geschraubt. Grund dafür ist seine Berufung in den Kölner Profikader mit bislang drei Einsätzen nach zuvor 15 Treffern in Youth League (5), Meisterschaft (4) und DFB-Pokal (6).
Der Deutsch-Franzose wechselte vor zehn Jahren vom SV Wachtberg in den Rhein-Energie-Sportpark und hat eine kaum für möglich Entwicklung hingelegt. Der 1,89 Meter große Mittelstürmer, der zeitweise auch über die linke Angriffsseite kommt, besticht durch Tempo und Tiefgang. Falls nichts Unvorhergesehenes geschieht, wird der Senkrechtstarter im Duell mit Inter Mailand in Ruthenbecks Startelf zu finden sein. „Er hat diese Wucht und kann ein Spiel entscheiden“, so Ruthenbeck.
Jason Ponente Ramirez feierte am Montag seinen 19. Geburtstag. Sein mitunter überbordendes Temperament spielte dem wieselflinken Außenstürmer in der Frühphase der Saison manchmal einen Streich. Wenn ihm seine Auswechselung missfiel, war bis in die hinterste Reihe des Franz-Kremer-Stadions zu registrieren. „In der Hinrunde letzter Saison hätte ich ehrlich gesagt nicht gedacht, dass er diese Entwicklung nehmen kann. Aber er hat zugehört und ist fleißig geblieben. Da hat es Klick gemacht“. Erklärt Ruthenbeck die beinahe wundersame Wandlung des Heißsporns. Der Italo-Spanier wechselte 2022 aus dem Nachwuchs von Viktoria Köln zum FC und traf bislang achtmal. In der Youth League bereitete er zwei Treffer vor.


