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„Audienz auf dem Legendenthron“Hector berichtet von offizieller FC-Bitte

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Jonas Hector lächelt bei einem Golfturnier.

Jonas Hector hat bestätigt, dass er seine Rückennummer ganz offiziell freigegeben hat.

Jonas Hector hat die Freigabe für seine Rückennummer 14 erteilt. Im Podcast schildert die FC-Ikone die Hintergründe.

Beim 1. FC Köln hat die Trikotnummer 14 einen neuen Träger. Der frühere Kapitän Jonas Hector schildert nun die Hintergründe der Vergabe.

Die Anhänger des 1. FC Köln erwarten mit Spannung den ersten Einsatz von Gideon Mensah, der am Samstag im Testspiel gegen San Sebastián seine Premiere im FC-Dress feiern soll.

Der Ghanaer stieß erst vor rund einer Woche zum Team. Nach einem Sonderurlaub aufgrund der Weltmeisterschaft verzögerte eine Krankheit seine Ankunft im Trainingslager in Tirol. Für den Linksverteidiger war die Partie gegen Hertha BSC (2:2) deshalb noch keine Option.

Dennoch konnte er bei den Fans bereits Sympathien gewinnen, als er in seiner ersten Presserunde als Spieler des FC auftrat. Im Anschluss an seine erste Trainingseinheit in Tirol stellte er seine Sprachkenntnisse unter Beweis und unterstrich, dass er die ihm übertragene Aufgabe sehr ernst nimmt.

Hector scherzt über Freigabe der Nummer

Mensah hat die Aufgabe, die linke Abwehrseite zu festigen, was Kristoffer Lund in der abgelaufenen Spielzeit nur sehr bedingt schaffte. Zudem wird er bei dieser Mission eine Trikotnummer mit besonderer Bedeutung tragen – die 14 von Jonas Hector.

„Ich weiß, dass es eine historische Nummer für den Verein ist. Als ich danach gefragt habe, wurde gesagt, man müsse noch mit einem Spieler sprechen“, berichtete Mensah. „Wenn du als neuer Spieler kommst und die 14 trägst, dann hast du eine große Verpflichtung“, so Mensah.

Nun hat auch Ex-FC-Kapitän Hector bestätigt, dass er sein offizielles Einverständnis erteilt hat. In der aktuellen Ausgabe des Podcasts „Schlag und Fertig“ sprach Fabian Köster ihn auf das Thema an: „Bist du extra gefragt worden, was hat es damit auf sich? Ist jemand zu einem Legendenthron gekommen und hat um eine Audienz gebeten?“

Zuerst witzelte Hector: „Genau, das war der Schritt. Man musste um Audienz bitten. Dann kam man rein, dann wurden mir die Füße geküsst. Da habe ich meine alten Profischuhe nochmal angezogen.“ Weiterhin schilderte er: „Und dann habe ich entschieden, wie so ein Gladiator, nein, nicht wie ein Gladiator, sondern wie der, der oben steht und entscheidet, ob der Gladiator stirbt oder lebt. Da habe ich natürlich Daumen hoch gegeben.“

Hector mit Seitenhieb: „Immer so ein bisschen Stress mit Nummern“

In der Realität war der Vorgang deutlich unspektakulärer. „Es gab ja in der Vergangenheit bei Vereinen, auch beim FC, immer so ein bisschen Stress mit Nummern. Und da habe ich irgendwann einen Anruf bekommen, ob das für mich ein Problem ist. Und für mich ist das definitiv kein Problem“, sagte Hector schmunzelnd. Tatsächlich hatte Anthony Modeste im Januar 2023 weitaus weniger entspannt reagiert, als seine Trikotnummer 27 an den neuen Angreifer Davie Selke weitergegeben wurde.

Für Hector ist die ganze Aufregung um eine Trikotnummer unverständlich. Der ehemalige Nationalspieler, der seine aktive Laufbahn im Sommer 2023 abschloss, betonte: „Also, es ist ’ne Nummer, ne? Mehr ist es dann doch nicht.“ Er erklärte weiter: „Ich habe nie Trikots getauscht. Viele sammeln ja auch. Mir war das eigentlich immer relativ egal. Auch Schuhe oder sonst was, besondere Schuhe, ein Ball. Manche nehmen sich ja einen Ball vom ersten Tor mit oder so. Da habe ich irgendwie gar nichts dran, muss ich sagen.“

Folglich hatte die Nummer 14 für den ehemaligen Profi eine deutlich geringere Wichtigkeit als vielleicht für einige Anhänger, die den Aufdruck mit Hectors Namen weiterhin stolz auf ihrem Trikot präsentieren. „Das ist ja nicht meine private Nummer, die ich mit zum FC gebracht habe. Vorher hatte ich nie die 14 an.“

Im Saarland habe er die 11 getragen, erzählte Hector. Die 14 beim FC sei eine eher zufällige Entscheidung gewesen. „Das war damals bei den Amateuren, als ich kam, da wurde eben die Liste aufgemacht: Die Nummern sind noch frei. Ich war da ja auch sehr zurückhaltend am Anfang. Da habe ich natürlich unter den ersten 11 mal gar nichts gewählt! Und da war die 14 frei, dachte ich: die 14, okay.“

Diese Nummer begleitete ihn während seiner gesamten professionellen Laufbahn, auch im Trikot der Nationalelf. Sogar als Amateurfußballer verfolgt sie ihn. „Zum Beispiel jetzt bei den Altherren, da ist mir völlig egal, welche Nummer ich anhabe, aber ein Kumpel von mir gibt mir immer die 14! Ich spiele immer mit der 14. Oder so gut wie immer“, erzählte Hector lachend. (red)