In der 37. Minute gingen Robin Gosens und El-Faouzi an der Mittellinie gemeinsam zum Kopfball. Die Köpfe prallten mit voller Wucht zusammen, und beide bluteten sofort stark. Die Betreuer stürmten auf den Platz, und auf dem Rasen breitete sich Unruhe aus.
Nur Augenblicke später eilten auch die Kölner Ärzte herbei, um den Schalkern zu helfen, die Blutungen zu stoppen. Sanitäter kämpften um jeden Tropfen, und das Spiel ruhte, während um die beiden Spieler gerungen wurde.
Noch in der 40. Minute wurden Gosens und El-Faouzi auf dem Feld behandelt. Für Schalke war absehbar, dass die Mannschaft wohl zweimal wechseln musste.
In der 41. Minute standen beide wieder. Gosens wurde von den Betreuern gestützt, während El-Faouzi mit stark blutverschmiertem Trikot selbstständig vom Platz ging. Danach folgten acht Minuten Nachspielzeit.
Die Kölner Zuschauer zeigten in dieser Situation Klasse. Statt Pfiffen oder Spott verabschiedeten sie beide Schalker mit lautem Applaus, trotz aller Rivalität ein Zeichen von Respekt und Fairness in einer harten Szene. Lobend erwähnt werden muss auch das schnelle Handeln der Kölner Ärzte.
Bei Ex-Nationalspieler Robin Gosens bestand der Verdacht auf einen Nasenbeinbruch. Die Schalker reklamierten allerdings, dass Kölns Jungstar Said El Mala zuvor El-Faouzi geschubst und damit erst die brutale Szene verursacht hatte. Der FC-Profi hatte wohl nicht geahndet, was sich daraus entwickeln könnte. Eine unglückliche Aktion.
Für Aufsteiger Schalke kam der Vorfall zur Unzeit. Die Personallage ist ohnehin dünn: Kenan Karaman (muskuläre Probleme) und Moussa Sylla fielen laut Trainer Miron Muslic definitiv aus, ebenso Ron Schallenberg und Dejan Ljubicic. Maximilian Wöber wird nach Muslics Worten in diesem Jahr nicht mehr spielen. Fünf Ausfälle, die schon vor dem Anpfiff schwer wogen.

