Mit der Verpflichtung von Luka Lochoshvili erweitert der 1. FC Köln seine Möglichkeiten im Abwehrzentrum. Leihrückkehrer Julian Pauli sieht sich damit großer Konkurrenz ausgesetzt.
Talent kehrt zurückJulian Pauli noch ohne Rückennummer beim FC

Julian Pauli kehrt nach einem Jahr in Dresden zum 1. FC Köln zurück.
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Wer dieser Tage das neue Heimtrikot des 1. FC Köln erwerben möchte, kann bei der Wahl seines Lieblingsspielers zwischen 19 Namen aussuchen. Seit Donnerstag ist die noch nicht allzu umfangreiche Beflockungsliste im Fanshop immerhin um eine Option reicher: Mit Innenverteidiger Luka Lochoshvili (28) steht der erste externe Neuzugang für die kommende Saison fest. Der georgische Nationalspieler wechselt wie berichtet für vier Millionen Euro von Zweitligist 1. FC Nürnberg ans Geißbockheim. Dort erhält er einen Vertrag bis 2029 sowie die Rückennummer 24. Ebenjene Zahl, die Eigengewächs Julian Pauli trug, bevor er in der vergangenen Saison an Dynamo Dresden verliehen wurde. Lochoshvili gilt als großer Fan des 2020 verstorbenen NBA-Stars Kobe Bryant, dessen Trikot viele Jahre die 24 zierte.
Eine Beflockung mit dem Namen von Julian Pauli war am Freitag dagegen noch nicht möglich – im Gegensatz zu den anderen Jungprofis Cenny Neumann (Nummer 36), Youssoupha Niang (38) und Fynn Schenten (40). Nicht nur deshalb stellt sich die Frage, welche Rolle Pauli in den Planungen des FC spielt. Wie aus dem Geißbockheim zu hören ist, wird das Eigengewächs zunächst zum Trainingsauftakt am 13. Juli erwartet. Wie es danach weitergeht, ist aber wohl offen. Demnach erscheint auch eine erneute Leihe möglich.
Mit seiner Persönlichkeit, seiner Zweikampfstärke und seiner körperlichen Präsenz – insbesondere in der Luft – wird er unserer Defensive zusätzliche Stabilität verleihen.
Schon jetzt zeichnet sich ab, dass Julian Pauli sich im Falle eines Verbleibs großer Konkurrenz im Abwehrzentrum ausgesetzt sähe. Winterleihgabe Jahmai Simpson-Pusey wurde als eine der ersten Amtshandlungen in diesem Sommer für fünf Millionen Euro fest von Manchester City verpflichtet. Bei Rav van den Berg verfolgen die FC-Verantwortlichen die Hoffnung, dass der vermeintliche Königstransfer des vergangenen Sommers den Erwartungen in seiner zweiten Saison in Köln gerecht wird. Linksfuß Luka Lochoshivili soll derweil die Lücke schließen, die durch den Abgang von Cenk Özkacar (nach Leihende zurück zum FC Valencia) entstanden ist.
Beim FC ist man von den Qualitäten des erfahrenen Abwehrmannes überzeugt. Lochoshvili bringe „genau das Profil mit, das wir für diese Position gesucht haben. Mit seiner Persönlichkeit, seiner Zweikampfstärke und seiner körperlichen Präsenz – insbesondere in der Luft – wird er unserer Defensive zusätzliche Stabilität verleihen. Als Linksfuß komplettiert er unsere Besetzung in der Innenverteidigung und gibt unserem Kader auf dieser Position noch mehr Qualität“, sagte Geschäftsführer Thomas Kessler zur Verpflichtung des ehemaligen Serie-A-Profis. Und dann ist da noch Joel Schmied. Nach einem von Verletzungspech geprägten ersten Bundesliga-Jahr meldete sich der Schweizer Innenverteidiger im Saison-Endspurt einsatzfähig.
WM-Teilnehmer Gideon Mensah könnte auf Kristoffer Lund folgen
Julian Pauli wiederum kehrt mit reichlich Spielpraxis nach Köln zurück. Der frühere deutsche Junioren-Nationalspieler zählte in Dresden zum Stammpersonal und trug maßgeblich dazu bei, dass die Sachsen als Aufsteiger die Klasse halten konnten. Trotz Paulis gelungener Leihe legte der FC in der Innenverteidigung nach. Elias Bakatukanda (22), der mit Leihklub BW Linz aus der österreichischen Bundesliga abgestiegen ist, hat ebenfalls noch keine Nummer – und wohl keine Aussicht auf Einsatzzeit.
Unterdessen arbeitet der FC an einer weiteren Neuverpflichtung. Als Ersatz für Linksverteidiger Kristoffer Lund, dessen Kaufoption nicht aktiviert wurde, steht der ghanaische WM-Teilnehmer Gideon Mensah in den Kölner Büchern. Einen Bericht von Sky kann diese Zeitung bestätigen. Mensah, dessen Vertrag bei AJ Auxerre ausgelaufen ist, wäre ablösefrei erhältlich. Der 27-Jährige blickt auf eine bunte Vita. Zu Zeiten bei RB Salzburg wurde er viermal verliehen – zuerst an Sturm Graz, dann an Zulte Waregem, später an Vitoria Guimaraes und schließlich an Girondins Bordeaux.