Mit dem 1. FC Köln gewann er die Deutsche Meisterschaft, 1954 bereitete er im WM-Finale das entscheidende Tor vor.
150 aus 150Hans Schäfer galt als „bester Linksaußen der Welt“

Hans Schäfer nach dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft 1962. (Archivfoto)
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Zum 150. Geburtstag des Kölner Stadt-Anzeiger stellen wir jeden Tag eine bedeutende Kölner Persönlichkeit vor. Im 58. Teil der Serie geht es um den Fußballer Hans Schäfer.
Bedeutung
Kein anderer Spieler verkörpert den FC so wie Hans Schäfer – das Idol mehrerer Fan-Generationen absolvierte 711 Spiele für „seinen Verein“ und schoss 501 Tore. Schäfer wuchs in Zollstock auf, wo er als Zehnjähriger beim örtlichen Fußballverein DJK Rheinland begann. Nach der Schule absolvierte er eine Friseurlehre im elterlichen Geschäft.
1943 wurde er als Flakhelfer von der Wehrmacht eingezogen. 1948 fusionierten Kölner BC 01 und SpVgg Sülz 07 zum 1. FC Köln. Schäfer hatte ab 1947 für ein Jahr beim VfR Volkmarsen in Hessen gespielt und startete beim FC nach seiner Rückkehr unter Trainer Hennes Weisweiler eine beispiellose Karriere. Seit 1951 spielte er erfolgreich in der Nationalmannschaft. Im Endspiel der Fußball-Weltmeisterschaft 1954 gegen Ungarn leistete er die entscheidende Vorarbeit für Helmut Rahns Siegtreffer zum 3:2.
Schäfer blieb stets bodenständig, auch als ihn die internationale Presse den „besten Linksaußen der Welt“ nannte. Als erster deutscher Spieler nahm er an drei Weltmeisterschaften hintereinander teil. 39-mal trug er das Trikot der Nationalmannschaft, seit 1957 als Spielführer. Für Deutschland schoss er 15 Tore. 1963 wählten ihn die Sportjournalisten zum Fußballer des Jahres.
Hans Schäfer
Geboren: 19. Oktober 1927 in Köln
Gestorben: 7. November 2017 in Köln
Wirken in Köln
17 Jahre stürmte der Spielmacher für den 1. FC Köln, holte vier Westdeutsche Meisterschaften, 1962 die Deutsche Meisterschaft und 1964 die erste Deutsche Meisterschaft in der neuen Bundesliga. Ein Jahr später beendete Schäfer, seit 1958 Kapitän der Mannschaft, seine aktive Karriere. Er blieb dem FC noch für vier Jahre als Trainerassistent und Team-Betreuer erhalten. Danach betrieb er zwei Tankstellen in Köln.
Bemerkenswert
„De Knoll“, kölscher Spitzname für Dickkopf, wies jeden Starrummel von sich, auch 2004 zum 50-jährigen Jubiläum des WM-Titelgewinns. Nur beim FC ließ er sich regelmäßig blicken, auch im Geißbockheim, wo der authentischste und kölscheste aller Spieler bis ins hohe Alter äußerst beliebt war.
Spuren in der Stadt
Schäfer ist in der Hall of Fame des 1. FC Köln vertreten. Im Rhein-Energie-Stadion trägt die Südkurve seinen Namen. Sein Grab befindet sich auf dem Südfriedhof.
Der Autor der 150 Kölner Persönlichkeiten ist Dr. Ulrich S. Soénius. Der Historiker und Direktor der Stiftung Rheinisch-Westfälisches Wirtschaftsarchiv zu Köln (RWWA) hat als Mitherausgeber des Kölner Personenlexikons (2008) über 630 Biographien für das Standardwerk zur Kölner Geschichte verfasst.
