Die bislang größte Fußball-WM startet in Mexiko. Der Auftakt wird jedoch von Protesten und Problemen überschattet.
Start der Mega-WMDie wichtigsten Fragen zum größten Fußballturnier der Welt

Popstar Shakira tritt bei der WM-Eröffnungsfeier auf. (Archivbild)
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An diesem Donnerstag beginnt die Fußball-Weltmeisterschaft in Mexiko, den USA und Kanada. Das Eröffnungsspiel im legendären Aztekenstadion von Mexiko-Stadt (21.00 Uhr/ZDF und MagentaTV) markiert den Start der bislang größten Fußball-WM der Geschichte.
Im Auftaktspiel begegnen sich Gastgeber Mexiko, das nach 1970 und 1986 zum dritten Mal eine WM ausrichtet, und Südafrika. In der Gruppe A wird die Mannschaft von Trainer Javier Aguirre als Favorit angesehen. Südafrika kehrt 16 Jahre nach dem Heimturnier auf die globale Fußballbühne zurück.
Shakira und Proteste zum Auftakt
Eine große Eröffnungsshow soll 90 Minuten vor Spielbeginn starten. Dort wird Popstar Shakira zusammen mit Co-Sänger Burna Boy den offiziellen WM-Song „Dai Dai“ live aufführen. In dem Lied werden neben Fußballgrößen wie Pelé, Diego Maradona, Lionel Messi und Kylian Mbappé auch Fußballnationen wie Deutschland genannt. „Dai Dai“ ist italienisch für „Los geht's“.

Aztekenstadion wird die XXL-WM eröffnet. (Archivbild)
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Weitere Auftritte sind von Künstlern wie Danny Ocean, J Balvin, Lila Downs und Alejandro Fernández geplant. Die FIFA verspricht eine „Feier von Fußball, Musik und Kultur“. Shakira hatte bereits für die WM 2010 in Südafrika mit „Waka Waka“ den offiziellen FIFA-Song beigesteuert.
Der Turnierstart wird jedoch von Problemen überschattet. In Mexiko-Stadt protestieren seit Tagen radikale Mitglieder der Lehrergewerkschaft CNTE für die Aufhebung einer umstrittenen Rentenreform. Sie sperren Hauptverkehrsstraßen und haben im historischen Zentrum der Hauptstadt ein Protestcamp errichtet. Die Polizei entdeckte in einem Bus von Demonstranten sogar Sprengsätze. Zudem sind für den Abend des Eröffnungsspiels Unwetter angekündigt. Auch Co-Gastgeber USA und die FIFA stehen wegen Einreiseproblemen für Fans, Teams und Offizielle in der Kritik, so wurde dem somalischen Schiedsrichter Omar Artan die Einreise verwehrt.
Das DFB-Team von Julian Nagelsmann startet am Sonntag in der Gruppe E gegen den klaren Außenseiter Curaçao in das Turnier. Die Partie in Houston wird um 19.00 Uhr deutscher Zeit angepfiffen und von der ARD sowie MagentaTV übertragen. Es folgen die Gruppenspiele gegen die Elfenbeinküste (20. Juni) und Ecuador (25. Juni), jeweils um 22.00 Uhr.

Für Florian Wirtz (M) und die DFB-Elf geht es am Sonntag los.
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Neuer Modus und die Favoriten
Zum ersten Mal nehmen 48 statt wie bisher 32 Mannschaften an der Weltmeisterschaft teil. Das Großereignis erstreckt sich dadurch über fünf statt vier Wochen. Die Teams sind in zwölf Vierergruppen eingeteilt.
Die K.o.-Phase erreichen die zwei besten Teams jeder Gruppe und die acht besten Gruppendritten. Neu eingeführt wurde in diesem Zuge das Sechzehntelfinale, auf das das Achtelfinale folgt. Insgesamt werden 104 Spiele ausgetragen, im Vergleich zu 64 Partien in Katar vor vier Jahren.
Als Top-Favoriten gelten Frankreich und Titelverteidiger Argentinien, ergänzt durch Europameister Spanien. Gute Titelchancen werden auch England mit dem deutschen Trainer Thomas Tuchel eingeräumt. Deutschland wird wie Brasilien oder Portugal zum erweiterten Favoritenkreis gezählt.

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TV-Rechte und Public Viewing
In Deutschland hat allein MagentaTV die Rechte für alle 104 WM-Spiele erworben. 44 Partien werden auf der Plattform exklusiv zu sehen sein, darunter alle drei Vorrundenspiele der Türkei. Die Mehrzahl der bisher bekannten Exklusiv-Spiele findet nach deutscher Zeit spät abends oder in der Nacht statt. Die Kosten für MagentaTV beginnen bei 11 Euro pro Monat.
Für die frei empfangbare Ausstrahlung wurden Sublizenzen an ARD und ZDF vergeben. Die öffentlich-rechtlichen Sender zeigen insgesamt 60 Partien. Dazu gehören alle Spiele der deutschen Mannschaft, das Eröffnungsspiel, die Halbfinalbegegnungen und das Finale.
Öffentliche Übertragungen bei späten Spielen sind ebenfalls möglich. Normalerweise gilt zwischen 22.00 und 6.00 Uhr Lärmschutz, doch Bundesregierung und Bundesrat haben für die WM eine Lockerung dieser Regelung beschlossen. Städte und Gemeinden, auch in der Kölner Region, können Public-Viewing-Veranstaltungen somit auch in diesem Zeitraum genehmigen. Fußball-Fans sollten sich auf den Webseiten ihrer Stadt oder Kommune informieren. Viele Gastronomiebetriebe werden ebenfalls Auskunft geben, welche Spiele sie zeigen. (dpa/red)
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