Abo

„Gewalttätige“ AktionExperten fordern Sperre für Nationalspieler Antonio Rüdiger

2 min
Antonio Rüdiger diskutiert lautstark mit dem Schiedsrichter.

Antonio Rüdiger fiel beim Spiel von Real Madrid gegen den FC Getafe am Montag negativ auf.

Antonio Rüdiger steht erneut im Zentrum der Kritik. Der beim DFB öffentlich gerügte Verteidiger leistete sich ein brutales Einsteigen.

Bei der deutschen Nationalmannschaft wurde Antonio Rüdiger (33) im vergangenen Jahr öffentlich gerügt, bei Real Madrid hat er jetzt wieder für Aufsehen gesorgt. Über seine Aktion vom Montag (2. März 2026) wird in Spanien diskutiert.

Während der unerwarteten 0:1-Heimpleite Real Madrids gegen den FC Getafe erwischte Rüdiger seinen Kontrahenten Diego Rico (33). Er traf ihn mit seinem Knie am Kopf, nachdem Rico in einem Duell gestürzt war. Die Schulter des Verteidigers, der auf dem Rasen lag, wurde ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Medien forderten daraufhin umgehend eine ausgedehnte Sperre.

Schiri-Experte legt sich fest: Rote Karte für Rüdiger

Radiomoderator Juanma Castaño äußerte seine klare Meinung beim Sender Cadena Cope: „Es war Rüdigers Absicht, seinen Gegenspieler mit dem Knie im Gesicht zu treffen.“ Er fügte hinzu: „Für mich ist das eine Tätlichkeit für mehrere Spiele Sperre. Das war eine der wildesten Aktionen, die wir in diesem Jahr gesehen haben.“

Ricos Mannschaftskamerad Luis Milla (31) äußerte, dass er „keine Zweifel mehr“ habe, nachdem er sich die Aufnahmen des Vorfalls nach der Partie angesehen hatte.

Eduardo Iturralde González (59), viele Jahre lang Erstliga-Schiedsrichter in Spanien, sprach beim Radiosender Cadena Ser von „gewalttätigem Verhalten“ und verlangte: „Der VAR muss den Schiri darauf hinweisen. Das ist eine Rote Karte.“

Der Unparteiische Alejandro Muñiz Ruiz (34) pfiff anfangs nicht einmal ein Foul. Er stoppte die Partie erst einige Momente später, als der Ball im Aus war und Rico sich vor Schmerzen auf dem Rasen krümmte. Viele Spieler beider Teams umringten danach den Schiedsrichter. Dieser bekam jedoch vom VAR trotz einer zweiminütigen Unterbrechung wegen der Verletzung kein Signal.

Kommentator Rubén Martín bezeichnete die Handlung des DFB-Spielers in der Live-Sendung bei DAZN in Spanien als „sehr harten“ Einsatz. Er wollte ihm jedoch keinen Vorsatz zur Last legen. In den Sozialen Netzwerken hingegen entlud sich erheblicher Zorn gegen Rüdiger. Vor allem weil er durch frühere Fehltritte schon eine Vorgeschichte hat.

Auch im Nationalteam steht der Routinier unter besonderer Beobachtung. Sein Wutausbruch gegen einen Unparteiischen in der letzten Spielzeit hatte eine Diskussion über seine Tauglichkeit für das DFB-Team entfacht. Der Verband sah trotz zahlreicher Forderungen von einer Strafe ab, erteilte dem Akteur jedoch eine öffentliche Rüge.

Sportdirektor Rudi Völler (65) hatte Rüdiger zu jener Zeit eine Mahnung erteilt: „Das geht nicht. Schon gar nicht als deutscher Nationalspieler.“ Völler stellte klar: „Das muss er ändern und das weiß er auch selbst.“ (red)