Die Mannschaft von Trainer Kasper Hjulmand möchte gegen Borussia Dortmund den nächsten Sieg einfahren.
Seit 2021 kein Sieg vor heimischer KulisseBayer 04 möchte BVB-Fluch beenden

Bayer 04 Leverkusens Alejandro Grimaldo bejubelt seinen Treffer gegen Manchester City.
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Superman und Kryptonit – kaum ein Bild beschreibt die Beziehung zwischen Bayer 04 Leverkusen und Borussia Dortmund in der Bay-Arena derzeit treffender. Kryptonit, der grün schimmernde Stoff aus den Comics, der selbst den scheinbar unbesiegbaren Superman schwächt, scheint Leverkusen zu Hause gegen den BVB regelmäßig die Kräfte zu rauben. Der letzte Heimsieg liegt mehr als vier Jahre zurück: Im Januar 2021 gewann Bayer 04 2:1, seitdem folgten drei Niederlagen und ein Unentschieden.
Bayer 04 voller Selbstvertrauen
Umso größer ist die Bedeutung des Topspiels am Samstag (18.30 Uhr/Sky). In dieser Bundesliga-Saison hat die Mannschaft von Trainer Kasper Hjulmand bislang erst ein Duell mit einem Team aus den Top Vier bestritten – und beim 0:3 gegen den FC Bayern eine deutliche Lektion erhalten.
Die Partien gegen RB Leipzig (20. Dezember) und den aktuellen Tabellenfünften VfB Stuttgart (10. Januar) stehen noch aus. Doch seit der Niederlage in München hat Leverkusen Schritt für Schritt an Form gewonnen: ein hart erkämpftes 1:0 bei Benfica Lissabon, ein 6:0 gegen Heidenheim, ein 3:1 gegen den VfL Wolfsburg und zuletzt das beeindruckende 2:0 bei Manchester City in der Champions League. Das Selbstvertrauen könnte kaum größer sein – nur das persönliche Kryptonit wartet eben noch. Und diesmal sogar doppelt: Schon am Dienstag trifft Leverkusen erneut auf den BVB, im Achtelfinale des DFB-Pokals.
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Auswärts jedoch verlor Bayer 04 gegen Dortmund seit August 2022 nicht mehr. „Wir sprechen immer über unsere kommenden Gegner. Wir haben alles vorbereitet, wir sprechen viel über taktische Begebenheiten. Wir sind jederzeit auf alles eingestellt. Wir verspüren große Vorfreude“, erklärt Hjulmand mit Blick auf den Doppelpack gegen Dortmund. Der Däne zollt dem BVB großen Respekt: „Dortmund ist eine Top-Mannschaft, sowohl in der Champions League als auch in der Bundesliga. Ein guter Gegner, super Spieler, gute Struktur. Sie haben viel Intensität im Spiel. Sie sind die Nummer vier der Bundesliga und gewinnen in der Champions League sehr souverän. Das wird eine schwierige Aufgabe.“
Verzichten muss Hjulmand am Samstag weiterhin auf Rechtsverteidiger Lucas Vázquez und Innenverteidiger Axel Tape. Beide „seien zwar voll im Teamtraining“, so der Coach, doch eine Rückkehr komme „am Samstag noch zu früh“. In der Woche darauf könnte es so weit sein. Trotzdem dürfte die Mannschaft zuletzt reichlich Selbstbewusstsein getankt haben.
Grimaldo mit Lob überschüttet
Besonders Alejandro Grimaldo, der sich in dieser Saison zum Führungsspieler entwickelt hat, kann Partien nahezu im Alleingang entscheiden. Gegen Manchester City traf er zum 1:0, in der laufenden Saison sammelte er bereits zwölf weitere Scorerpunkte. Der Spanier läuft extrem viel, taucht überall auf dem Platz auf und ist kaum wegzudenken. „Das ist eine neue Position – überall“, scherzte Hjulmand, bevor er Grimaldo in höchsten Tönen lobte: „Er hat viel Freiheit, die nutzt er optimal. Er spürt das Spiel und die Räume so gut. Mal außen, mal als Zehner oder im Mittelfeld – er macht das alles stark. Er ist ein Führungsspieler, auch von seiner Persönlichkeit. Er fühlt sich für das ganze Team verantwortlich.“
Und vielleicht gelingt es dem spanischen Spieler von Weltklasse-Format nun auch, in der Bay-Arena endlich das gelb-schwarze Kryptonit zu neutralisieren. Mit einem Sieg könnte sich die Werkself vorerst von den Konkurrenten absetzen, bei einer Niederlage könnten die Leverkusener hingegen aus den Champions League-Rängen abrutschen. Und auch am Dienstag, dürfte die Ausgangslage nicht klarer sein. Denn der DFB-Pokal dürfte für beide Vereine die einzige, realistische Titelchance diese Saison sein.
Bayer 04 Leverkusen: Flekken – Quansah, Bade, Tapsoba – Poku, Garcia, Andrich, Grimaldo – Hofmann, Schick, Tillman. – Dortmund: Kobel – Anton, Can, Schlotterbeck – Ryerson, Nmecha, Bellingham, Svensson – Adeyemi, Chukwuemeka – Guirassy. – Schiedsrichter: Welz (Wiesbaden).


